Mittwoch, 12. Juni 2019 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

„Jeder weiß selbst, dass ein gutes Beispiel gute Folgen hat. Sei nun du dieses gute Beispiel, dann wird es nicht mehr so sehr lang dauern und die anderen werden ihm folgen.

Immer mehr Menschen werden freundlicher und freigiebiger werden, bis endlich niemand mehr auf die Ärmeren herabsieht.

Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!

Wie herrlich, dass jeder, klein oder groß, direkt seinen Teil dazu beitragen, um Gerechtigkeit zu bringen und zu geben!

Öffne die Augen, sei selbst zuerst gerecht! Gib selbst, was zu geben ist!

Und immer ist etwas zu geben, wenn es auch nur Freundlichkeit ist! Niemand ist je vom Geben arm geworden“

(Anne Frank)

Montag, 10. Juni 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Worte, Zitate | Kommentare (6)

Sonntag, 9. Juni 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)


Lasst das Lärmen,
lasst die laute Stadt!
Wandert in die Weite,
trinkt euch augensatt!

Sehr die Knospen schwellen
heimlich Blatt für Blatt,
leuchtend wie ein Lächeln,
das noch Glauben hat.

Pfingsten! Lasst die Seele
tiefen Atem tun,
dass er ihr nicht fehle,
in sich selbst zu ruhn.

(Hermann Claudius)

Samstag, 8. Juni 2019 | Kategorie: Fotos | Kommentare (6)

Der hat mich nach meinem Urlaub zu Hause überrascht ;)

Freitag, 7. Juni 2019 | Kategorie: Fotos | Kommentare (8)

Donnerstag, 6. Juni 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (5)


So wie das letzte Grün in Farbentiegeln
sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln.

Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;

Verwaschnes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragnes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.

Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.

(Rainer Maria Rilke)

Mittwoch, 5. Juni 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)


Zum Gedenken an den 500. Jahrestag des Todes von Leonardo da Vinci hat die Büchergilde Gutenberg eine gekürzte Ausgabe von „Jede Erkenntnis beginnt mit den Sinnen. Die Aphorismen, Rätsel und Prophezeiungen“ herausgebracht. Eine kleine feine Ausgabe mit Lesebändchen im Taschenformat. Man kann es also immer dabei haben, wenn man weiß, dass man im Laufe des Tages warten muss. Aber auch auf dem Nachttisch macht es sich gut, denn in

„den labyrinthischen Gängen kann sich der Leser fei bewegen und sich nach seinem Geschmack auch neue Verwandtschaften oder Widersprüche unter den einzelnen Aussagen des Meisters ausfindig machen“ liest man im Vorwort.

„Vom Zusammenhang und Verhältnisspiel der Welt“
„Oftmals wird dasselbe Ding von zwei Gewalten angezogen, das heißt von der Notwendigkeit und der Macht. Es regnet das Wasser, die Erde saugt es auf, weil sie Feuchtigkeit nötig hat; und die Sonne zieht es in die Höhe, nicht aus Notwendigkeit, sondern durch ihre Macht.“

bis „Zu den großen Themen“
„Die Menschen und die Wörter sind Tatsachen. Und wenn dir, Maler, deine Gestalten nicht gelingen, dann bist du wie ein Redner, der seine Wörter nicht zu verwenden versteht.“

spannt sich er Bogen dieser meisterlichen Gedankenblitze – so der Untertitel.

Leonardo da Vinci, Wer wenig denkt, irrt viel. Meisterliche Gedankenblitze, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M. 2019, 69 S., ISBN 978-3-7632-7110-8

Dienstag, 4. Juni 2019 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (4)

Mögen die Grenzen, an die du stößt,
einen Weg für deine Träume offen lassen.

(Altirischer Segenswunsch)

Montag, 3. Juni 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)


Die Frage „Warum die Wahrheit sagen?“ setzt voraus, dass es so etwas wie Wahrheit gibt. Aber gibt es die überhaupt? Und wenn ja, was ist darunter zu verstehen?

