Mittwoch, 12. August 2020 | Kategorie: Zitate | Kommentare (1)

Es gibt nur zwei Arten, sein Leben zu leben.
Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so,
als wäre alles ein Wunder.
Ich glaube an Letzteres.

(Albert Einstein)

Dienstag, 11. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

„Du kannst dein Jetzt zerstören, indem du dir Sorgen um morgen machst.”
( Janis Joplin)

Montag, 10. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Lesen geht (fast) immer.

Von der Poesie sucht Kunde
Mancher im gelehrten Buch,
Nur des Lebens schöne Runde
Lehret dich den Zauberspruch;
Doch in stillgeweihter Stunde
Will das Buch erschlossen sein,
Und so blick ich heut hinein,
Wie ein Kind im Frühlingswetter
Fröhlich Bilderbücher blättert,
Und es schweift der Sonnenschein
Auf den buntgemalten Lettern,
Und gelinde weht der Wind
Durch die Blumen, durch das Herz
Alte Freuden, alten Schmerz –
Weinen möcht ich, wie ein Kind!

(Joseph von Eichendorff)

Sonntag, 9. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Feuer vom Feuer.
Es war Pflicht, jedem zu gestatten, an seinem Feuer sich selbst Feuer anzuzünden.

(Marcus Tullio Cicero)

Samstag, 8. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

“North of the Paradise” ist der dritte Ludwig Licht Thriller nach “West of Liberty” und “South of Hell”. Licht lebt mittlerweile in Little Havana, Florida, USA, nur fünfzig Meer von seinem Stammlokal entfernt. Er bezeichnet sich selbst als Säufer, der schon morgens gegen den “beunruhigend niedrigen Alkoholpegel seines Blutes” antrinken muss, trotz seiner Kopfschmerzen:

“Aus der linken Badetasche seines Bademantels nahm er zwei Aspirin und warf sie in die Bierflasche, in der es zischte und schäumte. Genüsslich schlürfte er den Schaum in sich hinein und schloss die Augen. Dann plante er einen weiteren vollkommen sinnlosen Tag seiner eigenen Endlagerung.”

Bei einem Bombenanschlag sind ein Angestellter eines Lokals und zwei Männer, die zur Führung des militanten Teils des exilkubanischen Bewegung FRPF gehören, ums Leben gekommen. Licht erfährt davon aus der Zeitung. Kurz darauf erhält er einen neuen Auftrag von seinem ehemaligen CIA Chef, jetzt privater Securityboss mit Kontakten zum CIA und FBI, die ihn immer dann in Anspruch nehmen, wenn sie selbst nicht in Erscheinung treten wollen. Licht soll den Fall aufklären und gerät in ein lebensgefährliches internationales Machtspiel um Kuba, an dem auch Russland beteiligt ist.

Alte Bekannte tauchen wieder auf, so Faye Morris, die mittlerweile als Anführerin des Whistleblower-Netzwerkes Hydraleaks auf Kuba um politisches Asyl gebeten hat, und Cathy Marcelas, die in “South of Hell” die Aufklärungsdrohnen geflogen hat. Mit ihr zusammen führt Licht seinen Auftrag aus, denn er ist – wieder einmal – in Geldnöten.

Als kritischer Leser fragt man sich, wie er in der Lage sein soll, diesen gefährlichen Aufklärungsauftrag anzunehmen. Doch langjährige Berufserfahrungen, einen guten Instinkt und jede Menge gut dosiert eingeworfene Amphetamine und Bier scheinen seine Kräfte und Einsatzfähigkeit zu mobilisieren, um den Bombenanschlag erfolgreich aufzuklären und die dabei auftretenden Gefahren und Bedrohungen zu überwinden.

Ein spannender, gut lesbarer Thriller, wenn man ein gutes Namengedächtnis hat. “East of the Inferno” schließt dann als 4. Band die Ludwig Licht Reihe ab.

Thømas Engström, North of Paradise, Ein Ludwig-Licht-Thriller, C.Bertelmann Verlag, München 2020, 299 S., ISBN 978-3-570-1030-6

Freitag, 7. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (6)

Wie ward Dir Specht, so große Kraft!
Von Deinem Klopfen tönt der ganze Schaft
der hohlen Kiefer. Wär auch mir vergönnt,
daß ich die Menschen so durchdringen könnt.

(Christian Morgenstern)

Donnerstag, 6. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Das darf jetzt sein, das ist jetzt einfach dran.

Nach dem Feuer
gebe ich mich nun
der Luft, dem Licht hin
lasse Leichtigkeit
sich ausbreiten
genieße die Sommerwärme
den Windhauch
das Plätschern des Wassers im Hintergrund.

