Spiegelungen
O schöner Glanz des scheuen Spiegelbilds! Wie darf es glänzen, weil es nirgends dauert. (Rainer Maria Rilke, erste Zeilen aus: Spiegelungen)
O schöner Glanz des scheuen Spiegelbilds! Wie darf es glänzen, weil es nirgends dauert. (Rainer Maria Rilke, erste Zeilen aus: Spiegelungen)
Für manche kommt der Regen allerdings zu spät. Sie haben noch etwas davon. Und ich beginne, alle Seinszustände zu genießen.
„Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes“. „Dass alles vergeht, weiß man schon in der Jugend; aber wie schnell alles vergeht, erfährt man erst im Alter“. (Marie von Ebner Eschenbach)
Zart, filigran, ein Hauch von Nichts …
Schon jetzt gibt’s hier und da herbstlich anmutende Impressionen im Garten – in der Regel verursacht durch die langanhaltende Trockenheit und die intensiven Sonnenstrahlen.
Der Ausblick hinterm Haus: immer wieder eine Möglichkeit zum Staunen und Innehalten.
Mit diesem Band ist dem Kunstanstifter Verlag ein wunderbares Buch gelungen. Die leicht surreale Kurzgeschichte von Marie Luise Kaschnitz ist auf beeindruckende, stilistisch gelungene und zum Text passende Weise von Karen Minden illustriert worden. Das Ergebnis ist pures Lesevergnügen für Augen, Herz und Verstand. Bisher hat die namenlose Ich-Erzählerin gedacht, ihr Mann habe sie liebevoll seinen „Eisbären“ genannt, weil sie sich am Eisbärgehege im Zoo zum ersten Mal getroffen haben. Es war bisher also ein Kosename für sie. Doch eines…
Es gibt Sätzedie fressen sich unauslöschlichin die Seele Sie schmerzen noch nach Jahren (©mona lisa)
Lesen geht (fast) immer. Vor allem sind Bücher hitzebeständig, es besteht keine Explosionsgefahr. Wenn der Blick ab und zu vom Buch in die Abendlandschaft schweift.