Elisabeth Herrmann, Das Kindermädchen

Elisabeth Herrmann, Das Kindermädchen

Die Buchhändlerin hatte Recht. Der erste Krimi der Autorin Elisabeth Herrmann ist spannender als der zweite. Joachim Vernau, zukünftiger Ehemann der reichen und einflussreichen Sigrun von Zernikow, die das „von“ demonstrativ weglässt, weil sie glaubt, es schade ihrer politischen Karriere, gerät ohne eigenes Zutun in Verstrickungen, die sich aus der Vergangenheit der ach so angesehenen, wohlhabenden Familie ergeben. Und plötzlich bröckelt die Fassade der Ehrbarkeit, als nämlich eine ukrainische Frau in der Villa auftaucht und behauptet, die von Zernikows hätten während des Zweiten Weltkrieges eine Zwangsarbeiterin beschäftigt. Die Frau wird kurzerhand vor die Tür gesetzt und zwei Tage später tot aus dem Landwehrkanal geborgen. Das weckt Joachims Interesse und er beginnt, Erkundigungen über diese Frau und die Familie von Zernikow einzuholen. Dabei ist er auf die Mithilfe Katharinas, einer ehemaligen Kommilitonin, angewiesen, denn die von Zernikows wollen mit aller Gewalt die ehrbare Fassade aufrecht erhalten.
Elisabeth Herrmann, Das Kindermädchen, München, 4. Aufl. 2007, 447 S. ISBN 978-3-442-46455-5

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