Wären da nur nicht so viele Wespen.
Irgendwas ist aber auch immer.
(© mona lisa)

Mittwoch, 5. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Das war dann noch der angenehmere Teil: Altlasten bei Vollmond dem Feuer übergeben

Altlasten entsorgen
in Gestalt vieler Aktenordner,
die aus unterschiedlichen Gründen gelagert werden mussten,
ist eine riesige Herausforderung
ob der Menge,
des Gewichts,
der korrekten Trennung des Mülls
des Abtransportes,
der mehrfachen Fahrten zur Wertstoffsammelstelle
des Staubs, den man dabei verschluckt
der Emotionen, die einen aus den Dokumenten anspringen –
gepaart mit emotional aufgeladenen eigenen Erinnerungen
und der Frage: War es das wert?

Falsche Frage.
Vergangenheit ist nicht mehr veränderbar
nur Gegenwart noch erlebbar.
Die gilt es nun zu genießen
zumindest ohne die äußeren Altlasten.

Die zutage getretenen inneren
bedürfen noch einer sehr sensiblen Beachtung
begleitet von
Annehmen
Verstehen
Akzeptieren
und Vergeben,

vor allem auch sich selbst.

(© mona lisa)

Dienstag, 4. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Kate Aitken, eine junge Journalistin, will nach einem #meetoo Skandal New York verlassen. Sie hat weder Lust, noch Kraft, noch letztendlich eine echte Chance, in ihrer alten Umgebung neu anzufangen. Sie will und braucht aber Abstand – räumlich und emotional – zu dem, was war.

Das, was ihr passiert ist, bleibt lange vage, wird immer wieder nur angedeutet. Nach und nach erfährt man mehr Details, so dass allmählich, parallel zur eigentlichen Handlung, auch Kates Geschichte Gestalt annimmt.

Sie hat einen Job als Archivarin bei Theo Brand, dem Sohn der international bekannten Fotografin Miranda Brand angenommen, der nach dem Tod seines Vaters – lange nach Mirandas nicht wirklich aufgeklärtem Tod – Hilfe bei der Sichtung des Nachlasses braucht.

Kate Aitken kommt zunächst bei einem Onkel und einer Tante unter und beginnt den Job einer Archivarin im Hause Brands. Es gibt viel zu sichten und zu ordnen, da Miranda nahezu alles aufgehoben hat: (Arbeits-)Notizen, Briefe, Einkaufszettel, Kassenbons und sonstige Quittungen, die nach und nach das Porträt einer in viele Kämpfe verwickelten Künstlerin in einer von Männern dominierten (Kunst-) Welt entstehen lässt, die auch privat arge Schwierigkeiten in ihrer Ehe hatte, vor allem nach der Geburt ihres Sohnes Theo, in dessen Folge ihr Ehemann sie in eine Anstalt hat einliefern lassen, in der Elektroschocks als Therapieformen noch an der Tagesordnung waren.

Theo Brand verhält sich Kate gegenüber sehr reserviert, im Gegensatz zu seinen Kindern. Er begegnet ihr gegenüber sehr skeptisch und verbietet ihr, außer dem Arbeitszimmer seiner Mutter noch weitere Räume zu betreten. Aber gerade das entfacht Kates Neugier, die dann in Abwesenheit Theos Brands bei einem Streifzug durchs Haus Miranda Brands Tagebücher findet, die er vor ihr versteck hat. Heimlich liest sie diese Aufzeichnungen und erhält Einblick in die innere, die eigentliche Welt Miranda Brands.

Dass sich dann – wie könnte es in einem amerikanischen Roman auch anders sein – noch eine Affäre zwischen Kate und Theo entwickelt, die offensichtlich die Spannung noch erhöhen soll, da länger nicht klar ist, ob Mirandas Tod Mord oder Selbstmord und ob Theo daran beteiligt war oder nicht, hätte für meinen Geschmack nicht mehr sein müssen.

Die Konzentration auf das schwierige Frauenleben Mirandas und die immer noch bestehenden Schwierigkeiten heutiger Frauen im (Arbeits-) Leben hätte dem Roman sicher mehr Schärfe und Kontur gegeben.

Sara Sligar, Alles, was zu mir gehört. a.d. Engl. v. Ulrike Braus, Roman, hanserblau, Müchen 2020, 431 S., ISBN 978-3-446-26635-3

Montag, 3. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (8)

Aus der Zeit gefallen sein – dieses Gefühl stellt sich manchmal beim Blick in die Unendlichkeit des Himmels ein.