Durchsuchen nach
Kategorie: Gedichte

Abendstille

Abendstille

Abendstille überall, Nur am Bach die Nachtigall Singt ihre Weise Klagend und leise Durch das Tal. (Volkslied) Leider ist das in vielen Regionen der Welt für viele Menschen nur ein Traum, ein zur Zeit nicht erfüllbarer Wunsch.

Tagesanfang

Tagesanfang

Aus meiner tiefsten Seele ziehtMit NasenflügelbebenEin ungeheurer AppetitNach Frühstück und nach Leben. (Joachim Ringelnatz) Heute gab’s selbst gemachtes Müsli – ich möchte wissen, was drin ist – mit selbstgepflückten Brombeeren/ und Banane (die musste „weg“).

Die Maus

Die Maus

Ride=bide=Bumstock fing ’ne Maus,Ride=bide=Bumstock ließ sie wieder raus,Ride=bide=Bumstock, du bist dumm,Die Mäuse sind’n Rackerpack, das bringt man um! (Paula Dehmel) Die Entscheidung steht bei dieser „Asphaltmaus“ erst gar nicht an.

Ist das ein Sterben? …

Ist das ein Sterben? …

Ist das ein Sterben? Menschen regenSich munter auf dem Ackerland;Hier führt der eine heim den Segen,Dort streut das Korn des andern Hand. Mich dünkt, ich seh’ erst jetzt das LebenSo voll gestillt wie hoffnungsreich:Was kann es Schöneres denn geben,Als ernten und auch sä’n zugleich? (Stephan Milow)

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit

Wenn ich in den KnabenjahrenAbends hinsank auf mein Bette,O wie war die Rast mir lieblich!Schon nach wenig AtemzügenLösten sich von selbst die Wimpern,Und des Schlafes Wellen spültenUm die Brust mir leicht und linde,Und der Traum mit ElfenhändenNahm mir von der jungen SeeleAllen kleinen Harm des Tages. Aber jetzt wie ward es anders!Such‘ ich mitternachts mein LagerMit herabgebrannter Kerze,Bleibt der süße Schlaf mir ferne;Denn die Sehnsucht ruckt am Kissen,Und es lasten die GedankenAuf mir wie ein böser Alpdruck,Und mit Rabenflügeln schwirrenUm…

Weiterlesen Weiterlesen

Aussicht

Aussicht

Der offne Tag ist Menschen hell mit Bildern,Wenn sich das Grün aus ebner Ferne zeiget,Noch eh des Abends Licht zur Dämmerung sich neiget,Und Schimmer sanft den Klang des Tages mildern.Oft scheint die Innerheit der Welt umwölkt, verschlossen,Des Menschen Sinn von Zweifeln voll, verdrossen,Die prächtige Natur erheitert seine TageUnd ferne steht des Zweifels dunkle Frage. (Friedrich Hölderlin)

Am Strande

Am Strande

Vorüber die Flut.Noch braust es fern.Wild Wasser und obenStern an Stern. Wer sah es wohl,O selig Land,Wie dich die WelleÜberwand. Noch braust es fern.Der Nachtwind bringtErinnerung und eine WelleVerlief im Sand. (Rainer Maria Rilke)

Meer-Rhythmus

Meer-Rhythmus

Wenn bange, unruhige und böse Gedanken kommen, so gehe ich ans Meer, und das Meer übertönt sie mit seinen großen, weiten Geräuschen, reinigt mich mit seinem Lärm und legt einen Rhythmus allem in mir auf, was verstört und verwirrt ist. (Rainer Maria Rilke)

Der Gong

Der Gong

Nicht mehr für Ohren…:Klang, der, wie ein tieferes Ohr, uns, scheinbar Hörende, hört. Umkehr der Räume. Entwurf innerer Welten im Frein…, Tempel vor ihrer Geburt, Lösung, gesättigt mit schwer löslichen Göttern…:Gong!  Summe des Schweigenden, das sich zu sich selber bekennt, brausende Einkehr in sich dessen, das an sich verstummt, Dauer, aus Ablauf gepreßt, um-gegossener Stern…Gong!  Du, die man niemals vergißt, die sich gebar im Verlust, nichtmehr begriffenes Fest, Wein an unsichtbarem Mund, Sturm in der Säule, die trägt, Wanderers Sturz in den Weg, unser, an Alles, Verrat…Gong! (Rainer Maria Rilke)