Diesen nicht einfach zu beantwortenden Fragen geht Rainer Erlinger, Mediziner, Jurist und Publizist, in seinem Buch anhand literarischer, philosophischer Texte nach und begegnet weiteren Begriffen wie „Wahrhaftigkeit“, „Ehrlichkeit“ und „Aufrichtigkeit“. Bei dem Versuch, diese Begriffe voneinander abzugrenzen, „kommt man ins Schleudern. Es gibt keine allgemeingültigen Definitionen, schon gar nicht in unterschiedlichen Fachgebieten und über die Zeit hinweg.“

Weshalb vermittelt man dann Kindern dennoch immer noch:
„Du sollst nicht lügen.“
„Lügen haben kurze Beine.“
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“

Erlinger sieht in diesen Aufforderungen „keine echte Moral, sondern lediglich die Angst vor Strafe. Und mehr noch: Das Argument wirkt eigentlich nur gegen schlechte Lügen – es zieht nur, wenn die Lüge auffliegt.“

Warum macht es dennoch Sinn, die Wahrheit zu sagen, nicht zu lügen? Weil Lügen „Vertrauensverlust, die Störung, wenn nicht gar Zerstörung der Kommunikation und die Manipulation“ zur Folge haben:
„Die Lüge enttäuscht nicht nur das Vertrauen, das man in den Lügner hatte, sondern beschädigt auch das Vertrauen in die Kommunikation als Fundament des Zusammenlebens. Man fällt, in den Worten Hannah Arendts, ‚ins Bodenlose'“

Erlinger geht zudem auf die aktuellen politischen Tendenzen ein, die mit alternativen Fakten, mit fake news arbeiten, auf Trump, der sich nicht mit den Fragen von Wahrheit oder Unwahrheit befasst, sondern:
„Es fehlt ihm im Grunde ein Kriterium, das die Lüge und damit den Lügner kennzeichnet: die Absicht, etwas Falsches zu sagen, die unwahre Tatsache, mit der er das Gegenüber täuschen will. Er sagt etwas, ohne zu wissen, ob es stimmt oder nicht. Das einzige Kriterium, nach dem er das auswählt, was er sagt, ist salopp ausgedrückt, ob es ihm gerade in den Kram passt.“
Ist Trump also kein Lügner (im herkömmlichen Sinne)?

Erlinger schließt mit einem längeren Zitat Hannah Arendts, die die politischen Auswirkungen der Verachtung für Tatsachen so formuliert:
„Bevor die Massenführer die Macht in die Hände bekommen, die Wirklichkeit ihren Lügen anzugleichen, zeichnet sich ihre Propaganda durch bemerkenswerte Verachtung für Tatsachen überhaupt aus. In dieser Verachtung drückt sich bereits die Überzeugung aus, dass Tatsachen nur von dem abhängen, der die Macht hatte, sie zu etablieren.“

Sein Fazit lautet daher: „Wir müssen die Wahrheit verteidigen und auf ihr bestehen.“

Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen?, Dudenverlag, Berlin 2019, 143 S., ISBN 978-3-411-91271-1

Sonntag, 2. Juni 2019 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

„Sag das nicht, sag so etwas nicht! Ich hasse die Menschen, die sich klein machen und laufend reden von ihrem Unvermögen und von denen, die ihnen voraus sind. Der Mensch hat sein Schicksal selbst in Händen. Die Jammernden haben nie etwas gewagt, und dafür wurden sie eben bestraft.“

(aus: Hanns-Josef Ortheil, Die Nacht des Don Juan, München 2000, S. 169)

Tragödiensaufen
Wortdrechsler
Arienschmied
Ariensalat
Einfälle ’neben der Tür‘
Landschaftsanbeter
Donnerweibhüften
Landmüdigkeit
Glücksweinen

(ders.,a.a.O.)