Einsamkeit

Einsamkeit

Einsamkeit

Die Einsamkeit ist wie ein Regen.
Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen:
von Ebenen, die fern sind und entlegen,
geht sie zum Himmel, der sie immer hat.
Und erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt.

Regnet hernieder in den Zwitterstunden,
wenn sich nach Morgen wenden alle Gassen
und wenn die Leiber, welche nichts gefunden,
enttäuscht und traurig von einander lassen;
und wenn die Menschen, die einander hassen,
in einem Bett zusammen schlafen müssen: …

(Rainer Maria Rilke)

4 Gedanken zu „Einsamkeit

  1. Hallo,einen schönen guten Morgen an diesem Sonntag mal 0hne Regen. Schön wie du immer wieder die passenden Bilder zu dem wunderbaren Gedicht von Rilke findest. Alles Gute, aber bitte ohne einsame Gedanken.

  2. selbstgewähltes allein sein von zeit zu zeit – ist das einsamkeit? im gegensatz zu zweisam- oder mehrsamkeit? manchmal, auch im gedicht, fühlt sich „einsamkeit“ kalt und nicht erstrebenswert an. naja, ich denke, es kommt drauf an. auf die sicht- und die erlebensweise. ich bins gern ab und zu.
    lieber gruß
    Sylvia

  3. Für viele ist „Einsamkeit“ negativ besetzt, als Pendant zur „Zweisamkeit“ – für mich – auf keinen Fall.
    Die Fähigkeit, eins-am sein zu können, ist Voraussetzung für Zweisamkeit, die nicht nur Not-Gemeinschaft ist, weil keiner von beiden Einsamkeit aushalten kann.
    Dir einen angenehmen Abend, einsam oder zweisam ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: