Schatten am Tage
Du bist ein Schatten am TageUnd in der Nacht ein Licht;Du lebst in meiner KlageUnd stirbst im Herzen nicht. … (Friedrich Rückert)
Du bist ein Schatten am TageUnd in der Nacht ein Licht;Du lebst in meiner KlageUnd stirbst im Herzen nicht. … (Friedrich Rückert)
Aber: Wo ist es denn nun? Erich Fried gibt in einem Gedicht eine Art Gebrauchsanweisung für die Begegnung mit dem Meer: Wenn man ans Meer kommtsoll man zu schweigen beginnen… Aus Copyright-Gründen zitiere ich es nicht selbst, sondern atme ein und aus …
“Seltsam im Nebel zu wandern …“ (Hermann Hesse) Nein! Für mich eher faszinierend ;) Dieselbe und dennoch im Jahresverlauf immer wieder andere Landschaft, präsentiert sich von ihrer geheimnisvollen Seite: Züge, die man nur hören und nicht wie sonst auch sehen kann. Nur „Jim Knopf“, der auf seiner Lokomotive vorbeifährt oder doch ein Zug? Ich liebe solche Walking-Runden, auch am Freitag, den 13.
„There’s a crack in everything, that’s how the light gets in“. (Leonard Cohen) Für mich ein sehr tröstlicher, hoffnungsvoller Satz, der Zukunft (immer wieder) möglich macht, solange man/ frau lebt.
„Das Glück liegt auf der Straße.“ – behauptet eine Redensart. Das Musikduo Rosenstolz hat darüber einen Song geschrieben und fragt:„Vielleicht liegt das Glück doch auf der StraßeHat’s da irgendwer gesucht?“ Ich suche ja nicht, sondern finde, sehe: Und unmittelbar daneben: Ein Straßenstillleben in Türkis – mit einer gewissen Alltagsästhetik – wenn man/ frau so will.
Genieße mäßig Füll und Segen, Vernunft sei überall zugegen, Wo Leben sich des Lebens freut. Dann ist Vergangenheit beständig, Das Künftige voraus lebendig, Der Augenblick ist Ewigkeit. (Johann Wolfgang v. Goethe)
… Keine Hand vors Gesicht.Komm, Zahnstöcherchen,Piek die PeinigerAus den Löcherchen!Schäme dich nicht,Denn du bist ein kluger Reiniger. Immer wacker gespießt!Wenn auch mal Blut fließt.Ich bin nicht bang.Gesegnete Mahlzeit beim letzten Gang. (Joachim Ringelnatz)
„Lesen stärkt die Seele.“(Voltaire) Nie ohne (m)ein Buch.
Wachsein ist alles. Es kommt die Nacht und keiner wird keinen erkennen. Haltet Wacht und laßt die Lampen brennen. Alles Werden ist wankend und ungewiß, aber alles Ziel ist Reife. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, auf daß sie es einst begreife. (Manfred Kyber)
(© Maxim Leo/Kat Menschik Galiani-Verlag) Wunderbar! Ein neuer Band aus der Reihe der Lieblingsbücher ist gerade erschienen:Nach „Das Haus“ ist ab heute „Junge aus West-Berlin“ zu erwerben. Maxim Leo erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem schüchternen Marc aus West- und der rothaarigen Nele aus Ostberlin, die sich im Sommer 1989 in Ostberlin über den Weg laufen. Die beiden erzählen – jeweils aus ihrer Ich-Perspektive von diesem Sommer, ihren Begegnungen, ihren Träumen und Begrenzungen. Marc kommt während einer Klassenfahrt 1977 das erste…