Montag, 22. September 2014 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

Humor ist nicht eine Gabe des Geistes, sondern des Herzens.”

(Ludwig Börne)

Sonntag, 21. September 2014 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Es sind wohl die letzten Nostalgie dieses Jahres:

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Samstag, 20. September 2014 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen | Kommentare (0)

“Wir leben mit einer unterentwickelten Fähigkeit, über Konflikte und Gefühle zu sprechen.”
Das behauptet jedenfalls Dr. Rainer Tschechne in seinem Buch, Die Angst vor dem Glück.
Mit der Folge täglicher Missverständnisse:

“Da gibt es zum Beispiel die Gewohnheit, dem anderen nicht zu sagen, was man sich von ihm wünscht. Es folgt die Erwartung, dass er allerdings genau das, was man sich wünscht, tun möge. Wenn er nicht tut, was man ihm nicht gesagt hat, verhält er sich absolut folgerichtig. Der Verursacher dieser Situation ist aber stark enttäuscht.”(S.118f)

- natürlich von dem anderen, nicht von sich selbst.
Wie relativ einfach wäre es, Wünsche einfach gegenüber dem richtigen Adressaten auszusprechen.

Freitag, 19. September 2014 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

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Donnerstag, 18. September 2014 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Ein Lehrer beeinflusst die Ewigkeit;
er kann nie sagen, wo sein Einfluss aufhört.

(Henry Adams)

Donnerstag, 18. September 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Der innere Architekt
Wem’s in der Unterwelt zu still,
Wer oberhalb erscheinen will,
Der baut sich, je nach seiner Weise,
Ein sichtbarliches Wohngehäuse.
Er ist ein blinder Architekt,
Der selbst nicht weiß, was er bezweckt.
Dennoch verfertigt er genau
Sich kunstvoll seinen Leibesbau.
Und sollte mal was dran passieren,
Kann er’s verputzen und verschmieren,
Und ist er etwa gar ein solch
Geschicktes Tierlein wie der Molch,
Dann ist ihm alles einerlei,
Und wär’s ein Bein, er macht es neu.
Nur schad, daß, was so froh begründet,
So traurig mit der Zeit verschwindet,
Wie schließlich jeder Bau hienieden,
Sogar die stolzen Pyramiden!

(Wilhelm Busch)

Mittwoch, 17. September 2014 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

“Das Buch gegen den Tod” ist erst zwanzig Jahre nach Canettis eigenem Tod erschienen und von Peter von Matt mit einem Nachwort versehen worden.

Canettis Aufzeichnungen, Gedanken, Fragen, Aphorismen sind chronologisch geordnet. Sie beginnen mit Aufzeichnungen 1942 für das Totenbuch, das nach Canettis eigenen Aussagen paradoxerweise nur entstehen wird, “wenn das Wort ‘Tod’ darin sich vermeiden läßt.” und endet mit Aussagen aus dem Jahre 1994, dem Jahr, in dem Canetti gestorben ist:

“Es ist Zeit, mir wieder Dinge mitzuteilen. Ohne dieses Schreiben löse ich mich auf. Ich spüre, wie mein Leben sich in stumpfes, trübes Sinnen auflöst, weil ich nicht mehr Dinge über mich aufschreibe. Ich will versuchen, das zu ändern.”

Somit erhält der Leser natürlich auch Einsichten in Canettis Leben und Schreiben, was für ihn beinahe identisch zu sein scheint.

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Thema Tod wird zur Frage nach dem Umgang mit der Wahrheit, sich selbst und anderen gegenüber:

“Die Kleine will wissen, was Krieg ist. Da man über den Tod nicht zu viel zu ihr spricht (denn ihr steht in jüngsten Jahren der Tod ihres Vaters bevor) beschränkt man sich darauf, vom Krieg als einer Zeit zu sprechen, da es wenig zu essen gibt.
Das macht ihr mehr Eindruck, als wenn sie die Wahrheit erfahren hätte.”

Nur, woher weiß derjenige das, der diese Aussage tätigt?

Abgelöst werden längere Passagen von kurzen Aphorismen, eigenen Feststellungen :

Das Herz von Herbst zu Herbst tragen, bis es in den Blättern versinkt.
oder
Ich will niemanden mehr begraben. Dann schon besser selbst begraben zu werden.

Für mich ist es eine Art Lesebuch über das Thema Tod, das man immer mal wieder zur Hand nimmt, um darin zu blättern, sich Anregungen zu holen, an Sätzen hängen zu bleiben und zu versuchen, eine eigene Einstellung und Position zum Tod bzw. zum Leben zu entwickeln.

Elias Canetti, Das Buch gegen den Tod. Mit einem Nachwort von Peter von Matt, Hanser Verlag München 2014, 352 S., ISBN 978-3-446-24467-2

Dienstag, 16. September 2014 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgelesen | Kommentare (2)

Ich würde niemals in einen Club wollen, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt.

(Woody Allen)

Mit diesem Spruch wirbt der Verein der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale e.V.

Dienstag, 16. September 2014 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Gedichte, Rezensionen | Kommentare (0)

In diesem schmalen Band verarbeitet Irmgard Schreiner offensichtlich ihre zahlreichen Impressionen über Frankreich in Gedichten sehr unterschiedlicher Art und freut sich schon auf den nächsten Aufenthalt, der ihr dabei hilft, die “deutsche pedantische Zeit” zu vergessen. Das Gedicht “Guten Morgen Frankreich” liest sich fast wie eine “Einleitung” in die Facetten, die den Leser ihrer Gedichte erwarten:
Erinnern
den Duft
von croissants nature,
die zur Frühmesse
rufenden Glocken
von Notre Dame.
Bonjour Strasbourg!
Und Bilder
hinter der Stirn …
der lächelnde Engel vom Westportal,
das Ballet der Möven
an den Ufern der Ill,
printemps
au quai de Paris.

Sie beschließt:

Ich werde den “Maurice Ravel”,
ich werde den Nachtzug nehmen,
ich werde die Zeit verlernen,
die deutsche pedantische Zeit,

Frankreich, ich komme!

Von diesem Enthusiasmus sind auch ihre nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfassten Gedichte geprägt, gespickt mit zahlreichen Zitaten von und Erinnerungen an französische Schriftsteller, verwoben mit ihren eigenen Gedanken, Gefühlen und Impressionen:

An Julien Green I
Im sanften Rauchblau
eines Vormittags
deine Tagebücher
lesen:
verschleierte Oktoberwiesen,
goldbedreßt
von fallendem Herbstlaub,
in der blinden Gefangenschaft
des Nebels
“am geöffneten Fenster
den Fluß
der Jenseitigkeit
spüren” (Julien Green)
und die schimmernden Boote
der Befreiung.

Einige Male habe ich mich beim Lesen “klammheimlich” gefragt: Sind solche Erfahrungen, Impressionen nur in Frankreich möglich?

Irmgard Schreiner, Denk ich an Frankreich in der Nacht …, Gedichte, Frieling Verlag Berlin 2014, 48 S., ISBN 978-3-8280-3213-2

Montag, 15. September 2014 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (4)

Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse
das Leben
auf mich
regnen.

(Rahel Varnhagen)