Lauschen und Staunen

Lauschen und Staunen

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem Hauche gieb dich, gieb nach,
er wird dich lieben und wiegen.

Und dann meine Seele sei weit, sei weit,
dass dir das Leben gelinge,
breite dich wie ein Feierkleid
über die sinnenden Dinge.

(Rainer Maria Rilke)

2 Gedanken zu „Lauschen und Staunen

  1. Offene Sinne bieten unzählige Gelegenheiten des Staunens.
    Staunend auf den Wegen zu den Wundern des Lebens. Mit Staunen auf sicheren Wegen zur Dankbarkeit. Immer wieder meine Erkenntnis.
    Lauschen – Riechen – Schmecken – Tasten – Sehen
    Und tief in uns fühlen, was das Leben uns mitteilen möchte.

    1. Staunen als Voraussetzung für Dankbarkeit – da stimme ich dir zu. Es ist dann auch eine von innen kommende, mit heiterer Gelassenheit verknüpfte, nicht von außen geforderte.
      Hab inspirierende Pfingsttage

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