Rosenmontag

Rosenmontag

Am Rosenmontag liegen zwei,
die kalten Hände noch verschlungen –
das Leben strömte rauh vorbei,
die beiden haben′s nicht bezwungen.

Als überwunden grüssen sie
den Sieger, dem das Glück begegnet –
im Tod verbunden, segnen sie
all jene, die das Leben segnet.

(Otto Erich Hartleben)

4 Gedanken zu „Rosenmontag

  1. Leben kann man vielleicht auch nicht bezwingen, nur leben und sein mit dem, was ist, auch wenn das oft sehr herausfordernd sein kann, weil Veränderung, Vergänglichkeit all überall spürbar und sichtbar ist.
    Liebe Grüße

  2. Dieses Gedicht unterstreicht meine Wehmut, die mich gestern wieder eingeholt hat.
    Wieder so ein starkes Foto, wie viele würden daran vorbeilaufen …
    Liebe abendliche Grüße

  3. Ab und an ist das einfach so, manchmal auch gegen den allgemeinen Trend der (verordneten) Fröhlichkeit – doch auch das geht vorbei. Eine Plattitüde, die mir manchmal hilfreich ist, Wehmut, Melancholie zuzulassen und auf sie zu lauschen, meist halten sie eine Botschaft für uns bereit.
    So wie auch dieses Blatt, das ich bisher nur sattgrün oder leuchtend gelb wahrgenommen habe. …
    Herzliche Grüße

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