Zsuzsa Bánk, Heißester Sommer

Zum heißesten Tag im Sommer die passende Lektüre? Am besten gelesen im Schatten, genug Flüssigkeit in Reichweite, vom Wind umweht:
In „Heißester Sommer“ erzählt Zsuzsa Bánk von Lisa, die für einige Stunden in das italienische Dorf zurückkehrt, das ihre Mutter einst als junge Frau verlassen hat und in das sie nie wieder zurückgekehrt ist.
Wir lesen von der Begegnung zwischen Anna und Zsóka, die sich erst nach Jahren wieder sehen, lange nachdem Anna die Stadt verlassen hat. Es schließt sich ein intensiver Briefwechsel zwischen beiden an, der dann aber abrupt aufhört. Als Anna einen dünnen gelben Umschlag mit einem Telegramm erhält, wird ihr klar, dass das letzte Treffen ihr „Letzter Sonntag“ war.

„Heißester Sommer“ sind feinfühlig erzählte Geschichten von Abschieden.
Zu tiefsinnig für den heißesten Tag des Jahres? Vielleicht. Vielleicht aber auch Anlass, das Hier und Jetzt zu genießen, weil man nie genau wissen kann, wann das Glück sich von einem verabschiedet.

Zsuzsa Bank, Heißester Sommer, Erzählungen, 2. Aufl. Frankfurt/M 2012, 152 S., ISBN 978-3-596-17072-2

Datum: 19. August 2012
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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2 Kommentare

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    […] nach Schatten und Abkühlung Heißeste Sommererzählungen lassen das eigene Glück genießen mit kühlen Getränken unterm […]

  2. 2

    […] Roman „Die hellen Tage“ und den Erzählband „Heißester Sommer“ habe ich mit Begeisterung gelesen und rezensiert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den […]

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