Sonntag, 8. Januar 2012 | Kategorie: Merk-Würdiges, Worte |
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Bin immer wieder erstaunt, was man so alles kaufen kann:
- warmsinnige Geschenke - was auch immer das ist
- Diktatorenquartette mit Samdams Konterfei (ob's bei diesen Spielen darum geht, wer die meisten Menschen hat umbringen lassen?)
Wer braucht denn sowas?
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Samstag, 7. Januar 2012 | Kategorie: Denk-Würdiges, Worte, Zitate |
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Die Schrift
Auch getrennete Freunde mit süßen Banden zu knüpfen,
fand die gute Natur uns eine Sprache, die Schrift.
Sie bringt Seelen zusammen, die fern an einander gedenken,
führt den Seufzer herbei, der in den Lüften verhallt.
(Palladas, um 350-400 n. Chr.)
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Donnerstag, 5. Januar 2012 | Kategorie: Merk-Würdiges, Worte |
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Ich bin fündig geworden und habe mir von Michela Murgia "Camilla im Callcenterland" gekauft, eingetütet war der Band in einer Papiertüte mit der Aufschrift:
Lesenslust
Nein, ich habe richtig gelesen, mehr fach hingeguckt und immer wieder Lesenslust gelesen, nicht Leselust.
Der Duden kennt nur den Hunger, nicht die Lust.
Wie auch immer, ich werde den Roman hoffentlich mit Genuss lesen und darüber schreiben.
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Donnerstag, 5. Januar 2012 | Kategorie: Worte, Zitate |
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"Wenn du erkennst, woher du kommst,
wirst du von allein tolerant,
gelassen, heiter,
freundlich wie eine Großmutter;
würdig wie ein König.
Versunken ins Wunder des Tao
kannst du alle Wirrnisse des Lebens bewältigen,
und wenn der Tod naht, bist du bereit."
(Lao-tse)
Was aber, wenn eine(r) das nicht erkennt?
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Mittwoch, 4. Januar 2012 | Kategorie: Frag-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges |
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INTERPRETATIONEN
Bin ich verantwortlich
für die Interpretationen
meiner Worte und Taten
Oder vielmehr
diejenigen,
die interpretieren, bewerten,
ihre Rückschlüsse daraus ziehen
und entsprechend glauben
handeln zu müssen
Oft ohne sich oder mich
zu fragen,
ob ihre Interpretation
tatsächlich wahr ist.
(mona lisa)
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Dienstag, 3. Januar 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen |
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Ich beginne den Tag gern mit einem Tagesspruch, einer Losung, einem kurzen Text oder einem Gedicht. Zwei Jahre lang habe ich ein und dasselbe Buch gehabt, nun soll etwas Neues auf dem (Frühstücks-) Tisch liegen.
Ich habe mich für den Band "Mit einem Engel durch das Jahr" entschieden. Es sind 366 (!) meist einseitige Texte, überwiegend Gedichte, die sich mit der Existenz bzw. der Nichtexistenz von Engeln beschäftigtigen:
So bittet Mascha Kaleko in dem Gedicht "An meinen Schutzengel" nicht nur um eigenen Schutz, sondern auch um den ihres Sohnes:
"Seit langem bin ich tief in deiner Schuld.
Verzeih mir noch die eine - letzte - Bitte:
Erstrecke deine himmlische ...
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Dienstag, 3. Januar 2012 | Kategorie: Allgemein |
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"Im Leben ist man immer Anfänger."
(Andrea Breth in einem Interview der ZEIT Nr. 1 mit Peter Kümmel)
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Montag, 2. Januar 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen |
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" 'Hätte ich dich nur nicht bekommen, der Himmel weiß, dass drei schon genug sind in meiner Lage ...' " Diese "rückwirkende gedankliche Abtreibung" gilt Maria, der vierten und jüngsten Tochter der Witwe Anna Teresa Listru. Mit sechs Jahren wird Maria zu einer fill'e anima. "So nennt man die Kinder, die zweimal geboren werden, aus der Armut einer Frau und der Unfruchtbarkeit einer anderen. In dieser zweiten Geburt wurde Maria Listru zum späten Segen für Bonaria Urrai." Diese ist bereit sechzig Jahre alt und Schneiderin eines sardischen Dorfes. Bei ihr bekommt Maria ein eigenes Bett in einem eigenen Zimmer, sie kann zur Schule gehen, auch über die ersten Jahre ...
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Samstag, 31. Dezember 2011 | Kategorie: Allgemein |
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Die aktuelle Ausgabe der ZEIT beschäftigt sich mit dem Thema "Glück" und fragt: "Kann man Glück lernen?"
Vaillant, Direktor einer Langzeitstudie zum Lebensglück, wird folgendermaßen zitiert:
"Glück ist Liebe. Punkt."
Euch allen ein erfülltes (Liebes-) Leben in 2012 - und viel Glück dabei ;).
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Freitag, 30. Dezember 2011 | Kategorie: Allgemein |
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Frank Goosen widmet dieses Buch seiner Omma. Ja, Omma is kein Schreibfehler, sacht man hier so. Hier dat is der Pott, für nicht Eingeweihte: das Ruhrgebiet. Goosen erzählt Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend. Da ist von diversen Plätzen die Rede: von Sportplätzen, Pommesbuden, Frittenschmieden, Partykellern, Kneipen und Selterbuden und ihren jeweiligen Vorzügen:
"Das größte Plus für die Lebensqualität zwischen Recklinghausen und Hattingen, Duisburg und Unna ist jedoch die 'Trinkhalle' oder 'Selterbude', kurz: die Bude, ein nicht wegzudenkender Versorgungsstützpunkt, der elementare Grundnahrungsmittel wie Flaschenbier, Kartoffelchips und Klümpchen auch jenseits der üblichen Ladenöffnungs-zeiten bereithält. Beim Wohnungswech-sel innerhalb des Ruhrgebietes achten echte Kenner weniger auf die Anbindung an den ...
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