Samstag, 21. April 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Es sind nicht die berühmten Tulpen aus Amsterdam, es sind weiße Tulpen aus meinem Garten

die sich jetzt, für ein paar Tage königlich dem blauen Himmel entgegenstrecken.

Freitag, 20. April 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Heute Morgen: Vergissmeinnicht – soweit das Auge reicht

Es blüht ein schönes Blümchen
Auf unsrer grünen Au.
Sein Aug‘ ist wie der Himmel
So heiter und so blau.

Es weiß nicht viel zu reden
Und alles, was es spricht,
Ist immer nur dasselbe,
Ist nur: Vergissmeinnicht.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, die ersten beiden Strophen des Gedichtes „Vergissmeinnicht“)

Donnerstag, 19. April 2018 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Solche Tage gibt es augenscheinlich nicht nur in Romanen wie in Swifts „Festtag“:
„Es war März 1924. Es war nicht Juni, aber es war ein Tag wie im Juni.“

Gut, wir haben schon April – doch 28° im Schatten ist schon Sommer!!!
Ich genieße und vertreibe die Gedanken an das letzte Jahr, als ein paar Frostnächte so vieles hat erfrieren lassen. Ich kann’s ja eh nicht ändern.

Donnerstag, 19. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Der 30. März 1924 ist ein Sonntag. Ein in jeder Hinsicht besonderer Tag. Es ist Muttertag, damals Mothering Sunday genannt.

Jane ist Dienstbotin bei Mr. und Mrs. Niven und hat an dem Tag wie alle Dienstboten frei. Die Herrschaften nutzen den Tag in der Regel für Picknicks mit anderen Familien, da ihnen das Personal nicht zur Verfügung steht. Doch Jane ist Waise und ihr bleibt das Problem, wie sie „ihn verbringen sollte. Ein schmerzlich persönliches Problem. Das herrliche Wetter war da nicht unbedingt hilfreich. Im Gegenteil, es schien – zwei Wochen vor dem Ereignis – nur umso tiefere Schatten zu werfen.“ Sie sieht sich bereits in einem Buch lesend auf einer Bank sitzen. Sie hat nämlich die Erlaubnis, sich Bücher aus der Bibliothek der Nivens auszuleihen.

Dieses Ereignis ist die bevorstehende Heirat Paul Sheringhams mit Emma Hobday. Jane weiß um die Bedeutung: „Was immer sonst Paul Sheringham heiratete, er heiratete Geld. Vielleicht musste er das, so wie er sein eigenes Geld verschleuderte.“
Dennoch will Paul einen Teil dieses Sonntages mit Jane verbringen, sie möge bitte über den Hauptweg zum Haus kommen:

„Und was sie beide seit fast sieben Jahren taten, kostete, wie er ihr manchmal ins Gedächtnis rief, rein gar nichts. Nichts außer Verschwiegenheit, einem gewissen Risiko, einer Gewitztheit und dem ihnen beiden eigenen Talent, alldem gewachsen zu sein.
Aber das hier hatten sie noch nie getan. Sie war noch nie in seinem Bett gewesen – ein Einzelbett, aber breit. Auch nicht in seinem Zimmer, nicht in diesem Haus. Wenn es nichts kostete, dann war dies hier das größte Geschenk.“

Die Affäre ist kein übliches HerrundDienstbotenverhältnis, denn die beiden sind sich menschlich, intellektuell gewachsen und begegnen sich offensichtlich auf Augenhöhe, auch wenn Jane immer um ihren Status als Dienstmädchen weiß und auch aus dieser Perspektive erzählt. Sie hat eine klare Sicht auf die Verhältnisse, ist in der Lage, Dinge eindeutig beim Namen zu nennen und genießt die Verbindung zu Paul:
„Der Sonnenschein begrüßte ihre Nacktheit, er befreite ihr Tun von der Verschwiegenheit, obwohl es zutiefst geheim war. …Weide deine Augen, dachte sie wagemutig, wie eine eingeschmuggelte Schönheit.“

Und sie geht davon aus, dass es ihr letzter Tag sein wird. Wie sehr sie damit Recht hat, weiß sie in dem Moment allerdings noch nicht.

