Unwetter

Unwetter

In der Nacht schweb ich ruhlos am Himmel
Und werde nicht dunkel vom Schlaf.

Um mein Herz schwirren Träume
Und wollen Süßigkeit.

Ich habe lauter Zacken an den Randen,
Nur du trinkst Gold unversehrt.

Ich bin ein Stern
In der blauen Wolke deines Angesichts.

Wenn mein Glanz in deinem Auge spielt,
Sind wir eine Welt.

Und würden entschlummern verzückt –
Aber deine Brauen sind Unwetter.

(Else Lasker-Schüler)

4 Gedanken zu „Unwetter

    1. Als Kind habe ich in solchen dräuenden Situationen draußen stets gedacht, die Welt gehe unter.
      Heute sind es ein wenig unheimliche, dennoch spannende Möglichkeiten, Naturgewalten zu beobachten.
      Herzliche Grüße zu dir.

  1. So viel Energie, die da pulsiert auf dem Bild und im Poem.
    Die Else hat wohl nicht nur einen Lebenssturm bewältigen müssen. Ach, wie herzzerreissend!
    Lieben Gruss, im Moment bei blauem Himmel,
    Brigitte

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