Abendstimmung

Abendstimmung

Aber die Abende sind mild und mein,von meinem Schauen sind sie still beschienen;in meinen Armen schlafen Wälder ein, –und ich bin selbst das Klingen über ihnen,und mit dem Dunkel in den Violinenverwandt durch all mein Dunkelsein. (Rainer Maria Rilke)

Der Engel

Der Engel

Wo bist du hin? Noch eben warst du da –Was wandtest du dich wieder abwärts, wehe,nach jenem Leben, das ich nicht verstehe,und warst mir jüngst doch noch so innig nah. Ich soll hinab mit dir in deine Welt,aus der die Schauer der Verwesung hauchen,ins Reich des Todes soll ich mit dir tauchen,das wie ein Leichnam fort und fort zerfällt? Wohl gibt es meinesgleichen, eingeweihtin eure fürchterlichen Daseinsstufen…Doch ich bin’s nicht. Nur wie verworrnes Rufenerschreckt das Wort mich Eurer Zeitlichkeit. Laß…

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