Hanns Zischler, Der zerrissene Brief

Hanns Zischler, Der zerrissene Brief

Der Roman beginnt aus der Ich-Perspektive Elsas zu erzählen, einer jungen Frau, die gerade eine unglückliche Affäre mit einem verheirateten Mann hinter sich hat, und nach Jahren wieder Kontakt zu Pauline aufnimmt, einer inzwischen über achtzigjährigen Frau, die sie in der Nachkriegszeit aufgenommen und „per Brief adoptiert“ hat. Paulines Angebot, sie doch zu besuchen, ergreift Elsa „wie einen Rettungsring“. Pauline ist diejenige, mit der sich Elsa per Brief ausgetauscht hat, der sie vieles erzählen und anvertrauen konnte. Denn Pauline konnte…

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Grau

Grau

Grau in Grauin allen möglichen Verfallsstadien Risse, Absenkungen, Brücheund ab und an ein Sonnenstrahlder das ganze Grauein wenig aufhelltund eine Ahnung von FrühlingAufbruchErneuerung vermittelt

Mauern

Mauern

Mauern seh‘ ich gestürzt, und Mauern seh‘ ich errichtet,Hier Gefangene, dort auch der Gefangenen viel.Ist vielleicht nur die Welt ein großer Kerker? und frei istWohl der Tolle, der sich Ketten zu Kränzen erkies‘t. (Johann Wolfgang v. Goethe)

Valentinstag

Valentinstag

Habe gestern einen jungen Mann mit Blumenstrauß zu seinem Auto gehen sehen, das er auf dem Gehweg geparkt hatte. An der Autoscheibe steckte hinter dem Scheibenwischer ein Knöllchen. – Teurer Blumenstrauß ;)

Regentropfen

Regentropfen

Ein Regentropfen sprach Zum andern Regentropfen:Möcht‘ wissen, warum wirAn dieses Fenster klopfen. Der andre Tropfen sprach:Hier wohnt ein Kind der Noth,Und dem verkünden wir:Es wächst, es wächst das Brod. (Moritz Hartmann)

Warten

Warten

„Warte nicht auf eine spätere, gelegenere Zeit, denn du bist nicht sicher, dass du sie haben wirst. Die Zeit entschwindet dir unbemerkt. Mancher hat sich noch Hoffnung auf ein längeres Leben gemacht, da kam der Tod. Darum versäumt, wer klug ist, keine Zeit und gibt die gegenwärtige Stunde, die ihm gehört, nicht unbenützt weg für eine andere, die doch nicht sein eigen ist.“ (Katharina von Siena)

Tine Høeg, Neue Reisende

Tine Høeg, Neue Reisende

„Neue Reisende“ ist Tine Høegs erster Roman. Er umfasst einen Zeitraum von ca. 5 Monaten – von August bis Dezember – und schildert die Affäre zwischen der Ich-Erzählerin, einer gerade in den Schuldienst eingetretenen Lehrerin, und einem älteren, verheirateten Mann, einem Grafiker in einem Reisebüro, die sich in einem Zug begegnen, da beide Pendler sind: „Du kannst mir nicht schreiben ich schreibe dir“ Dieser dem Roman vorangestellte Satz umfasst eigentlich schon alles. Sie können sich offiziell nicht treffen. Die meisten…

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