Mittwoch, 14. Januar 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Axel Steen ist Vizekriminalkommissar in Nørrebro, die er wie seine Westentasche kennt, und der erfolgreichste Ermittler des Kommissariats. Seit einiger Zeit muss er unter Jens Jessen, dem neunen Mann seiner Exfrau arbeiten.

Die Konflikte sind also vorprogrammiert. Aber nicht nur deswegen. Steen, der sich selbst als “Haschischwrack”, “gewalttätigen Psychopathen” und von “ständiger Todesangst verfolgten Workoholic” bezeichnet, ermittelt immer wieder an der Grenze der Legalität oder auch darüber hinaus, wenn er es für richtig hält, gepuscht von seinem scheinbar untrüglichen Instinkt, der ihn wie einen Bluthund an dem Fall dranbleiben lässt. Seine Kollegen bekommen sein “Temperament”, immer wieder zu spüren, müssen seine direkte, oft grobe Art und Sprache aushalten.

“Dass es ihn bisher nicht den Job gekostet hatte, war seiner Aufklärungsquote zu verdanken. Er wusste, er arbeitete auf Kredit, und er wusste, dass er dem Zahltag sehr nahe kam.”

Erinnerungen an Horst Schimanski werden wach. Auch das Privatleben der beiden ist ähnlich chaotisch, nur hat Steen eine Tochter, Emma, an der er sehr hängt und die er nur sehr selten sieht, weil seine Exfrau in Haag arbeitet.

Man mag solche Typen oder man mag sie nicht.

Die spannungsreiche Handlung beginnt mit einem Prolog, in dem der unaufgekärte Mord an Marie Schmidt im Jahr 2004 zur Sprache kommt, der Steen seitdem “im Magen liegt”, den er unbedingt aufklären will.

Ein vier Wochen zurückliegender Vergewaltigungsfall, stellt offensichtlich eine Verbindung zu dem Mord her. Steens Ermittlerinstinkt erwacht und er arbeitet wie ein Berserker. Immer mehr unaufgekärte Vergewaltigungsfälle lassen irgendwann nur noch einen Schluss zu, dass es ein Serientäter sein muss. Aber, ob der auch den Mord zu verantworten hat? Die Ermittlungsmaschinerie arbeitet auf Hochtouren und ist plötzlich mit ihrer eigenen Achillesferse konfrontiert.

Zahlreiche Nebenhandlungen halten bzw. erhöhen als eine Art retardierendes Moment die Spannung dieses Krimis, in dem auch die Vergewaltigungsopfer und die Folgen für ihr weiteres Leben zur Sprache kommen.

Ein spannender Krimi, der menschliche Abründe auftut, und die Frage, ob solche Täter (noch) Menschen sind, zwar stellt, aber nicht beantwortet.

Jesper Stein, WEISSGLUT. Ein Fall für Kommissar Steen, Kiepenheuer&Witsch Verlag, Köln 2015, 411 S., ISBN 978-3-462-04696-0

Dienstag, 13. Januar 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ein kleines Steinchen rollte munter
Von einem hohen Berg herunter.

Und als es durch den Schnee so rollte,
Ward es viel größer als es wollte.

Da sprach der Stein mit stolzer Miene:
‘Jetzt bin ich eine Schneelawine’.

Er riß im Rollen noch ein Haus
Und sieben große Bäume aus.

Dann rollte er ins Meer hinein,
Und dort versank der kleine Stein.

(Joachim Ringelnatz)

Montag, 12. Januar 2015 | Kategorie: Alltägliches, Aufgelesen | Kommentare (0)

ich schmiede Pläne
große, kleine, laute, geheime
manche sind Wunsch, weitere Sehnsucht
doch nicht mein Wille geschehe
ich lasse die Stunden, Sekunden zerrinnen
ich sammle das Jetzt
das eine ist gelb, heiter, leicht
das andere eher trübe, dunkel und matt
dann kommt eines in Lila, es ist leise und still
die Wut tönt hellrot und der Zweifel ist grau
ich sammle Momente in Farben und Formen
am Ende des Tages sehe ich klar

(Kirsten Westhuis, in: Andere Zeiten e.V. Magazin zum Kirchenjahr 1/201)

Sonntag, 11. Januar 2015 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (1)

“Mein einziges Hobby, meine einzige Hoffnung war das Lesen. Lies weiter, dachte ich, und du wirst irgendwann in diese Welt gelangen, Blue, irgendwann wird das Lesen dein Herz so sehr ausfüllen, dass es zerspringt und über den Regenbogen ins Land Oz schwebt und dich mitnimmt. Wenn du deine Traurigkeit überleben willst, dann lies. …
Ich bin in ein Buch verliebt. Sonst nichts.”

(aus: S.d. Winter, Die Geschichte von Blue, Diogenes Zürich 2014, S. 39)

Samstag, 10. Januar 2015 | Kategorie: Alltägliches, Zitate | Kommentare (4)

Jeder Mensch darf selbst entscheiden,
ob er etwas verändert oder nicht.
Er sollte nur alle Möglichkeiten
und den Preis der Entscheidungen kennen.

(Sabine Asgodom, Coaching-Impuls v. 9.1.)

Freitag, 9. Januar 2015 | Kategorie: Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (1)

“Wenn du zum Beispiel am Nachmittag um vier kommst, kann ich um drei anfangen, glücklich zu sein.”
(Sagt der Fuchs zum kleinen Prinz im gleichnamigen Roman von Antoine de Saint-Exupéry)

Donnerstag, 8. Januar 2015 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Das sind die Reste eines Blumenstraußes, den ich zum Ende des letzten Jahres geschenkt bekommen habe:

IMG_1341.JPG

Mittwoch, 7. Januar 2015 | Kategorie: Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (4)

Es gibt nur zwei Tage,
an denen man gar nichts tun kann:
der eine heißt gestern
der andere heißt morgen;
also ist heute der richtige Tag,
um zu lieben,
zu glauben,
zu handeln
und vor allem zu leben.

(Dalai Lama)

Dienstag, 6. Januar 2015 | Kategorie: Alltägliches, Aufgelesen | Kommentare (2)

Hinfallen
Aufrappeln
Krone richten
Weitergehen

Montag, 5. Januar 2015 | Kategorie: Alltägliches, Zitate | Kommentare (2)

Das neue Jahr hat solange eine weiße Weste,
bis man sie anzieht.

(Hans Fallada)