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Kategorie: Allgemein

Alles still

Alles still

Alles still! Es tanzt den ReigenMondenstrahl in Wald und Flur,Und darüber thront das SchweigenUnd der Winterhimmel nur: Alles still! Vergeblich lauschetMan der Krähe heisrem Schrei.Keiner Fichte Wipfel rauschet,Und kein Bächlein summt vorbei. Alles still! Die DorfeshüttenSind wie Gräber anzusehn,Die, von Schnee bedeckt, inmittenEines weiten Friedhofs stehn. Alles still! Nichts hör ich klopfenAls mein Herze durch die Nacht –Heiße Tränen niedertropfenAuf die kalte Winterpracht. (Theodor Fontane)

Schnee

Schnee

Schnee, zärtliches Grüssender Engel,schwebe, sinke –breit alles in Schweigenund Vergessenheit!Gibt es noch Böses,wo Schnee liegt?Verhüllt, verfernt er nichtalles zu Nahe und Hartemit seiner beschwichtigendenWeichheit, und dämpft selbstdie Schritte des Lautestenin Leise?Schnee, zärtliches Grüssender Engel,den Menschen, den Tieren! –Weisseste Feierder Abgeschiedenheit. (Francisca Stoecklin)

Ich bin der Regen

Ich bin der Regen

Ich bin der Regen, und ich geh’barfuß einher von Land zu Land.In meinen Haaren spielt der Windmit seiner schlanken, braunen Hand. Mein dünnes Kleid aus Spinngeweb’ist grauer als das graue Weh.Ich bin allein. Nur hie und daspiel’ ich mit einem kranken Reh. Ich halte Schnüre in der Hand,und es sind auf ihnen aufgereihtalle die Tränen, welche jeein blasser Mädchenmund geweint. Sie alle habe ich geraubtbei schlanken Mädchen, spät bei Nacht,wenn mit der Sehnsucht Hand in Handsie bang auf langem Weg…

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Friede

Friede

Friede ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt, der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen. (Nathaniel Hawthorne)

Ein Sonnentag im Januar

Ein Sonnentag im Januar

Sonnenscheinzarte weiße Wolken am Himmelglitzernder Raureif auf den DächernGlockengeläut hier und da Vogelgezwitschermit einem Hauch von Frühling Heißer Milchkaffeedas neue Buch von MurakamiRuhe im AußenFrieden im Innerenleichte Wärme im Gesicht Telefonate mit den (Schwieger) Kindernessenzielle Gesprächeauf Augenhöhe Zufriedenheit auf der ganzen Liniegepaart mit Dankbarkeitund dem Gefühlreich beschenkt zu werden So einfach istdas manchmal (©mona lisa)

Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, meine mittlerweile grauen Haare zu färben oder färben zu lassen. Vorschlägen von Friseuren, Bekannten habe ich stets widerstanden. Auch den Hinweisen, ich sähe dann sicher jünger aus. Wollte ich je jünger aussehen? Nie wirklich. „Mein eigenes Alter betrübt mich nicht.“ schreibt Haruki Murakami in seinem neuen Erzählband „Erste Person Singular“. Dem kann ich mich – bis heute jedenfalls – anschließen. Vor allem die damit verbunden Kosten, Prozeduren, Gerüche, Verpflichtungen, dann auch dabei zu bleiben,…

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