Samstag, 15. November 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Kommissar Van Veeteren hat es in diesem Fall mit dem spurlosen Verschwinden von zwei kleinen Mädchen aus einem Ferienlager zu tun. Eine Frau, die nicht erkannt werden will und deshalb am Telefon ihren Namen auch nicht nennt, zeigt das Verschwinden der Mädchen an. Kurz darauf werden die beiden Mädchen ermordet aufgefunden. Alle Hinweise deuten drauf hin, dass es sich um denselben Täter handelt. Van Veeteren begegnet im Verlauf seiner Ermittlungen dem Leiter dieses Ferienlagers, einem Sektenführer, vor dem offensichtlich nicht nur die Mädchen, sondern auch die Betreuerinnen Angst haben und deshalb schweigen. Die Mauer des Schweigens scheint unüberwindlich. Der Leser ist ...weiterlesen...


Montag, 10. November 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

In den Ankündigungen des hiesigen Bildungszentrums habe ich von einer Lesung der Deutsch-Türkin Hatice Akyün erfahren, die ihr neues Buch "Ali zum Dessert" vorstellen wollte. Bei einem Besuch in einer Buchhandlung habe ich nach ihrem ersten Buch gefragt und "Einmal Hans mit scharfer Soße" gekauft. Der Klappentext auf der Rückseite des Buches hat mich an Jan Weilers "Maria ihm schmeckt's nicht" erinnert, ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Um so größer war meine Ent-Täuschung beim Lesen dieses Buches, das so gar nicht an das von Weiler heranreicht. Sicher, der Leser bekommt schon mit, dass sich Hatice ...weiterlesen...


Samstag, 1. November 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Wildgans, "Herbstzeitlose" würde ich auch meinem Wortschatz hinzufügen, ein verheißungsvolles Wort. weiterlesen...


Dienstag, 28. Oktober 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Der Roman "Sarahs Schlüssel" erzählt in zwei ineinander verwobenen Erzählsträngen die Geschichte des zehnjährigen jüdischen Mädchens Sarah, das im Sommer 1942 in Paris mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert wird, und der in Paris lebenden amerikanischen Journalistin Julia, die für eine an Amerikanern in Paris orientierte Zeitschrift über den sechzigsten Jahrestag der Deportationen vom Velodrom d'Hiver schreiben soll. Bei ihren Recherchen verweben sich das Schicksal der kleinen Sarah mit ihrer eigenen Geschichte und der ihrer angeheirateten Familie in Paris. Mit umwälzenden Veränderungen für das Leben der Journalistin, aus deren Ich-Perspektive der Roman geschrieben ist. Man erfährt als Leser einiges über ...weiterlesen...


Montag, 27. Oktober 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (7)

Freitag habe ich eine Schüler-Vorstellung der Lessing-Schule besucht. Die Theater-AG  der Schule unter der Leitung von Karl Linfert hatte den "Feuervogel" von Igor Strawinsky als Tanz-Theater eingeübt. Bereits das schlichte, ansprechende Bühnenbild von Aniko Elias hat mich neugierig gemacht auf auf das, was kommen würde. Es wurde dunkel und still in der Aula. Und dann konnten die Zuschauer 45 Minuten lang ein faszinierendes Tanz-Theater erleben mit Schülern von der 5. Klasse bis zur Oberstufe, die in überzeugenden zum Bühnenbild passenden ausdrucksstarken Kostümen, raffiniert geschminkt, die Geschichte des Prinzen Ivan tanzten. Der erhält aus Dankbarkeit vom Feuervogel - dieser ...weiterlesen...