In die Erzählung dieses einen so unerhörten Sonntages, ist Janes Werdegang als Schriftstellerin gewoben:
„Jedenfalls war in ihr, nachdem sie Der Geheimagent gelesen hatte und obwohl es sicherlich töricht war, der geheime Wunsch gereift, Schriftstellerin zu werden. Sie war es ja gewohnt Geheimnisse zu haben.“

Ihr Ringen um ihre Sprache als Schriftstellerin, sowie ihre Gedanken über das Verhältnis von Wahrheit und Fiktion werden thematisiert. Letztendlich geht es ihrer Ansicht nach darum:
„dem, was das Leben ausmachte, treu zu sein, zu versuchen, genau das einzufangen, was Lebendigsein bedeutete, obwohl das nie gelang. Es ging darum, eine Sprache zu finden. Und es ging darum … der Tatsache treu zu sein, dass viele Dinge im Leben, oh, so viele mehr als wir uns vorstellen, nie erklärt werden können.“

Mir hat das Lesen dieses Romans, eigentlich ist es eher eine Novelle – wie auch Martin Ebel in der ‚Süddeutschen Zeitung‘ bemerkt – Lesespaß bereitet, vor allem weil die gesellschaftlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit sehr subtil und ohne erhobenen moralischen oder pädagogischen Zeigefinder in die Erzählung mit einfließen.

Zudem hat mir Jane imponiert. Sie scheint sich nie als Opfer zu sehen, sondern verantwortet ziemlich mutig ihr Leben und nutzt die sich ihr bietenden Chancen.

Graham Swift, Ein Festtag, Roman, a.d. Engl. v. Susanne Höbel, DTV München 2. Aufl. 2017, 142 S., ISBN 978-3-423-28110-2

Mittwoch, 18. April 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (4)

„Zweifel ist eine ganz besondere Triebfeder zur Reinigung des Geistes und dess Herzens. Zweifel, im richtigen Ausmaß, bringt große Klarheit, Freiheit. In den östlichen Religionen gehört das Zweifeln, das Infragestellen, zu den Voraussetzungen der Wahrheitsfindung, doch in der religiösen Kultur der westlichen Zivilisation ist Zweifel eine Bosheit des Teufels.“

(aus: Krishnamurti, Selbstgespräche, Das letzte Tagebuch, Grafing 4.Aufl. 2007, S. 98)

Dienstag, 17. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

„Wege, die sich kreuzen“ ist Tommi Kinnunens erster Roman, ein ungewöhnlich erzählter, sehr spannender Familienroman, in dem – im Gegensatz zu den sonst üblichen Romanen – die Frauen die dominante Rolle spielen.

Der Roman beginnt im Jahre 1996 im Gesundheitszentrum einer Kleinstadt im Norden Finnlands. Lahja, die Tochter Marias, einer unkonventionellen, emanzipierten, alleinerziehenden Hebamme, liegt im Sterben. Bei ihr sind ihr Sohn Johannes und seine Frau Kaarina, die Lahja immer noch siezt, obwohl sie mehr als vierzig Jahren in einem Haus gewohnt haben.

Vor Lahjas Augen steigen augenscheinlich Erinnerungsfetzen an ihren bereits verstorbenen Ehemann Onni und an ihre Mutter Maria auf. Lahja bittet ihren Mann um Verzeihung, für etwas, das der Leser aber zu diesem Zeitpunkt nicht einordnen und daher auch nicht verstehen kann. Und dennoch enthält dieses einleitende Kapitel die gesamte tragische Familiengeschichte – vom Ende des Romans her klar und verständlich.

Die vier großen Kapitel tragen die Namen derjenigen, deren Wege sich kreuzen. Da ist zunächst Maria, Hebamme von Beruf, unkonventionell, emanzipiert und alleinerziehend, von den meisten Bauern, zu deren Frauen sie gerufen werden, abgelehnt, denn sie hat kein Problem damit, ihnen die „Leviten“ zu lesen, damit sie ihre Frauen nach der Geburt zur Ruhe kommen lassen und sie nicht gleich wieder schwängern.

Sie ist der Meinung, „dass man niemanden brauchen sollte, weil er für irgendetwas gebraucht wird, sondern um seiner selbst Willen. Sie ist „zufrieden, dass sie sich an keinen Mann gebunden, aber dennoch ein Kind bekommen hat. Bei dem Gedanken, jemand könnte sie herumkommandieren, schaudert es sie, ebenso bei der Vorstellung, irgendein Dickwanst würde sie besteigen, wann immer es ihm beliebte, und auch sonst bestimmen, was sie zu tun hätte und in welchem Tempo.“

Lahja will sich nicht von ihrer Mutter ernähren lassen und ihren Lebensunterhalt als Fotografin bestreiten. Sie muss dafür kämpfen, überhaupt die Chance einer Lehrstelle zu bekommen. Die Vorurteile Frauen gegenüber sind immer noch immens. Doch sie schafft es, obwohl auch sie ein uneheliches Kind hat. Die drei leben in einem Haushalt und in einem eigenen Haus. Maria kümmert sich liebevoll um ihr Enkelkind. Lahja lernt Onno, ihren späteren Mann und liebevollen Vater ihrer beiden gemeinsamen Kinder Johannes und Helena, während ihrer Arbeit kennen.

