Vergangenheit

(Blick in meine Papiertonne)
Ob wir’s erlitten, ob verschuldet
Vergangnes ist nicht abgetan.
Ob losgekämpft und ungeduldet,
Es folgt im Stillen unsrer Bahn.
Dem Überraschten naht es leise,
Heut mit verklärender Gewalt,
Und morgen tritt’s in unsre Kreise
Verkehrt zu wilder Mißgestalt.
(Otto Roquette)
Manchmal ist „Schreddern“ eine Möglichkeit, sich von einem Teil der Vergangenheit zu verabschieden, immer dann, wenn die Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren vorbei ist.
Manches, kloppt man fröhlich „in die Tonne“, da fällt der Abschied leicht. Anderes entsorgt man und erinnert sich, wie sehr es einem zugesetzt hat und ab und an noch immer zusetzt.
Ganz im „Hier und Jetzt“ zu leben ist oft leichter gesagt als getan ;)
Da darf man dann Geduld mit sich selbst entwickeln.
4 Gedanken zu „Vergangenheit“
Du schreibst mir aus der Seele.
Bei mir gibt’s einiges, was wieder geschreddert werden sollte, aber das ruht zurzeit.
Überhaupt sammelte sich viel zu viel an mit den Jahren, nicht nur Schreddermaterial. Mein Ziel ist es, einiges weiter so zu reduzieren, dass der gesamte Besitz in eine Tiny-Wohnung passen könnte.
Herzliche Abendgrüße, C Stern
Ich habe immer mal wieder „Aufräumschübe“, mal mehr oder weniger lang anhaltend, je nachdem, wie emotional das Auf-, Aus-, Weg-, Umräumen ist.
Der Weg ist mal mehr oder weniger anstrengend. Doch wenn man durch ist, dann stellt sich – zumindest bei mir – oft eine gewisse Erleichterung ein.
Herzliche Abendgrüße
Sich erleichtern von Ballast und altem Schriftkram.
Da kommen wohl unweigerlich Emotionen mit ins Spiel.
Aber das Foto von deinem Papier-Schredder sieht mir ganz nach Kunst aus. (Was es im erweiterten Sinne ja auch ist.)
Einen lieben Gruss ins Heute, Brigitte
Und ja, es ist gleichzeitig auch ein ästhetisches Vergnügen, zumindest kann es das sein.
Herzliche MOrgengrüße