Martin Horváth, Mein Name ist Judith
Selten stimme ich den Bewertungen auf dem Klappentext eines Buches zu. Dieses Mal schon: „Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit – ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-Vergessen-Können.“ Der Prolog führt den Leser sehr komprimiert in den gesamten Inhalt dieses vielschichtigen Romans ein: „Zu der Zeit, als diese Geschichte über mich hereinbrach, lebte ich unter Geistern. Manche…