Später kehrt Onno aus dem zweiten Weltkrieg zu Frau Kindern und der Schwiegermutter zurück, die wie viele in einer Erdhütte wohnen. Er verhält sich wie viele Männer:

„Schweigsam kehrten die Männer von den Fronten zurück. Ausdruckslos betrachteten sie das niedergebrannte Dorf, als wäre dessen Zerstörung ein selbstständiges Ereignis, losgelöst und unabhängig von dem Krieg, in dem sie gekämpft hatten. Das Ausmaß der Zerstörung war schwer zu begreifen.“

Er widmet sich mit all seinen Kräften und seiner Aufmerksamkeit dem Bau eines Hauses für sich, seine Familie und die Schwiegermutter und seinen Kindern, mit denen er sehr liebevoll und gerne zusammen ist. Es soll das größte und schönste, mit der besten Aussicht werden.
Offensichtlich bleibt nichts an Aufmerksamkeit und Zuneigung für seine Frau übrig. Onn scheint Geheimnisse zu haben. Eine heimliche Geliebte? Denn immer wieder zieht es ihn für in paar Tage in die größere Stadt.

Kaarina ist Johannes Frau, dem gemeinsamen Kind von Lahja und Onno, die nach der Hochzeit mit im Haus lebt. Sie beschreibt aus ihrer Perspektive das Zusammenleben dieser so ungewöhnlichen Familie. Die lebt zwar unter einem gemeinsamen Dach, doch das scheint schon beinahe alles an Gemeinsamkeit zu sein, mögen tun sich die Mitglieder nicht wirklich:

„Das gewaltige Haus hatte sich mit Stille und höflicher Rücksichtnahme gefüllt, wo eine offen stehende Tür vorsichtshalber leise zugemacht wurde. Zuletzt saß jeder auf seiner eigenen Bettkante, horchte auf die vorsichtigen Bewegungen der anderen und wartete darauf, dass jemand zu Besuch käme. Sich vielleicht zu einem aufs Bett setze und fragte, wie der Tag verlaufen sei. Doch nie schaute jemand vorbei, denn sie alle waren Gefangene der zugeschobenen, aber schlosslosen Türen.“

Onni ist dann der letzte, der durch seinen Beitrag zur Familiengeschichte Licht in die noch unausgeleuchteten Ecken dieser Familie bringt. Das Mosaik wird zunehmend zu einem vollständigen (Familien-) Bild mit tragischem Ausgang.

Der Roman ist sehr unprätentiös, die Handlung nicht einfach chronologisch linear erzählt. Die einleitenden Hinweise, die verschiedenen, klar subjektiven Perspektiven auf das Familienganze geben dem Leser die Chance, sich ein ein eigenes Bild zu machen bzw. das dargebotene Bild zu beurteilen, wenn er denn einen Standpunkt einnehmen will.
Das Tragische scheint mir zu sein, dass man jeden versteht und auch nachvollziehen kann, weshalb sie nicht wirklich in Kontakt kommen: Sie reden einfach nicht miteinander, über das, was sie im Inneren bewegt. Sie sind verstummt. Sie reden höchstens noch übereinander.

Ein ungewöhnlicher, äußerst lesenswerter unterhaltsamer Roman!

Tommi Kinnunen, Wege, die sich kreuzen, Roman, a.d. Finnischen v. Angela Plöger, DVA München 2018, 331 S., ISBN 978-3-421-04771-7

Montag, 16. April 2018 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (0)

Mein Tan-Gerät der Sparkasse funktioniert nicht mehr.
Nein, es nicht die Batterie.
Ich brauche unbedingt ein neues, da ich wichtige Termin-Überweisungen vornehmen muss.

Vor dem Gang zur Sparkasse, um eine neues Gerät zu holen, habe ich – wohl in weiser Voraussicht – in meiner Filiale angerufen.
Nein, ein neues könne ich bei ihnen nicht bekommen, schon seit mindestens zwei Jahren hätten sie keine mehr in den Filialen vorrätig, die müsse ich jetzt im Onlineshop der Sparkasse bestellen.

Toller Service!

Jetzt kann ich nur hoffen, dass ich da bin, wenn der Postbote kommt, denn sonst muss ich wieder in die Stadt fahren, um das Päckchen abzuholen – natürlich erst am nächsten Tag, liegt dann ein Wochenende dazwischen, verzögert es sich noch einmal.

Bei Filialschließungen wird man darauf hingewiesen, dass die geballte Kompetenz nun in der Hauptfiliale zu erleben ist ;)

Donnerstag, 12. April 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Der bekannte Fragebogen von Max Frisch ist nun in einer illustrierten Dünndruckausgabe im Hosentaschenformat von 10,5x15cm in der Edition Büchergilde erschienen. Man kann das Bändchen also jederzeit bei sich tragen und lesen, etwa um Wartezeiten – wo auch immer – sinnvoll zu füllen.

