Sowohl … als auch
Wackersteinschwer und federleichtmöglich in derselben Gegenwart – mein Garten zeigt es mir (mona lisa)
Wackersteinschwer und federleichtmöglich in derselben Gegenwart – mein Garten zeigt es mir (mona lisa)
Spaziergangforscher
Wer bin ich – das ist eine Frage, die zumindest ich mir immer mal wieder stelle, in unsicheren Zeiten, in denen das Ziel nicht klar ist, nur der Weg unter den Füßen noch spürbar. Wenn da kein Halt im Außen ist, Wegbegleiter still, oft heimlich eine andere Abzweigung genommen haben. Dann bin ich auf mich geworfen und kann wählen: wahrnehmen, lauschen, annehmen oder flüchten, verdrängen, am „Weiterso“ hängen, wohl wissend, ein „Weiterso“ ist nicht möglich. Ich kann mir selbst auf…
Bei genauerem Hinsehen und Wahrnehmen gelingt es auch in diesen Tagen ein „Stück Himmel auf Erden“ zu erhaschen und als Foto, auf jeden Fall aber als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Ich bin froh, dass Spaziergänge noch möglich sind. Sie erweitern den häuslichen Radius und die Beweglichkeit in Körper, Geist und Seele. Interessant ist auch zu beobachten, wie Menschen soziale Distanz einhalten. Da gibt es diejenigen, die selbst in der Natur, allein auf dem Fahrrad unterwegs Mundschutz tragen (aber…
Helen Wolff hat – ähnlich wie Kafka – verfügt: „At my death, burn or throw away unread!“ Und auch im Hinblick auf Helen Wolff, ist es gut, dass sich Menschen geweigert haben, diesem Wunsch – bei allem Respekt – zu entsprechen. Ihr autobiografisch geprägter, zauberhafter Roman, entstanden im Sommer 1932/33, ist nun das erste Mal im Weidle Verlag veröffentlich worden, ergänzt mit einem ausführlichen Essay von Marion Detjen. Die Gestaltung des Covers ist – ihrer unnachahmlichen Art – von Kat…
Die Krähe lacht. Die Krähe weiß,Was hinter Vogelscheuchen steckt,Und dass sie nicht wie Huhn mit ReisUnd Curry schmeckt. Die Krähe schnupft. Die Krähe bleibtNicht gern in einer Nähe.Dank ihrer Magensäure schreibtSie Runen. Jede Krähe. Sie torkelt scheue Ironie,Flieht souverän beschaulich.Und wenn sie mich sieht, zwinkert sieMir zu, doch nie vertraulich. (Joachim Ringelnatz)
Auf den eisbedeckten Scheibenfängt im MorgensonnenlichteBlum und Scholle an zu treiben… Löst in diamantnen Tränenihren Frost und ihre Dichte,rinnt herab in Perlensträhnen… Herz, o Herz, nach langem Wähnenlass auch deines Glücks Geschichtediamantne Tränen schreiben! (Christian Morgenstern, Morgensonne im Winter)
Hatte heute meinen „Bürotag“:Rechnungen überweisen und schreiben, Auszüge abheften, Steuererklärung bearbeiten … Nicht wirklich meine Lieblingsarbeiten. Zahlen über Zahlen und das bei meiner Neigung zu Zahlendrehern ;)Und dann: diverse Lichtblicke, die sich auf dem Schreibtisch breit machten, gute Laune verbreiteten und die Stimmung hoben.
Ein Hauptstudium der Jugend sollte sein, die Einsamkeit ertragen zu lernen; weil sie eine Quelle des Glückes, der Gemütsruhe ist. (Arthur Schopenhauer)
Habe ich Zeit oder nehme ich sie mir? Und wofür? Für das, was essentiell ist für michfür andere? Da heißt es dannPrioritäten setzender Tag hat immer nur vierundzwanzig Stundenzu allen Zeiten. (© mona lisa)