Weite
Wenn es zwei Menschen gelingt, die Weite in sich zu lieben, so gibt sie ihnen die Möglichkeit, einander immer in ganzer Gestalt und vor einem großen Himmel zu sehen. (Rainer Maria Rilke)
Wenn es zwei Menschen gelingt, die Weite in sich zu lieben, so gibt sie ihnen die Möglichkeit, einander immer in ganzer Gestalt und vor einem großen Himmel zu sehen. (Rainer Maria Rilke)
Manchmal ergeht es mir so, wie Rilke es in den folgenden Zeilen ausdrückt, dann ist Auf- und Ausräumen, Ordnen, Sortieren, Klären angesagt: Mein Inneres ist so unwirtlich, daß ichs gar nicht unternehmen kann, Sie darin herumzuführen, ja es ist wahrscheinlich verstellt und ungangbar, – reston dehors. (Rainer Maria Rilke, aus 365 Tage mit Rilke, Insel Verlag)
Die Geschichte von Romeo und Julia, dem wohl berühmtesten Liebespaar der Weltliteratur, kennt sicher (fast) jeder. Die Geschichte der unglücklich Verliebten, die aus verfeindeten Familien stammen und unter tragischen Umständen Selbstmord begehen, ist verfilmt worden, es gibt Ballettaufführungen und natürlich zahlreiche Ausgaben dieses Theaterstückes. Die von Kat Menschik illustrierte Ausgabe ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Wie auch der von ihr illustrierte Band von Kafkas „Ein Landarzt“ – ist diese Ausgabe von „Romeo und Julia“ Teil einer neuen Reihe von…
Vor diesem Konzert ‚Triadic Memories‚von Morton Feldmann letzten Mittwoch bin ich gewarnt worden: 90 Minuten Klaviermusik ohne Pause. Na, dann. Doch ich liebe die Konzertreihe „Musik für Freaks“, weil die „normalen“ Gehörgewohnheiten gegen den Strich gebürstet, auf den Kopf gestellt werden. Ich erkundige mich vorher bewusst nicht, was mich erwartet, lasse mich einfach überraschen. Und das tut mir gut. Erwartungen können nicht enttäuscht werden und das ist auch gut so. Im Programmheft konnte ich lesen: „EIN STÜCK EWIGKEIT, Morton Feldman…
„Die schwedischen Gummistiefel“ ist nun definitiv Henning Mankells letzter Roman und kann als Folgeband der 2006 erschienenen „Die italienischen Schuhe“ angesehen werden, setzt die Kenntnis dieses Romans aber nicht voraus. Fredrik Welin, ehemaliger Chirurg, lebt nun seit Jahren auf seiner Insel im Schärengarten. Sein Großvater mütterlicherseits war Teil dieser Schärengemeinschaft. Er selbst hat nur den allernötigsten Kontakt zu den anderen Bewohnern. „Ich stamme von den Inseln hier draußen ab, gehöre aber trotzdem nicht dazu. Ich bin ein entlaufener Arzt, der…
Mittlerweile sind eine Menge Bücher über Hochbegabte (HB) und Hochsensible (HSP) auf dem Markt. Dieses Buch allerdings ist erfrischend anders. Bewusst: „Dieses Buch ist explizit kein wissenschaftliches … hat jedoch eine andere Herangehensweise – nämlich die über Bilder. Bilder und Geschichten sprechen uns in ganz anderer Weise an und geben uns die Möglichkeit, auf einer tieferen Ebene Dinge zu entdecken (wieder) zu erkennen und zu verstehen. Dies ist das Prinzip des Geschichenerzählens und des vorliegenden Buches. Deshalb schreibe ich auch…
»Hätten unsere Augen keine Tränen, hätte unsere Seele keinen Regenbogen.« (Indianisches Sprichwort)
„Lunapark“ ist der Folgeband von „Märzgefallene“, der vor zwei Jahren erschienen ist. Mittlerweile, d.h. 1934, ist Hitler an der Macht. Viel hat sich geändert. Dennoch begegnen dem Leser viele alte Bekannte, teilweise aber in anderen Institutionen und Positionen. Gereon Rath ist nach wie vor Kommissar bei der Kriminalpolizei. Er trifft bei seinen Ermittlungen nach der Ermordung eines SA-Mannes auf seinen früheren Kollegen Reinhold Gräf, der nun für die Gestapo arbeitet. Gräf will und muss unbedingt nachweisen, dass der Mord politisch…
Still und leise geht es in dieser kleinen Geschichte von Martin Walker aus dem Dörlemann Verlag schon zu, wenngleich nicht unbedingt weihnachtlich. Das macht aber schon der Untertitel deutlich: „Nicht nur eine Weihnachtsgeschichte“. Lucia ist mit Simon, einem Kriegsfotografen, verheiratet, der immer wieder für Monate weg ist, in den Nahen Osten. Sie haben in der Zeit seiner Abwesenheit dann keinen Kontakt. Lucia ist das gewohnt und dennoch kann sie sich an die Situation nicht wirklich gewöhnen. „Komm wieder flüsterte sie…
Mona Lisa bloggt seit nunmehr 10 (!) Jahren. Der Blog ist ein Geburtstags-Geschenk meines Sohnes Raphael Raue, der ihn mir eingerichtet, gestaltet hat und auch heute noch – wenn nötig – betreut: „Mudder, du musst schreiben!“ Ja und dann habe ich angefangen. Und ich bin heute noch dankbar für dieses Geschenk, das sich mit mir gewandelt und verändert hat. Und das soll auch so bleiben. Ich kann selbst kaum glauben, dass es schon so lange her ist. Wie gehemmt und…