Samstag, 24. August 2019 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Freitag, 23. August 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (4)

Zutaten: Sonne und Kristallkugeln am Fenster
und im richtigen Moment hingesehen und das Faszinierende festgehalten.

Euch einen bunten, fröhlichen Tag mit angenehmen Überraschungen.

Donnerstag, 22. August 2019 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Worte | Kommentare (2)

Königin von …


Königin der Herzen
Königin der Nacht
Königin des Südens


Bienenkönigin
Erdbeerkönigin
Kartoffelkönigin
Spargelkönigin
Schönheitskönigin
Schützenkönigin
Tabakkönigin
Weinkönigin

Sonntag, 18. August 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Humor ist sozusagen unser Senf des Lebens.
Er macht ein Stücklein trocken Brot zum Leibgericht.
Wer ihn nicht selbst besitzt, der hamstert ihn vergebens,
so hat man ihn entweder – oder hat ihn nicht.

(Fred Endrikat, (1890-1942) Der Humor, 1. Strophe seines Gedichts)

Samstag, 17. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Jörg Berger, Psychologe und Psychotherapeut in eigener Praxis, und Monika Bylitza, Kommunnikationstrainerin und Coach, haben ein gut lesbares, verständliches und klar strukturiertes Buch über “Stachlige Persönlichkeiten im Business” geschaffen.

In der Einleitung erhält man als Leser zunächst einen Überblick über die später im Buch detailliert besprochenen Persönlichkeiten:
Grenzüberschreiter, Blender, Energieräuber, Einschüchterer, Abwerter, Vermeider und Rächer, illustriert mit kleinformatigen Bildern der jeweiligen Persönlichkeiten von Thees Carstens.

Dann werden im Folgenden die jeweiligen Persönlichkeiten in in sich abgeschlossenen Kapiteln vorgestellt. Jeder kann sich demnach zunächst mit der Persönlichkeit beschäftigen, die ihn am meisten herausfordert. Man muss das Buch also nicht zwingend in chronologischer Reihenfolge lesen.

Der Aufbau der einzelnen Kapitel ist dann ähnlich. Die Persönlichkeiten werden in ihren verschiedenen Ausprägungen und Strategien detailierter vorgestellt. Sie erhalten einprägsame, humorvolle Namen wie: “Alfred der Zermürbungskrieger”, “Karo Kontroletti”, “Ursula, die Unentbehrliche”, “Karl, der Regelbrecher”, “Carola, die Neidische” etc. z.B. für diverse Typen von Grenzüberschreitern.
Aus psychologischer Perspektive erhält man dann Möglichkeiten, die jeweiligen Persönlichkeiten zu verstehen. Man erfährt mögliche Hintergründe und Ursachen für das jeweilige Verhalten und – durchgängig – den Hinweis, die jeweiligen Verhaltensweisen aller Typen möglichst nicht persönlich zu nehmen. Dadurch kann man sich die notwendige innere Distanz schaffen, um nicht sofort in die Reaktion zu gehen.

Den gängigen Scheiterstrategien werden danach sinnvollere, zielführendere Kommunikations- und Handlungsstrategien gegenübergestellt. Dabei verschweigen die beiden Autoren nicht, worin konkret die Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Betroffenen liegen.

Aus einer christlich geprägten Ethik wird anschließend noch – quasi von einer höheren Warte – darauf hingewiesen, wie diese Persönlichkeiten auch Herausforderungen für die eigene spirituelle Kraft und Mission sein können. Mit Bibelzitaten, meist das Leben Jesu betreffend, wird der Leser dazu animiert, eine christliche, menschliche Sicht auf die stachligen Persönlichkeiten zu entwickeln, die den Begegnungen, so schwierig und herausfordernd sie auch sein mögen, die Schwere, das Dramatische nehmen können.
Aufgabe, Ziel aller Bemühungen ist es, ein Betriebsklima zu schaffen oder zu erhalten, in dem nicht nur gerne, sondern auch effektiv gearbeitet werden kann.

Es ist nicht zuletzt ein lesenswertes Buch, weil es sicher auch sinnvolle Hinweise enthält, die man bei stachligen Persönlichkeiten im privaten Bereich berücksichtigen kann.

