Nachthelle

Nachthelle


Die Nacht ist heiter und ist rein,
Im allerhellsten Glanz,
Die Häuser schau’n verwundert drein,
Steh’n übersilbert ganz.

In mir ist’s hell so wunderbar,
So voll und übervoll,
Und waltet drinnen frei und klar,
Ganz ohne Leid und Groll.

Ich fass‘ in meinem Herzenshaus
Nicht all‘ das reiche Licht,
Es will hinaus, es muß hinaus,
Die letzte Schranke bricht.

(Johann Gabriel Seidl)

6 Gedanken zu „Nachthelle

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