Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen;
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben.
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündigt es laut sich an.
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.

(Friedrich Schiller)

Datum: 27. März 2021
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2 Gedanken zu „Hoffnung

  1. Quer

    Welch hoffnunsvolles Schiller-Gedicht, welch goldenes Hoffnungsbild von dir!
    Ja, lassen wir die Seele hoffen und fliegen!
    Schönen Gruss ins aufklarende Wochenende,
    Brigitte

    Antworten
  2. mona lisa Beitragsautor

    Heute kann sie zwischen Helligkeit und Dunkelheit wechseln –
    Aprilwetter in seiner ganzen Bandbreite verändert den Himmel von Moment zu Moment – ein himmlisches Schauspiel.
    Liebe Retourengrüße

    Antworten

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