Mutter sein

Mutter sein

In unserem Literaturkreis haben wir diese Woche über Ben Lerners neuen Roman „Transkription“ gesprochen, in dem u.a. von Eltern gesprochen wird, die in große Not geraten, weil ihr Kind nichts essen will und sie mit ihren Methoden, gutes Zureden, nach Essenwünschen fragen … keinen Erfolg haben. Niemand weiß auch, warum das Mädchen nicht essen will.

Spontan habe ich gesagt: Mir wird immer klarer, welch Glück ich mit meinen Söhnen hatte, was mir erspart geblieben ist.

Daraufhin sagte eine Teilnehmerin zu mir: Und deine Söhne sicher auch mir dir!

Ups, darüber habe ich noch nicht nachgedacht, die Frae hat sich mir – bisher – einfach nicht gestellt.

2 Gedanken zu „Mutter sein

  1. Mutter zu sein kann meiner Einschätzung nach die schönste und zugleich schwierigste Aufgabe sein, die eine Frau erlebt.
    Ein bisschen von den sorgenvollen Zeiten kann ich nachempfinden, da ich inzwischen für meine Eltern Verantwortung übernommen habe. Ich kenne auch das Thema, dass sie nicht mehr essen möchten. (Und wie schwer es ist, sie dazu zu ermuntern.)
    Eine Mutter, die Kinder mit Liebe, Freude, Begeisterung und Achtsamkeit ins Leben begleitet, ist für Kinder ein großer Segen.
    Umgekehrt ist es ebenso ein großes Glück, wenn Kinder keine großen Sorgen bereiten. Das kann ich mir gut vorstellen.
    Während 18 Jahren, die ich beruflich mit Kindern verbracht habe, ist mir ganz viel untergekommen. Liebevolle und zugewandte Mütter habe ich eher zu Beginn meiner Arbeit erlebt – was später folgte, waren oft schwierige Beziehungen zwischen Müttern (Eltern) und ihren Kindern, aus ganz unterschiedlichen Gründen.
    Ich traue mich zu schreiben (so wie eine Teilnehmerin sagte), dass Deine Söhne großes Glück mit Dir haben.
    Und ganz in diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Muttertag.
    Herzliche Grüße nach Speckhorn

  2. Uns ist es ähnlich gegangen mit unseren drei Kindern (zwei Söhne und eine Tochter). Auch sie bereiteten uns keinerlei Schwierigkeiten, weder früher noch jetzt, was ich als ganz grosses Glück erachte. (Klar tut man, was man kann, aber das ist sicher kein Garant für ein gutes und problemloses Miteinander.)
    Gewiss bin ich mir nicht, aber ich vermute, dass auch die Kinder – selber schon längst Eltern – das als Glück und schönes Privileg erachten. Und bei dir müsste es auch so sein. :–)
    In diesem Sinne herzliche Grüsse,
    Brigitte

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