Letzte Fahrt
Auf der letzten Fahrtist man unbegleiteteingeschlossen in einer blickdichten Hülle. Den Blicken der Lieben entzogendie versuchen zu erfassenwas erst langsam in die eigene Wirklichkeit sickern muss. (© mona lisa)
Himmel auf Erden
„Tanze, als würde niemand zusehen. Liebe, als wurdest Du niemals verletzt. Singe als würde niemand zuhören. Lebe als wäre der Himmel auf Erden.“ (Mark Twain)
Helga Flatland, Eine moderne Familie
Der Roman der Norwegerin Helga Flatland – 2017 ausgezeichnet mit dem Preis der norwegischen Buchhändler und gerade auf Deutsch erschienen – beginnt mit einem gemeinsamen Flug über die Alpen nach Italien. In der Familien-Hütte in Italien soll mit allen der 70. Geburtstag Sverres, gefeiert werden. Alle, das sind: Papa, Mama, und ihre drei erwachsenen Kinder, Liv, Ellen und Håkon, z.T. mit Partnern, und die Enkelkinder Agnar und Hedda. Alles scheint wie immer: „Mein Blick geht zu Papa, er sitzt am…
Moos
Hast du schon jemals Moos gesehen?nicht bloßso im Vorübergehen,so nebenbei von obenher,so ungefähr – nein, dicht vor Augen, hingekniet,wie man sich eine Schrift besieht?O Wunderschrift! O Zauberzeichen!Da wächst ein Urwald ohnegleichenund wuchert wild und wunderbar … (die ersten Zeilen des Gedichts „Moos“ von Siegfried von Vegesack)
pechschwarz
Der Inhalt wird anschließend zu einer möglichst glatten Fläche bearbeitet- ohne Wellen und Nasen.
Einsamkeit
Ich nehme mir Zeit,mich meiner Einsamkeit zu widmen Ist das schonder Weg aus ihr heraus Und wohin könnte er führen (© mona lisa)
Dag Solstad, T. Singer
Protagonist des Romans ist T. Singer, ein 34jähriger Bibliothekar, der zu Beginn der Romanhandlung dabei ist, in der Kleinstadt Notodden eine neue Stelle anzunehmen. Seinen konkreten Vornamen erfährt man nicht. Der Erzähler nennt ihn meist nur bei seinem Nachnamen. Zum Schluss dieses Roman fragt man sich als Leser, was man nun genau von diesem Singer weiß. Das Erste, was man von Singer erfährt ist, dass er unter „einer speziellen Form von Schamgefühl“ leidet, das ihn „überall ereilen konnte, auf einer…
Lasst doch jedem seinen Schatten
Laßt doch jedem seinen Schatten,und sein Licht verwehrt ihm nicht;Laßt doch uns auch, was wir hatten,unsern Schatten, unser Licht ! (4. Strophe des Gedichts „Licht und Schatten“ v. Hoffmann von Fallersleben)
John Strelecky, Auszeit im Café am Rande der Welt
Ich habe hier schon einige Bücher von John Strelecky vorgestellt, von denen ich bisher auch überzeugt war. Dieser Band mit dem Untertitel “ Eine Wiederbegegnung mit dem eigenen Selbst“ trägt, ist allerdings eher ein zweiter bzw. dritter Aufguss seiner bisherigen Bücher über das „Café am Rande der Welt“ und „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“. Aufgüsse mögen bei grünem Tee empfehlenswert sein, bei Büchern überzeugen sie mich nicht, obschon die Illustrationen von Root Leeb der eher mageren Geschichte einen…