Max Frischs tiefsinnige elf Fragebögen mit jeweils 25 Fragen beziehen sich auf sehr existentielle menschliche Themen: Erhaltung des Menschengeschlechts, Ehe, Frauen, Hoffnung, Humor, Geld, Freundschaft, Vatersein, Heimat, Eigentum und Tod.

Die meisten Fragen sind nicht mal so eben oder einfach mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten:

1,23 Was fehlt Ihnen zum Glück?

9,3. Worauf könnten Sie eher verzichten:
a. auf Heimat?
b. auf Vaterland?
c. auf die Fremde?

oder
9,12. Wieviel Heimat brauchen Sie?

Vielleicht könnte Horst Seehofer – der neue Heimatminister – hier für sein neues Amt noch Anregungen finden ;)

Ergänzt werden die Fragebogenkapitel durch Bleistiftzeichnungen von Janne Holzmüller im Stil eines Daumenkinos. Sie stellt den Kapiteln Alltagsgegenstände voran, die die Vergänglichkeit und das Verrinnen von Zeit sichtbar machen: etwa durch eine Kerzen, die allmählich herabbrennt, einen Kastenkuchen, der langsam aufgeht, oder eine Pflanze, an der sich ein neues Blatt entwickelt. Denn:

„Es braucht Zeit, um über diese Fragen nachzudenken. Ich möchte den Prozess des Denkens und der verstreichenden Zeit in den Zeichnungen sichtbar machen. denn so wie es Zeit braucht, über etwas nachzudenken, braucht es Zeit etwas genauer anzusehen und zu zeichnen.“

Janne Holzmüller hat von zehn Studierenden der Hochschule Mainz die Jury der Büchergilde überzeugt, so dass sie diese Ausgabe illustriert hat. Herausgekommen ist ein bemerkenswertes, in der Handhabung auch alltagstaugliches Buch, das gut als Mitbringsel und für einen selbst als Möglichkeit der Entschleunigung des Innehaltens geeignet ist.

Max Frisch, Janne Holzmüller, Fragebogen, Edition Büchergilde, Frankfurt/M 2018, 320 S., ISBN 978-3-86406-090-8

Mittwoch, 11. April 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Tankas sind „lyrische Momentaufnahmen des Lebens“ im allgemeinen, aber auch der persönlicher Betoffenheit. Dieser Gedichtband enthält eine Auswahl von Gedichten, die – chronologisch gelesen – einen Überblick bzw. Einblick in das Leben und die seelischen Befindlichkeiten von Wakayama Bokusui möglich macht.

Natur wird zum Sinnbild seelischer Zustände, von menschlichen Erlebnissen:

Zwei Wolken
streben aufeinander zu
trennen sich wieder
schwinden dahin in die blaue Weite
des Frühlingshimmels

Wenn viele Berge
Flüsse überschritten sind
kommt wohl ein Land
wo Einsamkeit ein Ende hat
Auch heute geht die Reise weiter

Dabei werden auch Fragen nach dem Grund und den Sinn für sein Schreiben angesprochen:

Auch heute
dichte ich Verse
weiß nicht warum
getrieben von Sehnsüchten
Traurigkeiten

Mit Wehmut denke ich
zurück an meine Gedichte
jedes einzelne
ein Fußabdruck den ich
auf dieser Erde hinterlasse

Eltern, die Ehefrau und Kinder finden ebenso Erwähnung in den Gedichten, sind sie doch Teil seines Lebens, wie auch der Genuss von Sake und anderen alkoholischen Getränken:

Die Liebe des Vaters
wie ein schwarzer Vorhang
die Liebe der Mutter
einem Nagel ähnlich – ein Haus
dm Niedergang geweiht.

Ergänzt wird die Ausgabe mit Ausführungen zur Textauswahl dieser Textsammlung sowie zur Person des Dichters: „Wakayama Bokusui und die Entdeckung des modernen ‚Ich'“.

Wakayama Bokusui, In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter, Manesse Verlag, München 2018, 141 S., ISBN 978-3-7175-2452-6

Dienstag, 10. April 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Wir wollen in gegenseitigem Austausch
Gedichte des Ichs hervorbringen. Unsere
Gedichte sind nicht die Nachahmungen der
alten Dichter. Es sind unsere Gedichte.
Noch deutlicher: Es sind Gedichte, die
jeder einzelne aus sich heraus erfunden hat.

(Yosano Tekkan, aus: Wakayama Bokusui, In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter, Manesse Verlag München 2018, S. 133)