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Kategorie: Fotos

September

September

Der Dornbusch prangt im Schmuck der roten Beeren,Die Dahlien in ihrer bunten Pracht,Und Sonnenblumen mit den StrahlenspeerenStehn stolz wie goldne Ritter auf der Wacht. Die Wespe nascht um gelbe Butterbirnen,Die Äpfel leuchten rot im Laub und glühnDen Wangen gleich der muntren Bauerdirnen,Die sich im Klee mit ihren Sicheln mühn. Noch hauchen Rosen ihre süßen Düfte,Und freuen Falter sich im Sonnenschein,Und schießen Schwalben durch die lauen Lüfte,Als könnt des Sommerspiels kein Ende sein. Nur ab und an, kaum dass der Wind…

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Sarah Knausenberger, Kerstin Marie Backes, Nie wieder Frühling

Sarah Knausenberger, Kerstin Marie Backes, Nie wieder Frühling

„Grandma wird immer weniger.Ich sehe es an ihren Wangen, da bilden sich Täler.Heute warte ich lange, lange. Da öffnet sie ein Auge und ihr Lächeln kommt zurück. Es hängt schief anihrem Mundwinkel. Aber es ist ihr Lächeln.“ Und es gilt ihm, ihrem Enkel, und den Pflanzen auf dem Fensterbrett. Durch’s geöffnete Fenster sieht man, wohin man auch schaut, nur Tristesse und Trostlosigkeit, obwohl es Mai ist. Nur im Zimmer der Großmutter gibt es zarte Knospen an einem Kaktus und die…

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Karin Michaëlis, Das gefährliche Alter

Karin Michaëlis, Das gefährliche Alter

„Das gefährliche Alter“ hat bei Erschienen 1910 Stürme der Entrüstung provoziert – eigentlich von allen Seiten: Ehemänner, Kritiker und auch Frauenrechtlerinnen echauffierten sich über das Buch, so dass sich die Autorin einmal bitter beklagte: “ ‚Ich werde gebissen und zerrissen, wir sind hier gegeneinander wie Wölfe, bald bin ich ganz gestorben.‘ Sie habe doch nur zeigen wollen, dass die meisten Frauen in den Wechseljahren leiden und dass sie mit der gleichen Rücksicht behandelt werden sollten wie Männer mit Zahnschmerzen.“ Das…

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Anfang

Anfang

Es kann kein Rausch sein – oder ich wäre nichtFür diesen Stern geboren – nur so von ohngefährIn dieser tollen Welt zu nah anSeinen magnetischen Kreis gekommen. Ein Rausch wär wirklich sittlicher GrazieVollendetes Bewusstsein? – Glauben an Menschheit wärNur Spielwerk einer frohen Stunde –?Wäre dies Rausch, was ist dann das Leben? Soll ich getrennt sein ewig? – ist VorgefühlDer künftigen Vereinigung, dessen, wasWir hier für Unser schon erkannten,Aber nicht ganz noch besitzen konnten – Ist dies auch Rausch? so bliebe der Nüchternheit,Der…

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Mieko Kawakami, Das gelbe Haus

Mieko Kawakami, Das gelbe Haus

„Ich würde sie nie vergessen, hatte ich gedacht, ganz gleich wo ich wohnte, ganz gleich wie alt ich würde, ganz gleich, was passierte. Doch selbst das hatte ich, ohne dass es mir bewusst gewesen wäre, bis ich ihren Namen in dem kleinen Artikel las, auf den ich zufällig gestoßen war, vergessen, wie überhaupt alles, was mit ihr zu tun hatte: ihren Namen, ihre Existenz, unsere gemeinsame Zeit und das, was wir in dieser Zeit getan hatten.“ Diesen Artikel liest Hana,…

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Regenbogen über den Hügeln einer anmutigen Landschaft

Regenbogen über den Hügeln einer anmutigen Landschaft

Grau und trüb und immer trüberKommt das Wetter angezogen,Blitz und Donner sind vorüber,Euch erquickt ein Regenbogen. Frohe Zeichen zu gewahrenWird der Erdkreis nimmer müde;Schon seit vielen tausend JahrenSpricht der Himmelsbogen: Friede. Aus des Regens düstrer TrübeGlänzt das Bild, das immer neue;In den Tränen zarter LiebeSpiegelt sich der Engel – Treue. Wilde Stürme, KriegeswogenRasten über Hain und Dach;Ewig doch und allgemachStellt sich her der bunte Bogen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Angélica Lopes, Die Frauen der Familie Flores

Angélica Lopes, Die Frauen der Familie Flores

„Es war immer schon ein Akt der Auflehnung gewesen, wenn auch unsichtbar.Dass es gefährlich war, was wir taten, war uns bewusst. Und vielleicht war es genau dieses Risiko, entdeckt zu werden – so winzig es war und für andere Augen fast nicht zu erkennen, kunstvoll in die Muster unserer Stickereien verwoben -, das uns mutiger werden ließ und uns dazu brachte, immer mehr zu wagen.“ Die ersten Zeilen deuten bereits auf die inhaltliche Spannung dieses Romans hin, der aus verschiedenen…

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Der Auswanderer

Der Auswanderer

Allein, allein! – und so will ich genesen?Allein, allein! – und das der Wildnis Segen!Allein, allein! – o Gott ein einzig Wesen,Um dieses Haupt an seine Brust zu legen! In meinem Dünkel hab ich mich vermessen:„Ich will sie meiden, die mein Treiben schelten.Mir selbst genug, will ich dieses Volk vergessen;Fahr hin, o Welt – im Herzen trag ich Welten!“ Ein einzig Jahr hat meinen Stolz gebrochen;Mein Herz ist einsam, und mein Aug ist trübe.Es reut mich, was frevelnd ich gesprochen;Dem…

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