Mittwoch, 20. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

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Der Mond. Dies Wort so ahnungsreich,
So treffend, weil es rund und weich –
Wer wäre wohl so kaltbedächtig,
So herzlos, hart und niederträchtig,
Daß es ihm nicht, wenn er es liest,
Sanftschauernd durch die Seele fließt? –

(Wilhelm Busch)

Dienstag, 19. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

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Es ist alles da, was für mich not-wendig ist!

Montag, 18. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Zitate | Kommentare (2)

Unsere Wirrnisse sind seit jeher ein Teil unserer Reichtümer gewesen, und wo wir vor ihrer Gewalt uns entsetzen, erschrecken wir doch nur vor ungeahnten Möglichkeiten und Spannungen unserer Kraft.

(Rainer Maria Rilke)

Sonntag, 17. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (3)

Hier wird dir unter 112 geholfen:
Durst wird gelöscht, Appetit angeregt, Hunger wird gestillt

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Samstag, 16. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (0)

Passend zum Kohlen-, Ruhrpott:
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Bearbeitet

Unbearbeitet sieht’s dann so aus;):
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GUTEN APPETIT!

Freitag, 15. Juli 2016 | Kategorie: Fotos | Kommentare (2)

Kunst im öffentlichen Raum: St. Peter Recklinghausen

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Die Ausstellung ist bis zum 25.9.2016 zu sehen, außerhalb der Gottesdienste zwischen 8-18 Uhr.

Donnerstag, 14. Juli 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos | Kommentare (1)

Auch wenn meine ersten Jahre in Freiheit steinig waren, … so ist doch inzwischen klar, dass ich alles habe, um in einer säkularen Gesellschaft zu leben. Ich habe meinen Platz in der Welt gefunden und bin wider alle Wahrscheinlichkeit in das Land zurückgekehrt, aus dem meine Familie so brutal hinausgeworfen wurde, und ich habe schließlich mein wahres Zuhause zurückerobert … Ich bin frei, ich selbst zu sein, und das fühlt sich gut an. Wenn irgendwer jemals versuchen sollte, Dir vorzuschreiben, etwas zu sein, was Du nicht bist, dann hoffe ich, dass auch Du den Mut findest, lautstark dagegen anzugehen.“

Diese Zeilen der Autorin Deborah Feldmann aus dem Epilog zur deutschsprachigen Ausgabe zeigen auf, was den Leser erwartet. „Unorthodox“ ist eine autobiografische Erzählung, die Erzählung ihrer Befreiung aus der Satmar Gemeinde in Williamsburg, New York.

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Dort wächst sie als chassidische Jüdin auf und ist gezwungen, nach den weltweit strengsten Regeln ultraorthodoxer Juden zu leben. Sie fühlt sich – vor allem als Mädchen, später als Frau – in jeder Hinsicht eingeschränkt, unterdrückt und unfrei, wogegen sie – zumindest – innerlich immer rebelliert hat. Das Schreiben dieses Buches ist ihre Möglichkeit, sich – auch noch einmal gedanklich – von ihrer Vergangenheit zu verabschieden und gleichzeitig anderen, unterdrückt Lebenden Mut zu machen, sich auf den Weg in ihr eigenes Leben zu wagen.

Bücher lesen, außer denen, die in der jüdischen Schule benutzt werden, ist ihr verboten. Für sie die größte Einschränkung. Bedeutet es doch, dass ihre Welt auf die Welt dieser Gemeinde mit ihren rigiden Regeln, den entsprechenden Sanktionen beschränkt ist und sie keine eigenständigen Gedanken, Ideen entwickeln darf. Doch heimlich geht sie in Bibliotheken und Buchläden, leiht sich Bücher aus, kauft sich die, die ihr besonders gut gefallen und muss sie vor ihrem Großvater und ihrer Großmutter, bei denen sie lebt, und später vor ihrem Ehemann verstecken. Keiner darf wissen, dass sie liest und was sie liest. Heimlich führt sie ein Tagebuch, da sie sonst niemanden hat, mit dem sie ihre Gedanken teilen kann.

Die mit siebzehn Jahren arrangierte Ehe ist für sie leider nicht der erhoffte Weg in die Freiheit. Im Gegenteil. Doch ihre Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben ist derart groß, dass sie nach der Geburt ihres Kindes beginnt, sich nach und nach, ziemlich zielgerichtet und systematisch – aber heimlich – aus der engen Welt zu verabschieden.

