Axel Hacke, Sprachgeschichten

Deutschland – ein Land mit ausgeprägtem “Wiederver-wertungsgedanken”, zahlreichen Wertstoffhöfen und diversen Tonnen für die privaten Haushalte. Aber eine Tonne für (wiederverwertbare) Sprachabfälle?
Axel Hacke hat in seinem Büro “ein Eckchen für Sprachabfälle” eingerichtet, die er nicht mehr benötigt: “leere Floskeln, hohle Sprüche, zu oft verwendete Wörter, verbrauchte Sätze”. Und Axel Hacke wäre nicht Axel Hacke, wenn er beim (Aus-) Sortieren nicht auch Wörter fände, mit denen er mehr oder weniger kleine, ironisch, bissige, anrührende Geschichten erzählt. Natürlich kommen dann auch Wörter zum Vorschein, die ihm besonders ans Herz gewachsen sind: “Alpen-hauptkamm” ist eins dieser Wörter: “Manchmal bilde ich mir ein, ich wohne nur deswegen in München, weil ich in Norddeutschland dieses Wort viel zu selten hören würde.” Dieses nur 45seitige, fein illustrierte Bändchen ist ein schönes Mitbringsel für Sprachliebhaber.

Axel Hacke, Sprachgeschichten von ÄH bis Zeitfenster, München 2008, 45 S., ISBN 978-3-88897-570-7

Datum: 9. Mai 2011
Themengebiet: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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