Natascha Wodin, Die späten Tage
„Mein Schreibtisch ist der einzige Ort, an dem ich mein Alter, meine Schmerzen, die Angst vergesse, obwohl ich darüber schreibe. Ich schreibe darüber, um nicht sang- und klanglos zu sterben.“ „Die späten Tage“ ist ein autobiografischer Text der Autorin, die als Kind russischer Zwangsarbeiter in Deutschland geboren wurde. Er erzählt z.T. in Rückblenden, vorwegnehmenden Gedanken über die Zukunft von ihrem (schriftstellerischen) Leben, ihrem Alltag mit ihrer späten Liebe zu Friedrich: „Mehrmals in der Nacht kommt Friedrich zu mir ins Zimmer…