Ich „lebe mein anderes Leben heimlich, halte meine Gedanken und Meinungen in jenem Teil meines Hirns verschlossen, den ich für meine neue rebellische Identität reserviert habe.
Nach außen bleibe ich koscher und kleide mich sittsam, gebe vor, mich ganz und gar darum zu sorgen, eine unterwürfige chassidische Frau zu sein. Innerlich sehne ich mich danach, aus jeglicher Form auszubrechen, jegliche Barrieren niederzureißen, die je errichtet wurden, um mich davon abzuhalten zu sehen, zu wissen, Erfahrungen zu machen.
Mein Leben ist eine Übung im Verheimlichen, wobei das größte Geheimnis mein wahres Ich ist, und für mich ist es am allerwichtigsten geworden, dieses Ich vor Eli zu verbergen.“

Eli, ihr Ehemann, würde sicher alles daran setzen, sie von ihren Vorbereitungen für ein selbstständiges Leben abzubringen. Das würde für Deborah auch den Verlust ihres Kindes bedeuten, das sie auf keinen Fall in dieser Gemeinde lassen will, um ihm die einschränkenden rigiden Regeln, die es auch für Männer in dieser Gemeinde gibt, zu ersparen.

Mit fünfundzwanzig schafft sie es, sich scheiden zu lassen und ihr Kind zu behalten, etwas, was alle – sogar Scheidungsanwälte – für unmöglich gehalten haben. Der Tag ihrer Befreiung fällt mit dem Tag der Befreiung des jüdischen Volkes zusammen!

Heute lebt sie mit ihrem Kind in Berlin, tritt in Talkshows auf – etwa im Kölner Treff mit Bettina Böttinger – und erzählt dort, äußerst lebhaft von ihrem Leben und macht Mut, denn Frauenrechte und die Rechte der Kinder sind eine Herzensangelegenheit für sie.

Sie ist „frei, der Welt ihr wahres Gesicht zu zeigen“. Der Preis dafür ist sehr hoch gewesen. Aber sie hat sich gefunden und hat auch als Schriftstellerin, Kritikerin und Leserin ihr Zuhause gefunden. Die goldrot gehaltene Ausgabe mit rotem Lesebändchen ist empfehlenswert.

Deborah Feldmann, Unorthodox. Eine autobiografische Erzählung, 308 S., plus Epilog, Danksagung der Autorin und einem Glossar für die vielen im text vorkommenden jiddischen und hebräischen Ausdrücke, ISBN 987-3-905951-79-0

Mittwoch, 13. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

Das ist der Weltlauf!
Keins der Dinge hat Bestand.
(Euripides)

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Dienstag, 12. Juli 2016 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (2)

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Denn wir können die Kinder nach unserem Sinn nicht formen.
So wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben.
Sie erziehen auf’s Beste und jeglichen lassen gewähren,
denn der eine hat die, der andere andere Gaben.
Jeder braucht sie und jeder ist doch nur auf eigene Weise gut und glücklich.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Montag, 11. Juli 2016 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Fotos | Kommentare (2)

Warten auf die Ankunft. Wieder ist ein Jahr vorbei. Jeder in seinem Land, in seinem Job, in seiner Umgebung. Beim Essen langsames Herantasten an die Wünsche und Pläne für die kommenden Tage:
– gemeinsames morgendliches Walken vorm Frühstück

– neues Styling beim Friseur und ja, wie wäre es mit einer neuen Brille? Eine Zweitbrille ist definitiv sinnvoll! Und neue, passende Schuhe für das Outfit als Trauzeugin, wären auch nicht schlecht. Gar nicht so einfach bei so schmalen Füßen und genauen Vorstellungen.

– Ein Ausflug nach Marburg – für beide „alte Heimat“, verbunden mit vielen Erinnerungen, ach ja da gibt es ja auch einen hervorragend sortierten Dessousladen, sowie ein Geschäft für Tanzbedarf. Bei der letzten Hochzeitsfeier ist der Fächer liegen geblieben. Ersatz muss her. Ja und weil viele alte Bekannte tagsüber keine Zeit haben, muss eine Fahrkarte besorgt werden, weil der tschechische Gast erst am nächsten Tag mir dem Zug zurückfährt.

– Zwischendurch gemeinsame Einkäufe für tschechische Spezialitäten. Schön ist es, bekocht zu werden, nur den Tisch decken zu müssen – im Garten, weil’s mittlerweile Sommer geworden ist.

– Die Söhne kommen vorbei, bleiben unterschiedlich lang, gemeinsames Essen, Heiterkeit ob der sprachlichen Missverständnisse, denn nun ist noch ein litauischer Gast mit dabei, alle sprechen Englisch – irgendwie und so geht es munter hin und her.

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Foto: Raphael Raue

– zwischendurch Klaviermusik – alle Jahre wieder, sonst spielt hier leider keiner. Heiterkeit durchzieht die Räume und den Garten.

Die Woche ist schnell vorbei. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!