Dunkle schwarze Träume

Dunkle schwarze Träume

Schon wenn’s auf den Vollmond zugeht, schlafe ich schlecht bzw. unruhig.An die meisten Träume kann ich mich dann morgens nicht mehr erinnern. Heute war dies anders. Ich stand in einer dunklen Ecke, „bewaffnet“ mit Handfeger und Dreckschaufel und nahm staunend die vielen Schwarznuancen wahr. Ja es waren Schwarznuanchen, keine Grautöne – kommt mir seltsam vor, war aber so. Dann schoss es mir durch den Kopf: Jeden Tag eine kleine Ecke „sauber“ machen, Dreck wegkehren, wie Beppo der Straßenkehrer in Michael…

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Annet Mooij, Das Jahrhundert der Gisèle

Annet Mooij, Das Jahrhundert der Gisèle

Gisèle van Waterschoot van der Gracht (1912-2013) wird als „Jahrhundertgestalt“ bezeichnet, was ja schon aufgrund ihres langen Lebens eine korrekte Bezeichnung ist. Annet Mooij “ beleuchtet mit feinem Gespür für Details“ das Leben dieser Malerin, so liest man auf dem Cover dieser Biografie, wobei ich ihr Gespür eher als „Detailverliebtheit“ bezeichnen würde, die es mir persönlich schwer macht, Zugang zu Gisèle als Person zu bekommen. Das erste Kapitel „Wurzeln“ liest sich wie ein ausführlicher Stammbaum ihrer Familie, der bis ins…

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Und noch eine Runde

Und noch eine Runde

Und noch eine Runde DistanzverhaltenAlleinsein und EinsamkeitStilleDisziplinMotivationsanstrengungen Aber vielleicht auch Möglichkeit der Besinnung aufs Wesentlicheder Dankbarkeitder Entwicklung neuer Perspektivendes LoslassensGelassenheit zu üben Undsolidarisch sein mit mit denen, die es weitaus schwerer haben in dieser Zeit Ich bin nicht der Nabel der Weltauch wenn sich das manchmal so anfühlt. (© mona lisa)

Thea Dorn, TROST, Briefe an Max

Thea Dorn, TROST, Briefe an Max

Wut und Verzweiflung über den Corona-Tod ihrer vierundachzigjährigen lebensfrohen Mutter sind die zu Beginn vorherrschenden Gefühle Johannas, einer Fensehjournalistin, die sie sich von der Seele schreibt. Dabei weiß sie selbst nicht so genau, auf wen oder was sie konkret wütend sein soll: Auf die Mutter, „weil sie sich in ihrem verdammten Leichtsinn für unsterblich hielt“, zu Beginn der Coronapandemie noch eine Italienreise unternimmt und sich diebisch über die Leere in den Museen freut. Oder ob sie über die „blinden Politiker“…

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Der Frühling

Der Frühling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,Die Tage kommen blütenreich und milde,Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehenVom Himmel abwärts, wo die Tag‘ entstehen. Das Jahr erscheint mit seinen ZeitenWie eine Pracht, wo Feste sich verbreiten,Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele. (Friedrich Hölderlin)

Einsamkeit

Einsamkeit

…es gibt nur eine Einsamkeit, und die ist gross und ist nicht leicht zu tragen, und es kommen fast allen die Stunden, da sie sie gerne vertauschen möchten gegen irgendeine noch so banale und billige Gemeinsamkeit, gegen den Schein einer geringen Übereinstimmung mit dem Nächstbesten, mit dem Unwürdigsten … Aber vielleicht sind das gerade die Stunden, wo die Einsamkeit wächst; denn ihr Wachsen ist schmerzhaft wie das Wachsen der Knaben und traurig wie der Anfang der Frühlinge. (Rainer Maria Rilke) aus: „Briefe…

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17 – (m) eine Zahl

17 – (m) eine Zahl

Ich bin am 17. eines Monats geboren, die Liebe meines Lebens wurde ebenfalls am 17. eines Monats geboren, wir haben beide dasselbe „Baumhoroskop“. Am 17. eines Monats haben wir geheiratet. Am 17. 05. – seinem „Geburtstag“ – ist er auch bestattet worden, an der Tonne „A 17“ auf dem Weg zu unserer „Lieblingsinsel Langeoog“ – der Insel fürs Leben“. Am 17. eines Monats ist auch meine Mutter gestorben. Heute vor fünf Jahren. Und ich war fest davon überzeugt, dass es…

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