Jörg Berger, Monika Bylitza, Stachlige Persönlichkeiten im Business. Mit schwierigen Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten erfolgreich zusammenarbeiten, Verlag der Francke Buchhandlung, Marburg a.d.Lahn 2019, 172 S., ISBN 978-3-96362-059-1

Freitag, 16. August 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Hornissen, Wespen, Hummeln,
Wo die herum sich tummeln,
Da laß du das Necken
Mit Gerten und Stecken

Und wenn sie Pflaumen und Trauben
Benaschen auch und beklauben,
Honig den Bienen rauben,
Sie können sich rächen
Und können dich stechen.

Laß drum herum sich tummeln
Und summen
Und brummen
Hornissen, Wespen und Hummeln!

(Hoffmann von Fallersleben)

Donnerstag, 15. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

“Seit viel zu langer Zeit versuche ich, Philips Geschichte zu verstehen. Ich will das Geheimnis lüften, das in ihr verborgen ist. Ein ums andere Mal bin ich gescheitert und konnte das Rätsel jener Bilder nicht entschlüsseln, die mich heimsuchen, Bilder der Grausamkeit und der Komik, wie in jeder Erzählung, in der das Begehren auf den Tod trifft.
Ich weiß alles, und ich begreife nichts.”

So beginnt der Roman von Lukas Bärfuss, dem diesjährigen Preisträger des Georg-Büchner-Preises, der ihm am 2. November in Darmstadt verliehen wird. Es könnte der Beginn eines Krimis sein. Könnte, ist es aber nicht. Mit der Auflösung des “Falls”, einem Ergebnis also am Ende des Romans wartet der Roman auch nicht auf.

Philips Geschichte wird von einem allwissenden Ich-Erzähler geschildert, der der Person Philips merkwürdig nahe ist. Manchmal beschleicht einen sogar die Vermutung, dass der Ich-Erzähler und Philip identisch sind. “Wie oft waren wir schon hier, Philip und ich, saßen in diesem Wagen und schlugen uns die Nacht vom elften auf den zwölften März um die Ohren?“ Der Ich-Erzähler kennt die Abfolge der Ereignisse bis ins Detail, kennt den Tag, den Ort, den Zeitpunkt des Geschehen bzw. seinen Anfang, sein Ende:
“Auch die Ereignisse, die dazwischen liegen, sind geklärt … all dies liegt offen zu Tage. Die Umstände aber, die Bedingungen, die jene Ereignisse ermöglicht haben bleiben verborgen.”

Und was nun ist passiert? Philip wartet mit seinem “klugen Telefon” als Gefährten am 11. März um Viertel nach vier in einem Café auf einen Kunden, als die “Drehtür aus dem Warenhaus … auch ein Paar pflaumenblaue Ballerinas, zwei scheue Wiesel, verloren im Getrampel, in einer Stampede aus Halbschuhen und schweren Stiefeln schaufelt. Mehr sah er nicht, die Frau, die sich einen Weg durch die Menge suchte, bliebt unsichtbar.”

Philip meint, in einer ihrer Gesten eine Aufforderung zu lesen, ihr zu folgen. Und er folgt ihr, zunächst zu Fuß, per Bahn – ohne gültiges Ticket – bis zu ihrer Wohnung außerhalb der Stadt. Er wartet die ganze Nacht dort, lässt seine Termine und Verabredungen sausen, beobachtet das Haus und – ein wenig ängstlich – sein Handy, weil der Akkustand inzwischen sehr niedrig ist, sein Ladekabel, sein Portemonnaie etc. aber unerreichbar im Wagen liegen. Dennoch will er seinen Beobachtungsposten nicht verlassen. Am nächsten Morgen folgt er ihr erneut, verliert beim Verlassen der Bahn, einen Schuh und folgt ihr ab da mit nur einem Schuh. Was eine Gedankenkasskade auslöst.

Der Roman zeigt, wie Philip zunehmend aus der Zeit, aus seiner Routine, seinem Leben fällt, sich im Aussehen einem Obdachlosen annähert, über die er bisher eher abfällig gedacht hat.

Arm an äußerer Handlung gelangt man in den Kopf des Protagonisten und ist mit seinen Gedanken, Spekulationen über sich, die Frau, ihr Leben, mit den Spekulationen des Ich-Erzählers über Philip konfrontiert, der dann immer wieder resigniert: “Ich gab auf und ließ ihn ziehen.” Eine große Anzahl der Sätze sind Fragen. Seitenlang Fragen, Fragen, Fragen, gespickt mit dem Wort “vielleicht”, oft mit dem entsprechenden Konjunktiv, wenn’s um seine Träume, Hoffnungen geht.

