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Kategorie: Fotos

Winterstille

Winterstille

Nun hat der Berg sein Schneekleid angetan,Und Schnee liegt lastend auf den TannenbäumenUnd deckt die Felder zu, ein weißer Plan,Darunter still die jungen Saaten träumen. Fried‘ in der Weite! Nicht ein Laut erklingt —Ein Zweig nur bebt und stäubt Kristalle nieder,Gestreift vom Vogel, der empor sich schwingt —Und still ist alles rings und reglos wieder. In Winters Banden liegt der See und ruht,Die Wellen schlafen, die einst lockend riefen.Nicht spielen mehr die Winde mit der Flut,Kaum regt sich Leben noch…

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Rückzug

Rückzug

Sich zurückziehen, kann verschieden erlebt werden: Einmal als freiwilliger Rückzug und Gelegenheit, zu sich zu kommen, zu bilanzieren, was war, wie, wohin es weitergehen kann, soll. Es ist eine Form der Besinnung, ein Rückzug in die (äußere) Stille, die dann die oft vorherrschende innere Unruhe umso spürbarer werden lässt. Die innere Lautstärke kann in einem Ausmaß dröhnen, wie sie im normalen Alltag kaum oder nur schwer zu erkennen ist, es sei denn man meditiert regelmäßig. Was in mir will da…

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Liebe?!

Liebe?!

Jener ist hohl und will voll werden,Dieser ist überfüllt und will sich ausleeren,-Beide treibt es, sich ein Individuum zu suchen, das ihnen dazu dient.Und diesen Vorgang, im höchsten Sinne verstanden,nennt man beidemal mit Einem Worte: Liebe,– wie? die Liebe sollte etwas Unegoistisches sein?  (Friedrich Nietzsche)

Amaryllis

Amaryllis

Das Atelier ist heiß.Draußen, drunten die andere WeltKlopft ihre Teppiche, schreit und bellt.Der Maler, der das wußte, er weißEs jetzt nicht mehr. Die Zeit steht still.Der Pinsel zecht, läuft, zecht, läuft schnellUnd weiter, als er darf und will.Reglos im Stuhle das schöne ModellTräumt von sich selber, von Amaryll. (Joachim Ringelnatz)

Der Schauende

Der Schauende

Ich sehe den Bäumen die Stürme an,die aus laugewordenen Tagenan meine ängstlichen Fenster schlagen,und höre die Fernen Dinge sagen,die ich nicht ohne Freund ertragen,nicht ohne Schwester lieben kann. Da geht der Sturm, ein Umgestalter,geht durch den Wald und durch die Zeit,und alles ist wie ohne Alter:die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,ist Ernst und Wucht und Ewigkeit. Wie ist das klein, womit wir ringen,was mit uns ringt, wie ist das groß;ließen wir, ähnlicher den Dingen,uns so vom großen Sturm bezwingen,…

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Kaltes Herz

Kaltes Herz

Schwarzes Eisen, kalt und spröde, Schelten möchte ich dich nicht, Weil es dir an Lebenswärme Und an Biegsamkeit gebricht. Bist du doch in Feuersgluthen Zischend einst emporgewallt, Eh‘ du unter Hammerschlägen Mußtest werden starr und kalt. Und, so sollt auch ihr nicht schelten, Wenn ihr seht ein kaltes Herz, Sollt ihm heißes Mitleid zollen, Weil es gleicht dem todten Erz. Wißt ihr denn, ob es nicht glühend, Zischend einst emporgewallt, Bis es unter Schicksalsschlägen Ward wie Eisen starr und kalt?…

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Feuer

Feuer

Mit einem Feuer fühlt der Mensch sich niemals allein. Die Flamme kann Gesellschaft leisten – darin steckt der Urzusammenhang zwischen Flamme und Seele. (Oswald Spengler)

Pfützen

Pfützen

Pfützen spiegeln das Himmelslicht.Sie haben ein helles Gesicht. Meide ihre Mulden!Tritt nicht in Lachen.Wenn sie dich dreckig machen,Ist’s dein Verschulden. Pfützen sind Schicksal für manches Getier,Sind aber für Kinder Seligkeiten.Häufig werden sich zwei oder vierMenschen um Pfützen streiten. (Ringelnatz)

Älter werden – oder: Der Lack ist ab!

Älter werden – oder: Der Lack ist ab!

„Der Lack ist ab!“ Und damit lässt sich vielleicht (viel) Geld machen, zumindest ist es einen Versuch wert ;)!Irgendwie haben Menschen, Firmen, was auch immer, mitbekommen, dass ich älter werde. Wen wundert’s. Älter werden wir alle, jeden Tag um einen Tag. Das nenne ich doch mal Gerechtigkeit oder den Lauf der Zeit, der Dinge. Vielleicht ist es auch eine der Konsequenzen von Internet-Bestellungen, bei denen man sein Geburtsdatum angeben muss. Von wegen Datenschutz ;) Reklame für häusliche Unterstützung/Pflege, Treppenlifte, Sterbeversicherungen,…

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Jon Fosse, Vaim

Jon Fosse, Vaim

„Vaim“ ist Jon Fosses – Literaturnobelpreisträger von 2023 – neuer Roman, der in drei Abschnitten – aus der Perspektive dreier männlicher Ich-Erzähler – von ungewöhnlich passiven, alleinstehenden, nicht mehr ganz jungen Männern – „ein Jungspund war ich absolut nicht mehr“ – erzählt, deren Leben von einem Moment zum anderen eine völlig neue (Aus-) Richtung bekommt, als Eline in ihr Leben tritt, eine Frau, die mehr oder weniger in Imperativen redet, denen man/Mann sich besser nicht widersetzt: Pack das Nötigste ein,…

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