Meine Eigentümlichkeit

Meine Eigentümlichkeit

Der Unterschied zwischen den meisten anderen Menschen und mir liegt darin,
dass bei mir die “Zwischenwände” durchsichtig sind.
Das ist meine Eigentümlichkeit.
Bei anderen sind sie oft so dicht, dass sie nichts dahinter sehen und darum meinen,
es sei auch nichts da.
Ich nehme die Vorgänge des Hintergrundes einigermaßen wahr,
und darum habe ich die innere Sicherheit.
Wer nichts sieht,
hat auch keine Sicherheit und kann keine Schlüsse ziehen,
oder traut den eigenen Schlüssen nicht.
Ich weiß nicht, was es ausgelöst hat,
dass ich den Strom des Lebens wahrnehmen kann.

(Carl Gustav Jung)

4 Gedanken zu „Meine Eigentümlichkeit

  1. Eigentlich mag ich diese Art der Selbstbeweihräucherung nicht. Auch nicht bei Jung.

    Dennoch danke fürs Textangebot und lieben Mittwochsgruss,
    Brigitte

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