Altes Kaminstück

Altes Kaminstück

Draußen ziehen weiße Flocken Durch die Nacht, der Sturm ist laut; Hier im Stübchen ist es trocken, Warm und einsam, stillvertraut.  Sinnend sitz ich auf dem Sessel, An dem knisternden Kamin, Kochend summt der Wasserkessel Längst verklungne Melodien.  … Dämmernd kommt heraufgestiegen Manche längst vergeßne Zeit, Wie mit bunten Maskenzügen Und verblichner Herrlichkeit.  …. Und das alles zieht vorüber, Schattenhastig übereilt. Ach! da kocht der Kessel über, Und das nasse Kätzchen heult. (Heinrich Heine)

Liat Elkayam, Aber die Nacht ist noch jung

Liat Elkayam, Aber die Nacht ist noch jung

„Aber die Nacht ist noch jung“ ist ein Roman über eine junge Frau in drei wichtigen Lebensstationen, durch den sich der Titel als Motiv hindurchzieht. Ihre Hochzeit, FLITTER, die Frühgeburt ihrer Tochter, DIE SÄUGER-MASCHINE, und ein Abend mit einem Kollegen in einer Disko, CLUBE LOVE LIMBO, zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter, werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, meist seltsam distanziert, weit weg von jeglichem romantischen Klischee, das sich um Hochzeit und Geburt ranken könnte: „Sie war überglücklich, dass sie…

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An der Wand – entlang

An der Wand – entlang

Und dann schleich ich, still und leise, immer an der Wand lang,immer an der Wand lang, heimwärts von der Bummelreise,immer an der Wand lang, immer an der Wand lang.Zankt zu Haus‘ auch meine Olle, immer an der Wand lang,immer an der Wand lang, ja, ick bin ’ne tolle Bolle,immer an der Wand, an der Wand entlang. (Refrain aus dem Lied von Robert Steidl)

Einsamkeit

Einsamkeit

Einsamkeit Die Einsamkeit ist wie ein Regen.Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen:von Ebenen, die fern sind und entlegen,geht sie zum Himmel, der sie immer hat.Und erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt. Regnet hernieder in den Zwitterstunden,wenn sich nach Morgen wenden alle Gassenund wenn die Leiber, welche nichts gefunden,enttäuscht und traurig von einander lassen;und wenn die Menschen, die einander hassen,in einem Bett zusammen schlafen müssen: … (Rainer Maria Rilke)

Tessa Randau, Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich

Tessa Randau, Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich

„Wer seinem inneren Kompass folgt, kommt auch mit geschlossenen Augen ans Ziel.“ Dieser Satz ist dem kleinen Büchlein vorangestellt, in dem es um eine folgenschwere Begegnung der Ich-Erzählerin, einer gestressten berufstätigen Mutter, ohne inneren Kompass, mit einer freundlichen alten Frau mit weißem Haar geht, die nur zustande kommt, weil ein Treffen mit einer langjährigen Freundin ausgefallen ist. So hat die Ich-Erzählerin auf einmal Zeit und erinnert sich an die nahegelegene Lichtung im Wald, auf der sie sich als Kind und…

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