Dienstag, 2. Mai 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Die 1945 im Wien der Nachkriegszeit, aufgeteilt in vier Besatzungszonen, spielende Kriminalgeschichte "Der dritte Mann" ist bereits 1950 erschienen und verfilmt worden. Einige Leser werden eher den Film als den Kriminalroman kennen, den die Edition Büchergilde jetzt, illustriert von Annika Siems, neu herausgegeben hat. (Copyright Annika Siems, Edition Büchergilde) Die Illustratorin ist sich der Schwierigkeit ihrer Aufgabe wohl bewusst, wie sie in ihrer Nachbemerkung zum Roman schreibt: "Die Inszenierung und Besetzung des Films ist ein derartiger Geniestreich, dass wohl jeder, der Orson Welles in der Rolle des Harry Lime gesehen hat, bereits Bilder im Kopf haben würde, wenn er diese Ausgabe ...weiterlesen...


Montag, 1. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

weiße Päonie - vorm Frost gerettet verströmt sie ihren Duft über meinen Steuerunterlagen (mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 30. April 2017 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Man kann mitunter scheußlich einsam sein! Da hilft es nichts, den Kragen hochzuschlagen und vor Geschäften zu sich selbst zu sagen: Der Hut da drin ist hübsch, nur etwas klein ... Da hilft es nichts, in ein Café zu gehn und aufzupassen, wie die andren lachen. da hilft es nichts, ihr Lachen nachzumachen. Es hilft auch nicht, gleich wieder aufzustehn. Da schaut man seinen eignen Schatten an. Der springt und eilt, um sich nicht zu verspäten, und Leute kommen, die ihn kühl zertreten. Da hilft es nichts, wenn man nicht weinen kann. Da hilft es nichts, mit sich nach Haus ...weiterlesen...


Samstag, 29. April 2017 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

"Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: »Wohin reitet der Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel«, fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: ›Weg-von-hier‹ – ...weiterlesen...


Freitag, 28. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Diese "Geschichte einer Liebe" hat mich tief bewegt. Hier schreibt ein Intellektueller über die Liebe seines Lebens, mit der er mehr als achtundfünfzig Jahre verheiratet war. Und so beginnt dieser Brief schon auf dem Cover des Büchleins: "... Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere, die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag." Dabei war es - dessen ist er sich wohl bewusst - für sie sicher keine einfache Ehe. Doch ihre Unterschiedlichkeiten in vielem war immer Bereicherung, Reichtum, da jeder durch den anderen die Möglichkeit ...weiterlesen...


Donnerstag, 27. April 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Das Gedicht vom Revisionismus Unsichere Fliege in einem Schnellzug eingeschlossen versucht trotzdem zu fliegen und entdeckt, daß es ja hervorragend geht. Vom südlichen Ende des Zuges zum nördlichen gekommen, eine schon viel klügere Fliege. Und der Zug immer schneller in die Nacht hinein. (Lars Gustafsson, aus: Die Stille der Welt vor Bach, Gedichte, München 1984, S. 38) weiterlesen...


Mittwoch, 26. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Muss man heute noch etwas über Fürstinnen lesen? Das Interesse an der "Yellow Press" zeigt zumindest, dass ein solches vorhanden ist. Aber Literatur über längst vergangene Fürsten-Epochen? Doch auch Personen von Adel beschäftigen sich - wenn sie sich eigenständiges Denken jenseits der Etikette erhalten haben - ob man nicht insgesamt zu viel Zeit in seinem Leben verschwendet hat, "um eine gute Figur" zu machen bzw. worum es eigentlich im Leben geht. " 'Wir alle glauben, würde unser Leben uns gegeben, damit wir es noch einmal leben, wir würden es besser machen. Wenn es so Korrekturbogen ... des Lebens gäbe.' Korrekturbogen, ganz richtig, in ...weiterlesen...


Dienstag, 25. April 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Kein Himmel. Nur Gewölk ringsum Schwarzblau und wetterschwer. Gefahr und Angst. Sag: Angst -wovor? Gefahr: Und sprich - woher? Rissig der Weg. Das ganze Feld Ein golden-goldner Brand. Mein Herz, die Hungerkrähe, fährt Kreischend über das Land. (Albrecht Goes, aus: Deutsche Landschaftsgedichte, München 1986) weiterlesen...


Montag, 24. April 2017 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Dieser schmale Gedichtband "Weichheit des Herzens" lädt - wie in den einführenden Zeilen deutlich wird - zum "nachdenklichen Innehalten" ein. Die durchgängig gereimten, rechtsbündig geschriebenen und mit schlichten Fotografien versehenen Gedichte sind aus der Sehnsucht nach "Klarheit, Sinn, Authentizität und tiefem Frieden" geschrieben, Ausdruck des geöffneten Herzens. Die angesprochenen Themen sind Themen des Alltags wie "Urlaub", "Dankbarkeit", "Traum". Urlaub Gedanken versunken Seele baumelnd fast trunken vom freien Geist taumelnd Sonnenstrahlen, leichter Wind ruhiger Atem, angekommen Herzlich lachen wie ein Kind fühle mich hier angenommen Olivenhaine gräulich schimmernd grüner Rasen, Felder, Wiesen Weite Horizonte flimmernd entspannt die Augen schließen Der Zeit entrückt, wie angehalten Weisse Federwolken, Himmel Blau Mein Leben leben, frei entfalten leidenschaftliche Innenschau Aber auch - für ...weiterlesen...


Sonntag, 23. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Vernunft und Gefühl" hat Jane Austen im Alter von nur zwanzig Jahren geschrieben. Sie ließ diesen Roman auf eigene Kosten anonym drucken. "Vernunft und Gefühl" ist nun in einer Neuübersetzung von Andrea Ott im Manesse Verlag erschienen, ein Roman, den man als Kammerstück bezeichnen könnte, spielt die Handlung doch überwiegend in der Familie der Dashwoods, der Witwe Mrs. Dashwood und ihren drei Töchtern Elinor, Marianne und Margaret, die aber mit ihren dreizehn Jahren eigentlich keine Rolle spielt, da sie noch nicht im heiratsfähigen Alter ist. Wie in einem Drama macht das erste Kapitel die Situation der Hauptakteure sichtbar. Mutter und ...weiterlesen...