Verletzter Baum am Straßenrand
ohne Worte
ohne Worte
Ein Hauch von Frühlingsluft weht durch die Stadt, die ersten Cafébesucher sitzen draußen, Bänke sind belegt, Kinder mit Skatbords zu sehen und zu hören, mehr lächelnde Gesichter begegnen einem, die „Leichtigkeit des Seins“ ist spürbar. Zumindest für heute, dann ist wieder Geduld angesagt. Und: Kiebitze sind wieder über dem Feld hinterm Haus zu hören und zu sehen und die Zugvögel kehren zurück:
Dass das Thema „Tod“ für mich kein Tabuthema ist, wird jedem auffallen, der hier regelmäßig vorbeischaut. Warum das so ist, weiß ich nicht genau. Doch ich hatte in der Hinsicht noch nie „Berührungsängste“. Irgendwie gehören Abschiednehmen und der Tod für mich zum Leben dazu. Das macht das Abschiednehmen und die Konfrontation mit dem Tod, vor allem von nahen Angehörigen, nicht unbedingt leichter. Denn die Trauer kann einem keiner abnehmen. Doch in der Trauer begleitet zu werden, das kann tröstlich sein…
„Oft suche ich mir Themen, die mich überfordern.“ Das ist Andreas Altmanns erster Satz im Vorwort zu dieser Gebrauchsanweisung. „Jetzt also – Gipfel des Übermuts – eine Gebrauchsanweisung für das Leben. Gleich beim ersten Aussprechen des Titels fing ich an zu zittern, denn life ist bigger than you! Himmel, wie soll einer mit dem schwerwiegendsten, dem geheimnisvollsten, dem unfassbarsten und sensationellsten Wort umgehen, das je in einer Sprache vorkam? Hinter welchen fünf Buchstaben stehen mehr Fragezeichen? Mehr Glück? Mehr Abgründe?…
„Es war einmal ein mächtiger und erhabener Elsternkönig, der über ein riesiges Reich voller glücklicher und zufriedener Elstern herrschte.“ (Copyright Linda Wolfsgruber, kunstanst!fter verlag) So beginnt das Märchen, das Michael Stavaric über den Elsterkönig erzählt. Die anfängliche Zufriedenheit aller mit ihrem König, aber auch im Umgang miteinander, setzt Linda Wolfsgruber mit zarten Pastelltönen in Szene. Sie alle leben in einem prächtigen Königreich. „Und es gehörte alles allen Elstern zu gleichen Teilen, so wollte und wünschte es sich der König.“ (Copyright…
Für mich ist es nach „Kokoro“ der zweite Roman dieses japanischen Schriftstellers. Zfeitlich ist „Sanshirōs Wege“ sechs Jahre vor „Kokoro“ erschienen. Beide Romane sind nicht wirklich handlungsreich im Sinne äußerer Handlungen. Sie werden getragen von der Neugier und der Unwissenheit eines jungen Menschen, hier ist es Sanshirō, der gerade die Oberschule beendet hat und mit der Bahn nach Tokio reist, um dort ein Studium aufzunehmen, und erste Erfahrungen mit der Großstadt Tokio und seinen Menschen macht. Interessant ist, was der…
(Copyright Liliane Steiner, kunstanst!fter verlag) Kinder ab 4 Jahren werden aufgefordert, mit Katze Wilma auf Mäusejagd zu gehen. Ähnlich wie die „Raupe Nimmersatt“ hat Wilma immer Hunger und streift deswegen durch Stadt und Land, stets auf der Suche nach etwas Essbarem. „Das ist Wilma. Sie hat einen Mordshunger. Schon den ganzen Morgen liegt sie erfolglos vor dem Mäusebau auf der Lauer. Ist ihr die Maus entwischt? Siehst du sie?“ Die Maus auf der großformatigen Seite zu finden, ist mit bloßem…
„Die Bergwerke von Falun“ von E.T.A. Hofmann ist nach „Der Landarzt“ und „Romeo und Julia“ der 3. von Kat Menschik illustrierte Band in der Reihe „Meine Lieblingsbücher“ aus dem Galiani-Verlag. Der Wiedererkennungswert ist hoch: gleiches Format, dreiseitiger Farbschnitt, wobei die Farben von Band zu Band andere sind, und die „Handschrift“ von Kat Menschik: (Copyright Kat Menschik, Galiani Verlag Berlin) Dennoch fühlt sich dieser Band anders an, fein, glatt, haptisch sehr angenehm – erinnert er mich an eine PC-Mouse, die ich…
Abwertungen Beleidigungen Demotivierungen Erniedrigungen Missachtung Unterstellungen Vorwürfe und noch vieles mehr Sind Formen der Zuwendung – lebensentwertend Besser als gar keine? (mona lisa)
Bis dahin kannte ich nur das als Kind so begehrte Hasenbrot, auf das man wartete, wenn abends der Vater nach Hause kam. In diesem Bilderbuch (Copyright Ulrike Möltgen, kunstanst!fter verlag) geht es um ein riesiges Wurstbrot, das der Ich-Erzähler von seiner Mutter für den langen Schulweg bekommt. Das ist die gute Nachricht für ihn, da es kurz nach dem Krieg selten ist, dass Wurst aufs Brot kommt. Die schlechte ist: Er muss heute allein gehen, da seine beiden Mitschüler krank…