Leonardo Da Vinci, Wer wenig denkt, irrt viel

Leonardo Da Vinci, Wer wenig denkt, irrt viel

Zum Gedenken an den 500. Jahrestag des Todes von Leonardo da Vinci hat die Büchergilde Gutenberg eine gekürzte Ausgabe von „Jede Erkenntnis beginnt mit den Sinnen. Die Aphorismen, Rätsel und Prophezeiungen“ herausgebracht. Eine kleine feine Ausgabe mit Lesebändchen im Taschenformat. Man kann es also immer dabei haben, wenn man weiß, dass man im Laufe des Tages warten muss. Aber auch auf dem Nachttisch macht es sich gut, denn in „den labyrinthischen Gängen kann sich der Leser fei bewegen und sich…

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Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen?

Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen?

Die Frage „Warum die Wahrheit sagen?“ setzt voraus, dass es so etwas wie Wahrheit gibt. Aber gibt es die überhaupt? Und wenn ja, was ist darunter zu verstehen? Diesen nicht einfach zu beantwortenden Fragen geht Rainer Erlinger, Mediziner, Jurist und Publizist, in seinem Buch anhand literarischer, philosophischer Texte nach und begegnet weiteren Begriffen wie „Wahrhaftigkeit“, „Ehrlichkeit“ und „Aufrichtigkeit“. Bei dem Versuch, diese Begriffe voneinander abzugrenzen, „kommt man ins Schleudern. Es gibt keine allgemeingültigen Definitionen, schon gar nicht in unterschiedlichen Fachgebieten…

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Dagny Juel, Flügel in Flammen

Dagny Juel, Flügel in Flammen

Die gesammelten Werke dieser nahezu unbekannten norwegischen Schriftstellerin, die als „Femme fatale“ galt und engen Kontakte zu Strindberg und Munch hatte, sind nun in deutscher Sprache erschienen, übersetzt von Lars Brandt, der die Ausgabe mit einem Essay über das kurze, schillernde Leben Dagny Juels ergänzt, die 1867 in Kongsvinger geboren und mit nur 34 Jahren in Tiflis ermordet worden ist. Gesammelte Werke hört sich nach Umfang an. Dagny Juels Werke – Prosatexte, Gedichte und kurze Dramen wie Kammerspiele – machen…

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Arnulf Conradi, Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung

Arnulf Conradi, Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung

Wenn Conradi Vögel beobachtet, und das macht er seit er als Kind ein Fernglas geschenkt bekommen hat, erlebt er immer wieder eine „Identität zwischen dem Sehenden und dem, was er sieht.“ Es sind für ihn „Momente der Leichtigkeit und Schönheit.“ „Und von diesem Augenblick, diesem kostbaren Jetzt, geht eine große Ruhe aus.“ Dieses Eintauchen ins Hier und Jetzt, das Im-Moment-ganz-Dasein, das Genießen des Augenblicks – ohne Gedankenschwere – genau das macht für den Autor die Praxis des Zen aus: Es…

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David Roth, Ingrid Niemeier, Nimm Zimt

David Roth, Ingrid Niemeier, Nimm Zimt

Kochen als Trost, Therapie, Möglichkeit, Trauer zu bewältigen und ins eigene, veränderte Leben zurückzufinden? Warum nicht? Nachdem Ingrid Niemeiers Mann nach 34 Jahren Ehe gestorben ist, hat sie sich zunehmend in ihre Küche zurückgezogen und gegen ihre Trauer angekocht, vor allem mit Zimt, denn „Zimt ist die Ermunterung etwas zu wagen. Zuerst in der Küche, dann sehen wir weiter.“ Kreativ hat sie Rezepte ausprobiert, sich mit sinnlichen Düften umgeben, die sie umarmen, weil sie frohe Erinnerungen wachrufen. Sie merkt für…

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Christopher Isherwood, Leb wohl, Berlin

Christopher Isherwood, Leb wohl, Berlin

Die von Christine Nippoldt am Linol- und Holzdruck orientierten Illustrationen dieser Ausgabe fokussieren in hervorragender Weise die von Christopher Isherwood gesammelten Eindrücke von Berlin und seinen Bewohnern in den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts: „Scheinbar zufällig zusammengesammelt hat er sie, die Leute, die Dialoge, die Ereignisse und dann im Nachhinein geordnet und unter Kapitelüberschriften katalogisiert. Er scheint mir manchmal wie ein Ethnologe, der sich voller Lust am Beobachten in die Begegnung stürzt und jede bezaubernde wie skurrile Eigenart seines…

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David Foenkinos, Die Frau im Musée d’Orsay

David Foenkinos, Die Frau im Musée d’Orsay

„Die Betrachtung der Schönheit war für ihn ein Mittel gegen die Hässlichkeit der Welt. Er hatte es schon immer so gemacht. Wenn es ihm schlecht ging, hatte er ein Museum besucht. Das Wunderbare war immer noch die beste Waffe gegen den Schmerz.“ Davon ist Antoine Duris, Professor an der Hochschule der Schönen Künste, überzeugt und handelt entsprechend. Von einem Tag auf den anderen – scheinbar ohne Grund, zumindest für seine Umgebung nicht erkennbar – kündigt er seine Stelle, bricht alle…

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