Sonntag, 5. Juli 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Bin nicht “in die Pilze gegangen”,
nur spazieren an der Mollbecke hier in der Nähe.
Es findet sich alles, was man braucht:
Feld, Wald, Wiesen und Wasser.

Und Wolken in vielen Formationen und Schattierungen.

Samstag, 4. Juli 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

„In ein Denknest fallen“

Freitag, 3. Juli 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (8)

Mag auch die Spieglung im Teich uns oft verschwimmen:
Wisse das Bild.


Erst in dem Doppelbereich
werden die Stimmen
ewig und mild

(Rainer Maria Rilke).

Donnerstag, 2. Juli 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Nach dem gestrigen Sommerregen

Du gehst. Und der Asphalt ist plötzlich nass
und plötzlich ist das Grün der Bäume neu
und ein Geruch wie von ganz frischem Heu
schlägt dir in dein Gesicht, das heiß und blass
auf diesen Regen wohl gewartet hat.

Die Gräser, welche staubig, müd und matt
sich bis zur Erde haben hingebeugt,
sehen beglückt die Schwalbe, welche nahe fleugt,
und scheinen plötzlich stolz zu sein.

Du aber gehst. Gehst einsam und allein
und weißt nicht, sollst du lachen oder weinen.
Und hier und da sind Sonnenstrahlen, welche scheinen,
als ginge sie der Regen gar nichts an.

(Meerbaum-Eisinger)

Mittwoch, 1. Juli 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Meine Augen voll Asche,
Meine Ohren haben die Töne verloren,
Bäume, Wind, Gestein,
Eure Sprache fällt mir nicht mehr ein.
Höre im Weltraum nur mich,
Mein wildes, hungerndes Ich.

(Max Dauthendey)

Sonntag, 28. Juni 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (6)

Verheißungsvolle Vorboten leckerer Zucchinis

Samstag, 27. Juni 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (6)

Sommerfäden finden sich auch im Haus

Da fliegt, als wir im Felde gehen,
Ein Sommerfaden über Land,
Ein leicht und licht Gespinst der Feen,
Und knüpft von mir zu ihr ein Band.


Ich nehm’ ihn für ein günstig Zeichen,
Ein Zeichen, wie die Lieb’ es braucht.
O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,
Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht!

(Ludwig Uhland)

Freitag, 26. Juni 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Lauer Sommerabend in Speckhorn – am Meer war’s dieses Jahr nicht möglich.

Es war an einem Sommerabend
Als er so saß am Meer allein
Die letzten schwachen Sonnenstrahlen
Wiegten in den Wellen zum Schlaf sich ein

Fernab von ihm liegt diese Welt
Die ihn zum Leben auserkoren
Jedoch allzu weit entfernt
Liegen Schätze, die ihm verborgen

Ganz sanft umhüllt ihn die Nacht
Die seine Augen schwerer macht
Wie in eine tiefe Gruft
Fällt er dann in ruhigen Schlaf

Die Zukunft sieht er nun
In die dunkle Nacht gehüllt
Eine Stimme von fern her hallt
Die Zeit ist nah, zu handeln bald

Der Tag ist wie die Nacht
Der dich trübselig macht
Willst du in Freuden leben
Musst du auch Liebe geben

Er sucht nun einen Weg
um die Menschen zu verstehen
auf allen seinen Wegen
will er nur Freude ihnen geben

Hinunter in das Meer
versank der Gegenwart Grauen
und er kann nun getrost
in die Zukunft schauen 

Ein neuer Tag brach für ihn an
er war des Lebens wieder froh
er sprang umher und freute sich
warum war es denn nicht immer so 

Getrost das Leben schreitet
zum ewigen Leben hin
von innerer Glut geweitet
verklärt sich unser Sinn

Die Sternenwelt wird zerfließen
zum goldenen Lebenswein
wir werden sie genießen
und selber Sterne sein

(Novalis)

Donnerstag, 25. Juni 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Man müßte so sich ineinanderlegen
wie Blütenblätter um die Staubgefäße:
so sehr ist überall das Ungemäße
und häuft sich an und stürzt sich uns entgegen.

Doch während wir uns aneinanderdrücken,
um nicht zu sehen, wie es ringsum naht,
kann es aus dir, kann es aus mir sich zücken:
denn unsre Seelen leben von Verrat.

(Rainer Maria Rilke)

Mittwoch, 24. Juni 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn …

(Christian Morgenstern)