Fußspuren
Mal nicht im Sand, sondern im Schnee ;)
Mal nicht im Sand, sondern im Schnee ;)
Der 1914 zum ersten Mal erschienene Roman „Kokoro“ von Natsume Sōseki liegt nun in einer Neuauflage im Manesse-Verlag in der Reihe Bibliothek der Weltliteratur vor. Zartes Papier mit Lesebändchen im leserfreundlichen Kleinformat, passt er in nahezu jede Tasche, so dass man den Roman stets dabei haben und bei jeder Gelegenheit lesen kann. Und das ist gut so, denn man mag „Kokoro“ kaum aus der Hand legen. Er ist spannend, obgleich arm an äußerer Handlung, denn letztendlich geht es um „Seelenlandschaften“….
„Ein Suizid stiftet unendliches Leid. Über diese Trauer kommt man nie ganz hinweg – es gibt nur einen Weg: Zunächst einmal, sie zuzulassen, durchzugehen, es auszuhalten. Dann die Trauer Stück für Stück ins eigene Leben zu integrieren. Trauer endet nie – aber die offenen Wunden können vernarben.“ Mit diesem Zitat einer Frau, die ihren Sohn durch Suizid verloren hat, beginnen Nicole Rinder und Florian Rauch. Es enthält in aller Kürze die Essenz eines veränderten „Weiterlebens nach dem Suizid eines nahestehenden…
Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen mit des Schuhs geheimnisvoller Spur, einen ersten schmalen Pfad zu schrägen durch des Schneefelds jungfräulicher Flur – Kindisch ist und köstlich solch Beginnen, wenn der Wald dir um die Stirne rauscht oder mit bestrahlten Gletscherzinnen deine Seele leuchtende Grüße tauscht. (Christian Morgenstern)
Schimmi nennt sich mal Schimmi Schamlos, mal Schimmi Schamvoll, wird als körperlich frühreif, geistig unterentwickelt bezeichnet, lebt noch bei seiner Mutter und hat nichts anderes zu tun, als sich täglich durch die diversen Programme zu zappen, die von der Mutter bereitgestellten, ihm aber verhassten „Fitamine“ zu essen und eine hübsche Nachbarin zu beobachten. „Nein ich esse keine frisches Obst und Gemüse. Die Ladies sind meine Früchte, hoho!“ Seinen Lebensstil bezeichnet er als die „americänistische Art“ und träumt von der großen…
„Coaching to go“ ist Monika Bylitzas drittes Buch nach „Schätzeken, GIB GAS“ und „Wunschworte“. Es bietet in zwölf farblich unterscheidbaren Kapiteln – je eins für jeden Monat – kurze einleitende Texte und jede Menge Impulse, die Menschen dabei unterstützen können, ihre Vorhaben – nicht unbedingt die „guten Vorsätze“, die halbherzig Silvester formuliert werden, um sie dann ganz schnell in der Versenkung verschwinden zu lassen – auch tatsächlich umzusetzen und sinnvoll in den eigenen Alltag zu integrieren. Denn Monika Bylitza weist…
Max Heller ist Kriminalinspektor in Dresden, aber nicht in der NSDAP wie die meisten um 1944. Eine gefährliche Tatsache, die ihn in jeder Hinsicht angreifbar macht. Frei redet er nur zu Hause mit seiner Frau Karin. „Man durfte niemandem mehr Vertrauen schenken, nicht den Freunden, nicht den Nachbarn, nicht den Kollegen.“ Sein Vorgesetzter ist SS-Obersturmbannführer Klepp, der noch nie Polizist gewesen ist, sondern vor seiner SS-Laufbahn Fleischer gelernt hat. Er will bereits einen Tag nach Auffinden einer weiblichen, arg zugerichteten…
In seinem Buch „von Beruf Schriftsteller“ erzählt Haruki Murakami auf seine ihm eigene, so leicht daherkommende Art über seinen beruflichen Werdegang und sein Leben und seine Arbeitsweise als Schriftsteller. Wie er seinen eigenen Erzählstil gesucht und letztendlich gefunden hat, auch wenn dieser immer wieder Veränderungen durchmacht. Das Wesentliche, nämlich seine Fähigkeit, „Erlebtes neu zu beleben“ bleibt bestehen, wenn man den etwas erlebt. „Die Welt mag langweilig wirken, doch in Wirklichkeit wimmelt es auf ihr von magischen geheimnisvollen Rohdiamanten, die darauf…
Gut zu wissen: Es beginnt – anfangs kaum sichtbar – wieder heller zu werden!