Sonntag, 4. September 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ein Adlersjüngling hob die Flügel Nach Raub aus; Ihn traf des Jägers Pfeil und schnitt Der rechten Schwinge Spannkraft ab. Er stürzt’ hinab in einen Myrtenhain, Fraß seinen Schmerz drei Tage lang, Und zuckt’ an Qual Drei lange, lange Nächte lang; Zuletzt heilt’ ihn Allgegenwärtger Balsam Allheilender Natur. Er schleicht aus dem Gebüsch hervor Und reckt die Flügel – ach! Die Schwingkraft weggeschnitten – Hebt sich mühsam kaum Vom Boden weg Unwürdgem Raubbedürfnis nach, Und ruht tieftrauernd Auf dem niedern Fels am Bach; Er blickt zur Eich hinauf, Hinauf zum Himmel, Und eine Träne füllt sein hohes Aug. Da kommt mutwillig durch die Myrtenäste Dahergerauscht ein Taubenpaar, Läßt sich herab und wandelt nickend Über goldnen Sand am Bach, Und ruckt einander an; Ihr rötlich Auge buhlt umher, Erblickt ...weiterlesen...


Mittwoch, 31. August 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (0)

Gewöhnliche Menschen hassen die Einsamkeit, doch der Meister nutzt sie, umarmt sein Alleinsein und erkennt, daß er eins ist mit dem gesamten Universum. (Laotse, Tao Te King) weiterlesen...


Montag, 29. August 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (3)

Mir ist, als hätte ich viel zu viel Sommer gehabt und zu viel Sonne. Alles in mir wartet darauf, daß die Bäume alles abtun und daß hinter ihnen die Ferne sichtbar wird mit ihren leeren Feldern und mit den langen Wegen in den Winter hinein. (Rainer Maria Rilke) Ich persönlich hoffe, dass das mit dem Winter noch ein wenig dauert. weiterlesen...


Sonntag, 28. August 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Es ist eine kurze Erzählung, leise, sehr einfühlsam und berührend. Eine Mutter sitzt auf dem Bett ihres Sohnes, den sie auf ihren Schoß gebettet hat. Er ist gerade gestorben. Noch ist es mitten in der Nacht. Bis zur Morgendämmerung will sie mit der Benachrichtigung des Arztes warten, der dann die notwendigen Schritte einleiten soll. "Wenn der Tag begann, begannen die Sorgen." Ein Satz, der sich wie ein Motiv durch die Erzählung zieht. Doch jetzt genießt sie noch die Zweisamkeit mit ihrem Sohn, die sie zu seinen Lebzeiten so nicht erleben durfte. Assoziationen an eine Pietà stellen sich unmittelbar ein. Sie erzählt ihrem ...weiterlesen...


Samstag, 27. August 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (0)

Rezension von André Hellers neuem Roman "Das Buch vom Süden" erfolgt nach der Lektüre! weiterlesen...


Freitag, 26. August 2016 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

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Dienstag, 23. August 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (6)

Schau dort kommen Melodien durch den Tag gezogen. Wie den lang gespannten Bogen höre ich ihr Tönen ziehn. Warum geben sie sich hin allen, die da stehn? Könnten sie nicht einzig blühn nur für die, die sehn? Und so sprechen sie mich an, mich, die sie nicht tragen kann, denn ich bin so müd. Und so steh' und klinge ich voll von Sehnsucht, die verblich und die weinend schied. (Selma Meerbaum-Eisinger) weiterlesen...


Donnerstag, 18. August 2016 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (3)

»Eines Tages trafen sich die Schönheit und die Hässlichkeit am Ufer des Meeres. Und sie sagten zueinander: ›Baden wir im Meer.‹ Dann entkleideten sie sich und tauchten in die Fluten. Nach einer Weile kam die Hässlichkeit wieder ans Ufer, legte das Gewand der Schönheit an und ging ihres Weges. Und auch die Schönheit stieg aus dem Wasser, doch sie fand ihr Gewand nicht, und da sie sich scheute, nackt zu gehen, legte sie die Kleider der Hässlichkeit an. Und auch die Schönheit ging ihres Weges. Bis zu heutigen Tag verwechseln die Menschen die eine mit der anderen. Doch manche gibt’s, die das Angesicht ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. August 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Herz bedeutet Drama." Dramatisch klingender Romanauftakt einer amüsanten Geschichte um einen im Taxi liegengelassenen, geheimnisvollen Brief, der auf keinen Fall in falsche Hände geraten darf. Cécile Dalfort hat ihn geschrieben und auf der Fahrt mit dem Taxi zum Bahnhof, zu dem sie die Geliebte des Bruders begleitet, ist ihr der Brief unbemerkt aus der Tasche gerutscht. Cécile ist eine begabte, lustige, schöne, belesene und vor allem ziemlich unkonventionelle Frau, die oft kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie liebt ihre Bücherhöhle "Ali Baba" genannt. Dort schreibt sie Artikel, Reiseberichte, Drehbücher für ihren Bruder Alexandre. Sie ist verheiratet mit Gustave, Prokurist in ...weiterlesen...


Sonntag, 14. August 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Leise schlägst in deinem Lied du einen Ton an - und dir ist, als fehlte noch etwas. Und du suchst verwirrt bei allen Tönen, ob sie dir nicht sagen können, wo's zu finden, wo und wie und wann... Doch der eine ist zu blaß und zu lüstern ist der zweite und der dritte ist so voll mit Weite - viel zu voll. Du suchst lange - Moll und Dur und Moll werden lebend unter deinen Händen. Und dann schlägst du plötzlich eine Taste an, und - es kommt kein Ton. Und das Schweigen ist dir wie ein dumpfer Hohn, denn du weißt es plötzlich ganz genau: Dieser fehlt dir. ...weiterlesen...