Durchsuchen nach
Kategorie: Fotos

Angélica Lopes, Die Frauen der Familie Flores

Angélica Lopes, Die Frauen der Familie Flores

„Es war immer schon ein Akt der Auflehnung gewesen, wenn auch unsichtbar.Dass es gefährlich war, was wir taten, war uns bewusst. Und vielleicht war es genau dieses Risiko, entdeckt zu werden – so winzig es war und für andere Augen fast nicht zu erkennen, kunstvoll in die Muster unserer Stickereien verwoben -, das uns mutiger werden ließ und uns dazu brachte, immer mehr zu wagen.“ Die ersten Zeilen deuten bereits auf die inhaltliche Spannung dieses Romans hin, der aus verschiedenen…

Weiterlesen Weiterlesen

Der Auswanderer

Der Auswanderer

Allein, allein! – und so will ich genesen?Allein, allein! – und das der Wildnis Segen!Allein, allein! – o Gott ein einzig Wesen,Um dieses Haupt an seine Brust zu legen! In meinem Dünkel hab ich mich vermessen:„Ich will sie meiden, die mein Treiben schelten.Mir selbst genug, will ich dieses Volk vergessen;Fahr hin, o Welt – im Herzen trag ich Welten!“ Ein einzig Jahr hat meinen Stolz gebrochen;Mein Herz ist einsam, und mein Aug ist trübe.Es reut mich, was frevelnd ich gesprochen;Dem…

Weiterlesen Weiterlesen

Volker Kutscher, Westend

Volker Kutscher, Westend

„Der vorliegende Band ist der fulminante Abschluss der großen Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher, aber auch der dritte und letzte Teil unserer kleinen Serie innerhalb der Reihe der Lieblingsbücher.“ Dieser Bewertung Kat Menschiks kann ich mich anschließen. „Westend“ ist ein spannendes Lesevergnügen mit diversen überraschenden Wendungen, die das Interview Dr. Hans Singer – aufgezeichnet auf zwei C-60-Tonbandkassetten – mit dem inzwischen 72 siebzigjährigen pensionierten und in einem Seniorenheim wohnenden Kriminalkommissar a.D. Gereon Rath für die Leser:innen bereithält. Auf der zweiten Kassette…

Weiterlesen Weiterlesen

Von Einsamkeit betrunken

Von Einsamkeit betrunken

Ich liege wie von Einsamkeit betrunken,Die Ufer aller Welt sind rings versunken.Ich sehe kaum hinaus vor meine Tür,Das Draußen ich noch kaum am Leibe spür‘. Ich höre nur die Sehnsucht suchend streichenUnd auf den Zehen durch die Zimmer schleichen,Sie kann durchs Ferne und durchs Nahe gehenUnd lässt nicht einen Augenblick still stehen. Sie muss mit Raubtiernüstern unstet witternUnd reibt sich ruhelos an harten Gittern.Ich seh‘ ihr Auge um mich mordend funkelnUnd spür‘ noch ihren Hungergang im Dunkeln. (Max Dauthendey)

Abends

Abends

Auf einmal musste ich singen –und ich wusste nicht warum?– Doch abends weinte ich bitterlich. Es stieg aus allen Dingenein Schmerz und der ging um– und legte sich auf mich. Stürmische Wolkendepeschen,erschreckend den Weltenraum;und die Beeren der Ebereschendie winzigen Monde am Baum. (Else Lasker-Schüler) Ups, die letzte Strophe wollte ich nicht unterschlagen. Sie ist offensichtlich nicht gespeichert worden – warum auch immer.

Erinnerung

Erinnerung

Hier will ich sitzen und ruhen An diesem lieblichen Ort, Will schweifen lassen das Auge In’s Weite von Ort zu Ort. Will stille sitzen und denken An Alles was ich geliebt, Will Alles, Alles vergessen, Was mich verletzt und betrübt. Und kann ich es denn verbannen, Woran ich nicht denken will? Wie bleibt es beim frohen Erinnern Im Herzen so öd‘ und so still! Es sind so innig verbunden In mir die Freuden und Weh’n, Daß nur vereint sie entschlummern,…

Weiterlesen Weiterlesen

Hannah Lühmann, Heimat

Hannah Lühmann, Heimat

„Heimat“ ist nach „Auszeit“ der zweite Roman der ehemaligen Kulturressorleiterin der Welt und der Welt am Sonntag, die jetzt als freie Journalistin arbeitet und Romane schreibt. Wie in „Auszeit“ ist eine junge Frau Protagonistin dieses Romans, die sich mit Noah, ihrem Partner und Vater ihrer beiden Kinder und des noch Ungeborenen, in einem Neubaugebiet, weitab von der Stadt, in der Noah als Lehrer unterrichtet, ein Haus gekauft hat. Noch fühlt sich Jana in der neuen Umgebung und ihrer veränderten beruflichen…

Weiterlesen Weiterlesen

Jaqueline Kornmüller, 6 aus 49

Jaqueline Kornmüller, 6 aus 49

In ihrer Novelle „Das Haus verlassen“ – so passend illustriert von Kat Menschik – geht es um den Verkauf des Hauses, in dem die Ich-Erzählerin wohnt. Auch in diesem Roman geht es um ein Haus. Es ist das Hotel „Amalia“, das Lina leitet. Sie ist die Großmutter der Ich-Erzählerin und leidenschaftliche Lottospielerin, daher der Romantitel. Dieses Hotel ist Linas Lebens(t)raum, die als Küchenhilfe in einem Hotel begonnen hat und mit Umsicht und Weitsicht erkennt, dass die aufmerksame Arbeit für Gäste…

Weiterlesen Weiterlesen

Falter

Falter

Falter haben keine Tugend – geb‘ ich zu; Sie genießen ihre Jugend ganz schmafu! Rauben allen Blumenseelchen Glück und Ruh, Halten selbst in Lilienkelchen Rendezvous. Aber denkt, ein Falterleben, liebe Leut‘, Ist ja nur ein kurzes Schweben überm Heut‘. Darum laßt sie doch genießen, wie sie’s freut, Alles was in Wald und Wiesen schnell sich beut.