O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht Sie sind der letzte Sonnenschein;Wie lange, und es lischt das Licht,Und unser Winter bricht herein. Dies ist die Zeit, wo jeder Tag Viel Tage gilt in seinem Wert,Weil man’s nicht mehr erhoffen mag,Dass so die Stunde wiederkehrt. Die Flut des Lebens ist dahin,Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,Und sieh, es schleicht in unsern SinnEin banger, nie gekannter Geiz; Ein süsser Geiz, der Stunden zähltUnd jede prüft auf ihren Glanz –O sorge, dass uns keine fehlt,Und gönn…

Weiterlesen Weiterlesen

Zartheit

Zartheit

Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrisch und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind die Kräuter und die Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark im Entwerden. Darum gehören Starre und Stärke dem Tode, Weichheit und Zartheit dem Leben. (Laotse)