Der Autor schafft es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Man ertappt sich dabei, wie man – ähnlich dem Lesen eines Krimis – wissen will, wie es weiter geht. Man ist konfrontiert mit seinen eigen, sich nahezu automatisch einsetzenden Wertungen und dem Suchen nach Antworten, was nun genau Philip dazu bewogen hat, der Frau zu folgen, und das mit all den Konsequenzen, die sein Verhalten für ihn hat. Aus dem anfänglichen Spaß oder Spiel, jemandem zu folgen und zu sehen, wohin er geht, wird ein kaum nachvollziehbarer Ernst. Etwas, das einem mit dem Erzähler verbindet, der am Ende des Romans konstatiert: “Dies ist das Ende, und hier will ich beginnen.” Ein ungewöhnlicher, sehr spezieller, aber lesenswerter Roman.

Lukas Bärfuss, HAGARD, btb Verlag, München 2019, 173 S., ISBN 978-3-442-71669-2

Mittwoch, 14. August 2019 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Seh’ die Schattenwelt auf Erden
rings vergehen,
fühle alles spurlos werden
und vergehen.

(Zeilen aus dem Gedicht “Schattenleben v. Martin Greif 1839-1911)

Dienstag, 13. August 2019 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Eine Spiegelung der anderen Art.

Montag, 12. August 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Der Untertitel ist verheißungsvoll: “Sex, der Frauen und Männer wirklich glücklich macht.” Aha. Wer will das nicht.
Wer jetzt aber glaubt, eine einfache Anleitung mit vielleicht anregenden Bildern, in den Händen zu halten, wird sicher bitter enttäuscht werden.

Denn zunächst räumen die beiden AutorInnen lang und breit damit auf, was genau Slow Sex nicht ist. Mag vielleicht notwendig sein, war für mich aber eher zu langatmig und letztendlich auch langweilig. Ich will ja auch nicht in einem Geschäft lang und breit erzählt bekommen, was nicht da ist, sonder ob ich das, was ich suche, auch bekommen kann.

Man/frau muss sich bis ca. Seite 70 gedulden, um dann “Die Slow Sex-Praxis Schritt für Schritt” erklärt zu bekommen. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch System, vorbereitenden Charakter sozusagen, um mitzubekommen, ob man überhaupt bereit für Slow Sex ist. Denn die drei Grundprinzipien im Slow Sex sind:

1. Entspannung: das heißt, muskulär entspannt zu sein und Kopfkino und Erwartungen loszulassen.
2. Achtsamkeit: das heißt, darauf zu achten, was im Moment wirklich “da” ist.
3. Absichtslosigkeit: das heißt, keine Ziele zu verfolgen und nur das zutun, was sich aus der Situation heraus ergibt.

Und die entscheidende Testfrage, ob man nun wirklich Slow Sex hat oder eher doch wieder/ noch konventionellen, d.h. möglichst auf den Orgasmus beider Partner zielenden Sex, lautet:
“Kann ich jetzt mit dem Sex aufhören und glücklich sein?”

Achtsam sein mit mir selbst und mit meinem Gegenüber. Das ist das Entscheidende. Was ist möglich, was fühlt sich gut an, bin ich präsent in der Gegenwart eines anderen? Und kann ich das überhaupt, nur da-sein, nackt sein – auch im übertragenen Sinn, mich zeigen, wie ich bin? Für mich ein nachdenkenswerter Ansatz in einer Zeit des Immer-Höher-Schneller-Weiter. Dazu findet man interessante, nachdenkenswerte, auch bedenkenswerte Anregungen, sowie praktische Tipps.

Dass man aber – im Zeitalter von Aids und vermehrtem Auftreten von Geschlechtskrankheiten – für eine doch ziemlich wichtige Frage: “Kondome beim Slow Sex” nichts findet außer den Hinweis auf einen – von den Autoren verfassten – Onlinekurs und ihre Sex-Videothek mit der Begründung, man habe dieses Buch kompakt halten wollen, finde ich nicht vertretbar.

Yella und Samuel Cremer, Liebe würde Slow Sex machen. Sex, der Frauen und Männer wirklich glücklich macht, LoveBase Media, Stockeldsorf 2019, 197 S., ISBN 978-3-9820850-2-9