Thomas Meyer, Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Thomas Meyer, Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Mordechai Wolkenbruch, genannt Motti, ist ein 25 Jahre alter schweizer Jude, der noch bei seinen Eltern lebt. Zum einen arbeitet er in der Versicherungsagentur seines Vaters, zum anderen studiert er an der Züricher Universität Wirtschaftswissenschaften. Dort sieht er Laura, eine Kommilitonin, die ihn außerordentlich fasziniert. Das ist ihm aber nicht erlaubt, da er als Jude mit keiner „Schickse“ anbandeln darf. Selbst das Hinsehen auf ihren attraktiven Hintern ist bereits ein Tabubruch. Motti gerät zunehmend in die Bedrouille, zumal seine Mutter…

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Pierre Stutz, Geborgen und frei, Mystik als Lebensstil

Pierre Stutz, Geborgen und frei, Mystik als Lebensstil

Nach zehn Jahren ist eine Neuauflage von „Geborgen und frei“ erschienen, ein Buch, das Mystik als einen auch in heutiger Zeit möglichen sinnstiftenden Lebensstil aufzeigen will. Denn Mystik ist für Pierre Stutz keine vom „normalen“ Lebensalltag getrennte Lebensform. Er ist davon überzeugt, dass „eine mystische Lebensgestaltung eine bereichernde Lebenshilfe sein kann, um den Weg der Selbstwerdung zu gehen, um Liebeskraft entfalten zu können und um sich sinnstiftend mit anderen für eine zärtlich-gerechtere Welt einzusetzen. Wir alle können mystische Menschen werden,…

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Vivian Gornick, Ich und meine Mutter

Vivian Gornick, Ich und meine Mutter

„Warum gehst du nicht? Warum lässt du mich nicht allein mit meinem Leben? Ich halte dich nicht zurück.“ Ich sehe das Licht, ich höre die Straße. Ich bin halb drinnen und halb draußen. „Das weiß ich, Ma.“ Mit diesen Sätzen endet der Roman, der im Original den Titel „FIERCE ATTACHMENT“ trägt und bereits 1987 in New York erschienen ist. Diese Sätzen sind bezeichnend für das Verhältnis von Mutter und Tochter, die nicht ohne, aber auch nicht wirklich miteinander können, da…

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Leonardo Da Vinci, Wer wenig denkt, irrt viel

Leonardo Da Vinci, Wer wenig denkt, irrt viel

Zum Gedenken an den 500. Jahrestag des Todes von Leonardo da Vinci hat die Büchergilde Gutenberg eine gekürzte Ausgabe von „Jede Erkenntnis beginnt mit den Sinnen. Die Aphorismen, Rätsel und Prophezeiungen“ herausgebracht. Eine kleine feine Ausgabe mit Lesebändchen im Taschenformat. Man kann es also immer dabei haben, wenn man weiß, dass man im Laufe des Tages warten muss. Aber auch auf dem Nachttisch macht es sich gut, denn in „den labyrinthischen Gängen kann sich der Leser fei bewegen und sich…

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Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen?

Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen?

Die Frage „Warum die Wahrheit sagen?“ setzt voraus, dass es so etwas wie Wahrheit gibt. Aber gibt es die überhaupt? Und wenn ja, was ist darunter zu verstehen? Diesen nicht einfach zu beantwortenden Fragen geht Rainer Erlinger, Mediziner, Jurist und Publizist, in seinem Buch anhand literarischer, philosophischer Texte nach und begegnet weiteren Begriffen wie „Wahrhaftigkeit“, „Ehrlichkeit“ und „Aufrichtigkeit“. Bei dem Versuch, diese Begriffe voneinander abzugrenzen, „kommt man ins Schleudern. Es gibt keine allgemeingültigen Definitionen, schon gar nicht in unterschiedlichen Fachgebieten…

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Dagny Juel, Flügel in Flammen

Dagny Juel, Flügel in Flammen

Die gesammelten Werke dieser nahezu unbekannten norwegischen Schriftstellerin, die als „Femme fatale“ galt und engen Kontakte zu Strindberg und Munch hatte, sind nun in deutscher Sprache erschienen, übersetzt von Lars Brandt, der die Ausgabe mit einem Essay über das kurze, schillernde Leben Dagny Juels ergänzt, die 1867 in Kongsvinger geboren und mit nur 34 Jahren in Tiflis ermordet worden ist. Gesammelte Werke hört sich nach Umfang an. Dagny Juels Werke – Prosatexte, Gedichte und kurze Dramen wie Kammerspiele – machen…

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Arnulf Conradi, Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung

Arnulf Conradi, Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung

Wenn Conradi Vögel beobachtet, und das macht er seit er als Kind ein Fernglas geschenkt bekommen hat, erlebt er immer wieder eine „Identität zwischen dem Sehenden und dem, was er sieht.“ Es sind für ihn „Momente der Leichtigkeit und Schönheit.“ „Und von diesem Augenblick, diesem kostbaren Jetzt, geht eine große Ruhe aus.“ Dieses Eintauchen ins Hier und Jetzt, das Im-Moment-ganz-Dasein, das Genießen des Augenblicks – ohne Gedankenschwere – genau das macht für den Autor die Praxis des Zen aus: Es…

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