(Lesende) Frauen – Rettung aus der Leere des Lebens?

„Was aber die Liebe betrifft, so muß ich dir sagen, daß das Zusammenleben mit einer Frau, die Spencer gelesen hat und dir zuliebe bis ans Ende der Welt mitgegangen ist, genauso uninteressant ist wie mit irgendeiner Anfissa oder Akulina. In der Wohnung riecht es ebenso nach dem Bügeleisen, nach Puder und Arzneien, jeden Morgen werden die gleichen Papilloten gedreht und es ist auch der gleiche Selbstbetrug…“

(Anton Tschechow, Das Duell, S. 9)

Ja wenn der (Ehe-)Partner den jeweils anderen aus der „Ekelhaftigkeit und Leere des eignen Lebens“ retten soll, hat dann eine Beziehung überhaupt eine Chance? Wanjas Vorstellungen, woanders zu bekommen, was er benötigt, sind Illusionen. Er selbst kann sein „Erlöser“ sein, sonst niemand.

ODER?

Datum: 3. Mai 2010
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Ein Gedanke zu „(Lesende) Frauen – Rettung aus der Leere des Lebens?

  1. Quer

    Oh, ja, Mona Lisa, da pflichte ich dir absolut bei: So einen, der völlig neben sich steht, kann keine Frau der Welt wieder ins Lot bringen. Und es ist auch eine Anmassung von ihm, es zu fordern.

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

    Antworten

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