Brigitte Ebersbach/ Unda Hörner, Der literarische Frauenkalender 2019

Brigitte Ebersbach/ Unda Hörner, Der literarische Frauenkalender 2019

Das wird ein Jahr der Frauen (in meiner Küche, wo der Kalender hängen wird), wie der Untertitel des Kalenders ankündigt. Jede Woche wird eine andere Frau, werden Frauengruppen vorgestellt, die im Jahr 1919 etwas Besonderes „auf die Beine“ gestellt haben, wie Marie Curie, die in Paris ihr Radium-Institut eröffnet hat. Mit ihr beginnt dieses besondere Jahr, denn in Deutschland dürfen Frauen am 19.1.1919 zum ersten Mal wählen, vier Tage nachdem Rosa Luxemburg, die für uneingeschränkte Freiheit und Demokratie eingesetzt hat,…

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Ein Sonntag im Herbst

Ein Sonntag im Herbst

Frühstück in der Sonne warmer Wind auf meiner Haut auf den abgeernteten Feldern leichte Staubwolken vor sich hertreibend Stille, ab und an Glockengeläut Vogelgezwitscher das Brummen einer Wespe sanftes Blätterrascheln gleichmäßiges Geräusch vorbeifahrender Autos Lesevergnügen klares Wasser … Ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit – es ist alles da.

Philippe Besson, Hör auf zu lügen

Philippe Besson, Hör auf zu lügen

Der faszinierende Roman, „Hör auf zu lügen“ spielt in den Jahren 1984, als alles begann zwischen den beiden Gymnasiasten Philippe, Sohn eines Schuldirektors, und Thomas, Sohn eines Winzers, 2007 als Philippe, inzwischen fernsehbekannter Schriftsteller zufällig Thomas Sohn Lucas das erste Mal in einem Hotel in Bordeaux trifft, wo er sich auf einer Lesereise aufhält, und 2016, in dem die beiden sich ein zweites Mal treffen, dieses Mal verabredet in einem Cafe in Paris. Ich habe diesen gerade Roman nahezu „in…

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Michael Ondaatje, Kriegslicht

Michael Ondaatje, Kriegslicht

Was bitte muss man sich unter „Kriegslicht“ vorstellen? Licht und Krieg – die Begriffe könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie lösen Verwirrung oder im besten Falle Fragezeichen aus. So auch der aktuelle Roman von Michael Ondaatje: „Wenn die Wunde schlimm ist, kann man nicht darüber sprechen, kann man kaum darüber schreiben. … doch … weiß auch ich, wie man aus einem Sandkorn oder dem Bruchstück einer Wahrheit, das man entdeckt hat, eine ganze Geschichte machen kann. Im Rückblick betrachtet waren die…

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Welt erfüllen

Welt erfüllen

Ich frage nicht, Wie ich die Welt erfülle. Die Welt bedarf nicht meiner. Und was ich In das Zeichen Setzte, War mir Geschenk vor Allem. Nur: wie beglück ich, Fragt ich jede Stunde. (Arno Nadel 1878-1943, Musikwissenschaftler, Schriftsteller)

Konstantin Wecker, Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Konstantin Wecker, Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Poesie ist Widerstand. Widerstand gegen was, wen? Wecker ist der Ansicht, dass in unserer durchökonomisierten, stets auf Profit ausgerichteten (Gedanken-) Welt schon eine „Wunderwaffe“ not-wendig ist, um Wichtiges von Unwichtigem, Essenzielles von Nicht-Essenziellem unterscheiden zu können. „Sie heißt Kreativität und sie entfaltet sich immer dann, wenn wir zweckfrei zu spielen beginnen. Wir können das auch mit Gedanken, Worten und Begriffen machen. Dann nennen wir das Spiel Poesie. Aber nicht jedes Wortspiel ist Poesie. Um Poesie zu einer kreativen Kraft werden…

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