Überall das Ungemäße

Überall das Ungemäße

Man müßte so sich ineinanderlegenwie Blütenblätter um die Staubgefäße:so sehr ist überall das Ungemäßeund häuft sich an und stürzt sich uns entgegen. Doch während wir uns aneinanderdrücken,um nicht zu sehen, wie es ringsum naht,kann es aus dir, kann es aus mir sich zücken:denn unsre Seelen leben von Verrat. (Rainer Maria Rilke)

Weite, weiße Stille

Weite, weiße Stille

Wie meine Träume nach dir schrein.Wir sind uns mühsam fremd geworden,Jetzt will es mir die Seele mordenDies arme, bange Einsamsein. Kein Hoffen, das die Segel bauscht.Nur diese weite, weiße Stille,In die mein tatenloser WilleIn atemlosem Bangen lauscht. (Rainer Maria Rilke)

Schönheiten

Schönheiten

Ich schreite dahin.Vor mir ist Schönheit.Hinter mir ist Schönheit.Über mir ist Schönheit.Ringsum ist Schönheit.Meine Worte werden voll Schönheit sein.Ich werde ewig leben in Schönheit.Der Schönheit des Alls. (Indianische Weisheit)

Einsam

Einsam

Ein Mensch kann einsam sein, trotz der Liebe von vielen, denn für niemanden ist er der „Liebste“. (im Sinne von: wenn er für niemanden der „Liebste“ ist)(aus dem Tagebuch der Anne Frank, 29. Dezember 1943)