Aufgeschnappt
Schlauerwolken – war ein Versprecher im Wetterbericht heute früh. Gefällt mir. So fängt der Tag doch schon mit einem Lächeln an.
Schlauerwolken – war ein Versprecher im Wetterbericht heute früh. Gefällt mir. So fängt der Tag doch schon mit einem Lächeln an.
Heute Morgen stand ein Reiher vor meinem Schlafzimmerfenster. Ich habe zuerst gedacht, ich träume noch. Doch er war real. Leider habe ich ihn nicht fotografieren können. Bei der ersten meiner Bewegungen flog er auf und davon. – Schade. Und dennoch hat mich sein Anblick verzaubert. Bei den Gedichten bin ich dann aber fündig geworden. Wie passend sind doch die beiden letzten Strophen im Hinblick auf die „neue Zeit“: Wenn spazieren geht der Reiher,Denkt er über manches nach:Ob sich’s besser fischt…
Das sind eine meine Gartenschönheiten – jedes Jahr bin ich aufs neue gespannt, ob bzw. wie üppig sie blühen. Das Warten hat sie gelohnt. Die ersten Blüten zeigen sich schon, noch vor Pfingsten.
Es gibt Möglichkeiten für mich,gewiss,aber unter welchem Stein liegen sie? (Franz Kafka)
Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wieviel Pracht in den kleinen Dingen, in einer Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart. (Rainer Maria Rilke)
Meister Hogen sagte zu einem Mönch:„Sieh dir diesen Felsbrocken an.Ist er in deinem Geist oder außerhalb? Der Mönch antwortete:„Nach der buddhistischen Lehreist alles Projektion des Geistes,also nehme ich an, dass er in meinem Geiste ist.“ Hogen sagte:„Ist es nicht beschwerlich, solch einen schweren Stein mit dir herumzuschleppen?“ (Aus dem Zen-Buddhismus)
Das schoss mir durch den Kopf, als ich gestern auf meinem Sonntagsspaziergang diese Baumruine gesehen habe. Und auch die Zeit dieses alten Bauernhauses ist vorbei.
In Hamburg lebten zwei Ameisen,Die wollten nach Australien reisen.Bei Altona auf der ChausseeDa taten ihnen die Beine weh,Und da verzichteten sie weiseDann auf den letzten Rest der Reise.…(Joachim Ringelnatz) Ihre Nachfahren scheinen zumindest bis in meinen Garten gekommen zu sein. Sie fühlen sich dort offensichtlich wohl und vermehren sich, trotz der oft gierigen Grünspechte.
Wie schön sich zu wiegen,die Luft zu durchfliegenam blühenden Baum!Bald vorwärts vorüber,bald rückwärts hinüber –es ist wie ein Traum! Die Ohren, sie brausen,die Haare, sie sausenund wehen hintan!Ich schwebe und steigebis hoch in die Zweigedes Baumes hinan. Wie Vögel sich wiegen,sich schwingen und fliegenim luftigen Hauch:Bald hin und bald wider,hinauf und hernieder,so fliege ich auch! (Heinrich Seidel)