Dienstag, 30. September 2008 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (0)

Das Wort Nachbar setzt sich laut wikipedia zusammen aus „nahe“ und „Bauer“. Passt für meine Nachbarn wie "Faust auf's Auge", denn Speckhorn ist ein sehr bäuerlich und dörflich geprägter Stadtteil Recklinghausens mit Bauernhöfen, Reitanlagen und Grundstücken, die man früher als Anwesen bezeichnet hätte, bewohnt auch von Personen der Öffentlichkeit, die es vorziehen, abgeschieden zu leben und nicht dort, wo "man" wohnt. Entsprechend konservativ geprägt ist dieser Ortsteil und bei den Einheimischen hat man als Zugezogene kaum Chancen dazuzugehören, was nicht heißt, dass mann nicht im Blickpunkt steht und beäugt wird, was aber immer noch nicht heißen muss, dass man auch gegrüßt ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. September 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

In diesem schmalen Bändchen beschreibt Inoue seine Beziehung zu den Eltern, beginnend mit dem Tod seines Vaters, bei dem ihm das "Herz mit Worten erfüllt (war), die ich als sein Sohn zu ihm, meinem Vater hätte sagen sollen, solange er noch lebte, die ich aber nicht gesprochen hatte." Es ist gleichzeitig auch die Geschichte der Ehe von Vater und Mutter, die in ihren Charakteren unsterschiedlicher kaum sein konnten, verbunden mit Gedanken über den eigenen Tod. "Nachdem mein Vater gestorben war, empfand ich meinen eigenen Tod als ein Geschehen, das nicht mehr unbedingt in weiter Zukunft lag, doch meine Mutter war ...weiterlesen...


Sonntag, 7. September 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

Wer Interesse, hat "Meistererzählungen" vom Feinsten zu lesen, der greife zu diesem Band. Er enthält neun unterschiedlich lange Erzählungen Stefan Zweigs. Die meisten sind unglaublich spannend, auch wenn nicht viel passiert. Meist ist in sie die Erzählung einer Person eingewoben, die von einer unerhörten Begebenheit erzählt, die von so außerordentlicher Bedeutung für diesen Menschen ist, dass sie  weitreichende Konsequenzen für das weitere Leben hat. Es sind Menschen, die durch eine Begegnung mit einer anderen Person von jetzt auf gleich aus ihrem bis dahin so wohl geordneten Leben herausgerissen werden und oft sehenden Auges in eine Katastrophe gehen. Gemeinsam ist diesen Geschichten ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. August 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Andreas, deutscher Lehrer an einer Schule in Paris, ist der Protagonist dieses Romans, der wie folgt beginnt: "Andreas liebte die Leere des Morgens, wenn er am Fenster stand, eine Tasse Kaffee in der einen, eine Zigarette in der anderen Hand, und auf den Hof hinausschaute, den kleinen aufgeräumten Hinterhof, und an nichts dachte als an das, was er sah." Andreas ist Einzelgänger, hat zwar ein Verhältnis mit einer Frau, aber Nähe entsteht nicht, soll auch nicht entstehen. Als Andreas nach einer Untersuchung glaubt, eine schlimme Diagnose erfahren zu müssen, verlässt er - ohne Kenntnis der Diagnose - fluchtartig das Sprechzimmer ...weiterlesen...


Mittwoch, 13. August 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Ich-Erzähler berichtet rückblickend von dem "SCHRECKLICHEN" , das im Sommer 1962 geschehen ist. Seine Mutter liegt im Sterben, die Mutter Edwards, eines Jungen aus der Nachbarschaft, ist in einer Entziehungsanstalt. Die beiden Heranwachsenden sollen unter Aufsicht Henrys, des älteren Bruders des Ich-Erzählers, den Sommer in einem schwedischen Sommerhaus an einem See verbringen. Dort treffen sie Ewa Kaludis wieder, die Kim Novak ähnelt, eine junge Lehrerin, bei der der Ich-Erzähler vor den Ferien Vertretungsunterricht hatte. Ewa ist mit dem Baseballspieler Berra Albertsson verlobt, der für sein rüpelhaftes und nicht gerade zimperliches Auftreten bekannt ist und Kanonen-Berra genannt wird. Ewa hat ...weiterlesen...