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Kategorie: Allgemein

Trauerarbeit

Trauerarbeit

Daß wir erschraken, da du starbst, nein, daß dein starker Tod uns dunkel unterbrach, das Bisdahin abreißend vom Seither: das geht uns an; das einzuordnen wird die Arbeit sein, die wir mit allem tun. (Rainer Maria Rilke, Aus dem Requiem für Paula Modersohn-Becker, geschrieben in Paris, 31. Oktober bis 2. November 1908 ) Zehn Jahre ist es nun her, dass meine Mutter gestorben ist. An dem Abend saß ich im Dortmunder Konzerthaus und hörte Mozarts Requiem. Ich habe in der…

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Heilsame Farben

Heilsame Farben

Es ist heilsam, sich mit farbigen Dingen zu umgeben. Was das Auge freut, erfrischt den Geist, und was den Geist erfrischt, erfrischt den Körper. (Prentice Mulford) An dunklen Tagen trage ich einfach meine buntesten Klamotten.(Cyndi Lauper)

Ein Schiff wird kommen …

Ein Schiff wird kommen …

„Ein Schiff wird kommen …“ an dieses Lied von Lale Andersen, der man auf Langeoog ein Denkmal gesetzt hat, allerdings in Anspielung auf ein anderes ihrer Lieder, nämlich: „Vor der Kaserne vor dem großen Tor …“, musste ich beim Anblick dieses Schiffes am Strand von Langeoog denken. Abends dann dieser Anblick eines Museumsschiffes im Sprühnebel: Ob jetzt „der eine“ mit dem einen oder dem anderen Schiff gekommen ist oder sie noch immer unter der Laterne steht und wartet, das entzieht…

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Rückblick

Rückblick

Ich sehe hinter dem Grau heute Blau,Und ich bin milder geworden. Ich bin nicht mehr der junge Radau Und wehe nicht mehr aus Norden. Es kommen die Jüngsten auch mal dahin, Wenn sie streng Zauderndes wagen Und fragen nach jedem »Wie ist …?« dann: »Wie bin …?« Und werden still Danke sagen. (Joachim Ringelnatz)

Arme Welt

Arme Welt

Ja, so sind die meisten Menschen. Die Unglücksfälle schreiben sie sich ins Gedächtnis und memorisieren sie fleißig; aber das Glück, das viele Glück, beachten sie nicht… arme, arme Welt. (Paula Modersohn-Becker)

Abendstille

Abendstille

Eine runzelige Alte,schleicht die Abenddämmerung,gebückten Gangesdurchs Gefildund sammelt und sammeltdas letzte Lichtin ihre Schürze. Vom Wiesenrain,von den Hüttendächern,von den Stämmen des Walds,nimmt sie es fort.Und dannhumpelt sie mühsamden Berg hinaufund sammelt und sammeltdie letzte Sonnein ihre Schürze. Droben umschlingt ihrmit Halsen und Küssenihr Töchterchen Nachtden Nackenund greift begierigins ängstlich verschlosseneSchurztuch. Als es sein Händchenwieder herauszieht,ist es schneeweiß,als wär es mit Mehlrings überpudert. Und die Kleine,längst gewitzt,tupft mit demniedlichen Zeigefingerden ganzen Himmel vollund jauchzt laut aufin kindlicher Freude.Ganz unten abermacht sie…

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Tezer Özlü, Die kalten Nächte der Kindheit

Tezer Özlü, Die kalten Nächte der Kindheit

„- Lasst mich doch alle in Ruhe. Ich möchte rumlaufen, wie ich will, und machen, was ich will, sage ich.– Nein, du wirst wieder wahnhaft und solltest zurück nach Istanbul, sagt sie.“ Rumlaufen, wie man will, machen, was man will, ist für eine junge Frau in der Türkei in den 50igern des letzten Jahrhunderts gefährlich. Aufgewachsen in einer Lehrerfamilie, in der der Vater im Alltag militärische Ordnung verlangt, da er – wie die Männer seiner Generation – das Militär liebt,…

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Vorfrühling

Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung an der Wiesen aufgedecktes Grau. Kleine Wasser ändern die Betonung. Zärtlichkeiten, ungenau, greifen nach der Erde aus dem Raum. Wege gehen weit ins Land und zeigen’s. Unvermutet siehst du seines Steigens Ausdruck in dem leeren Baum. (Rainer Maria Rilke) Hier beginnen inzwischen die Arbeiten auf dem Feld, Güllewagen ziehen ihre Runden, begleitet von einem „unwiderstehlichen“ Duft. Besser nicht lüften und Kleidung reinholen ;)

Vielen Dank für Ihre Geduld

Vielen Dank für Ihre Geduld

Hallo Monika Vielen Dank für deine Anfrage.Wir haben Sie nicht vergessen! Dass man zwischen einem „Du“ und dem „Sie“ hin- und herspringt – geschenkt. Dass man /ich für eine Bestellung noch aus dem letzten Jahr immer wieder in zeitlich recht großen Abschnitten vertröstet wird/werde, ist schon weniger amüsant.Dass eine Telefonnummer auf der Website angegeben wird, zeugt auf den ersten Blick ja von Kundenorientierung und -zugewandtheit. Doch wenn eine Stimme – fast wie ein Maschinengewehr – nahezu ununterbrochen und das mehr als…

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Rückzug

Rückzug

Sich zurückziehen, kann verschieden erlebt werden: Einmal als freiwilliger Rückzug und Gelegenheit, zu sich zu kommen, zu bilanzieren, was war, wie, wohin es weitergehen kann, soll. Es ist eine Form der Besinnung, ein Rückzug in die (äußere) Stille, die dann die oft vorherrschende innere Unruhe umso spürbarer werden lässt. Die innere Lautstärke kann in einem Ausmaß dröhnen, wie sie im normalen Alltag kaum oder nur schwer zu erkennen ist, es sei denn man meditiert regelmäßig. Was in mir will da…

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