Mutter sein
In unserem Literaturkreis haben wir diese Woche über Ben Lerners neuen Roman „Transkription“ gesprochen, in dem u.a. von Eltern gesprochen wird, die in große Not geraten, weil ihr Kind nichts essen will und sie mit ihren Methoden, gutem Zureden, nach Essenwünschen fragen … keinen Erfolg haben. Niemand weiß auch, warum das Mädchen nicht essen will.
Spontan habe ich gesagt: Mir wird immer klarer, welch Glück ich mit meinen Söhnen hatte, was mir erspart geblieben ist.
Daraufhin sagte eine Teilnehmerin zu mir: Und deine Söhne sicher auch mir dir!
Ups, darüber habe ich noch nicht nachgedacht, die Frae hat sich mir – bisher – einfach nicht gestellt.
8 Gedanken zu „Mutter sein“
Mutter zu sein kann meiner Einschätzung nach die schönste und zugleich schwierigste Aufgabe sein, die eine Frau erlebt.
Ein bisschen von den sorgenvollen Zeiten kann ich nachempfinden, da ich inzwischen für meine Eltern Verantwortung übernommen habe. Ich kenne auch das Thema, dass sie nicht mehr essen möchten. (Und wie schwer es ist, sie dazu zu ermuntern.)
Eine Mutter, die Kinder mit Liebe, Freude, Begeisterung und Achtsamkeit ins Leben begleitet, ist für Kinder ein großer Segen.
Umgekehrt ist es ebenso ein großes Glück, wenn Kinder keine großen Sorgen bereiten. Das kann ich mir gut vorstellen.
Während 18 Jahren, die ich beruflich mit Kindern verbracht habe, ist mir ganz viel untergekommen. Liebevolle und zugewandte Mütter habe ich eher zu Beginn meiner Arbeit erlebt – was später folgte, waren oft schwierige Beziehungen zwischen Müttern (Eltern) und ihren Kindern, aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Ich traue mich zu schreiben (so wie eine Teilnehmerin sagte), dass Deine Söhne großes Glück mit Dir haben.
Und ganz in diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Muttertag.
Herzliche Grüße nach Speckhorn
Ob es die schönste und schwierigste ist, die eine Frau erlebt, mag ich gar nicht beurteilen.
Einfach war es sicher nicht, sie waren auch große Herausforderungen in vielerlei Hinsicht und jeder auf seine Art Lehrmeister für mich und meine persönliche Entwicklung.
Und dafür bin ich dankbar.
Herzliche Grüße
Uns ist es ähnlich gegangen mit unseren drei Kindern (zwei Söhne und eine Tochter). Auch sie bereiteten uns keinerlei Schwierigkeiten, weder früher noch jetzt, was ich als ganz grosses Glück erachte. (Klar tut man, was man kann, aber das ist sicher kein Garant für ein gutes und problemloses Miteinander.)
Gewiss bin ich mir nicht, aber ich vermute, dass auch die Kinder – selber schon längst Eltern – das als Glück und schönes Privileg erachten. Und bei dir müsste es auch so sein. :–)
In diesem Sinne herzliche Grüsse,
Brigitte
Dass sie mir keinerlei Schwierigkeiten bereitet haben, kann ich nicht behaupten. Sie sind auf ihre je eigene Art sehr eigenwillig und eigensinnig gewesen und sind es immer noch.
Prinzipiell gut, aber manchmal auch ziemlich anstrengend. Wenn ich ehrlich bin.
Die Gespräche mit ihnen sind mir wichtig und beinhalten oft wichtige Impulse.
Hab einen angenehmen Sonntag.
Genau, ich sage es auch, dass Deine Söhne ganz großes Glück mit Dir haben!
Hab einen wunderschönen Sonntag!
Ja, vielleicht.
Es gibt sicher schlimmere ;)
Herzliche Grüße
ich denke mir grad, dass es vielleicht im wesen des glücks liegt, dass es zu denjenigen besonders gern kommt, die es für andere / mit anderen empfinden (können). :)
liebe grüße!
Oh, ein interessanter, bedenkenswerter Aspekt.
Danke dir dafür.
Liebe Grüße