Isabela Figueiredo, Roter Staub

Isabela Figueiredo, Roter Staub

„Roter Staub“ sind die Erinnerungen eines jungen Mädchens – gedacht als Brief an den Vater – das mit den Eltern in „Mosambik am Ende der Kolonialzeit“ lebt. Es bricht damit auf sprachlich drastische Art und Weise „das Schweigen darüber, was lange geheimgehalten oder verborgen wurde. Was einem keinerlei Ehre einträgt. … Wir haben nichts gesehen, wir wissen nichts, darüber haben wir nie reden hören, wir haben nichts bemerkt.“ In diesem Buch geht es unverblümt darum, welche rassistischen, kolonialistischen Ansichten weiße…

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Aufgelesen

Aufgelesen

„Das Vollkommene kann man nur bewundern, das Unvollkommene muß man erst verstehen lernen, und dann kann es Gegenstand unserer Liebe werden.“ (aus: Uwe Timm, Rot, Roman, kiwi Verlag, Köln 2001, S. 50)

Ein Schatten am Tage

Ein Schatten am Tage

Du bist ein Schatten am TageUnd in der Nacht ein Licht;Du lebst in meiner KlageUnd stirbst im Herzen nicht. Wo ich mein Zelt aufschlage,Da wohnst du bei mir dicht;Du bist mein Schatten am TageUnd in der Nacht mein Licht. Wo ich auch nach dir frage,Find‘ ich von dir Bericht,Du lebst in meiner KlageUnd stirbst im Herzen nicht. Du bist ein Schatten am TageUnd in der Nacht ein Licht;Du lebst in meiner KlageUnd stirbst im Herzen nicht. (Friedrich Rückert)

Ich bin der Welt abhanden gekommen

Ich bin der Welt abhanden gekommen

Ich bin der Welt abhanden gekommen,Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,Sie hat so lange nichts von mir vernommen,Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben! Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,Ob sie mich für gestorben hält,Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,Denn wirklich bin ich gestorben der Welt. Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!Ich leb‘ allein in meinem Himmel,In meinem Lieben, in meinem Lied! (Friedrich Rückert, vertont von Gustav Mahler)

Mondlicht

Mondlicht

Wie liegt im MondenlichteBegraben nun die Welt;Wie selig ist der Friede,Der sie umfangen hält! Die Winde müssen schweigen,So sanft ist dieser Schein;Sie säuseln nur und webenUnd schlafen endlich ein. Und was in TagesglutenZur Blüte nicht erwacht,Es öffnet seine KelcheUnd duftet in die Nacht. Wie bin ich solchen FriedensSeit lange nicht gewohnt!Sei du in meinem LebenDer liebevolle Mond! (Theodor Storm)

Hoffnung

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen vielVon bessern künftigen Tagen,Nach einem glücklichen goldenen ZielSieht man sie rennen und jagen;Die Welt wird alt und wird wieder jung,Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,Sie umflattert den fröhlichen Knaben,Den Jüngling locket ihr Zauberschein,Sie wird mit dem Greis nicht begraben.Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf. Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,Erzeugt im Gehirne des Toren,Im Herzen kündigt es…

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Feder-leicht

Feder-leicht

Traumfänger –federleichte SchönheitflugfähigschwebendVerbindung zwischen Himmel und Erde Leichtigkeit des Seinsund Todesbote zugleichdie Daune die da liegt und nicht mehr fliegt Nur noch sanfte Erinnerung an das, was war – FlugfähigkeitLeichtigkeitEroberung des Himmels Freiheit zu fliegen – wohin auch immer (© mona lisa)