Amphitheater Trier
Schöne Aussicht: Leben mit Blick auf Vergangenheit
Schöne Aussicht: Leben mit Blick auf Vergangenheit
„An ihrem zwanzigsten Geburtstag arbeitete sie wie jeden Freitagabend als Kellnerin. Allerdings hätte sie sich an diesem Freitag lieber freigenommen, zumal das andere Mädchen, das im Restaurant jobbte, sogar bereit gewesen wäre, mit ihr zu tauschen.“ (Copyright Kat Menschik, Dumont Verlag) Doch an diesem Abend ist vieles anders. Hätte sie nicht arbeiten müssen, wäre es nicht zu der Begegnung mit dem Besitzer des Hotels gekommen, dem sie an diesem Tag – ausnahmsweise – das Essen auf sein Zimmer 604 bringen…
Über Nacht
Die Rose sieht vorbei den Falter fliegen, Sie selbst ein Schmetterling, nur festgebannt; Da klagt sie: »Ach, wer löst mein fesselnd Band? O könnt‘ auch ich in Lüften frei mich wiegen!« Der Falter sieht die Ros‘ ins Laub sich schmiegen, Er eine Blume selbst, die Flügel fand; Da klagt er: »Hätt‘ ich doch so sichern Stand! O könnt ich so an fester Stätte liegen!« Mit sonn’gem Lächeln hört der Lenz ihr Klagen, Erhörung bringt nur der, vor dem sie zagen,…
Ihren Roman „Die hellen Tage“ und den Erzählband „Heißester Sommer“ habe ich mit Begeisterung gelesen und rezensiert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den neuen Roman, mit ansprechend gestaltetem rotgrundigem Cover, einem roten Lesebändchen – bei 683 eine sinnvolle Einrichtung – und dem Hinweis: „Zsuzsa Bánks neuer Roman ist eine Feier der Freundschaft und des Lebens“. Auch die ersten Sätze waren verheißungsvoll. Und dann sind da leider einige „Aber“, die mir die Lektüre insgesamt dann erschwert haben. Doch zunächst: Worum…
Frühling allüberall, in allen Ritzen sprießt und schießt es – unaufhaltsam:
„Wir müssen auf unsere Seelen hören, wenn wir gesund werden wollen. Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen, er wird allein sein. ‚Alles ist mit Allem…
Heute konnte sich die Magnolienblüte nicht länger der Sonne verschließen. Es war ein sonniger Nachmittag im Garten.
Noch traut sie sich nicht:
(Copyright Marie Wolf, Edition Büchergilde) Kafka hat sich in in einem „Brief an seinen Vater“ seine durch diesen ausgelöste Ängste von der Seele geschrieben, Hesse mit „Kinderseele“ etwas Ähnliches. Diese bereits 1918 entstandene Erzählung ist nun – als illustrierte Ausgabe – in der Edition Büchergilde neu erschienen. Tiere als Bilder für die Positionen und der damit gefühlten Mächtigkeit der jeweiligen Mitspieler verdeutlichen deren Bedeutung und Größe für den Protagonisten, der über eine weite Erzählstrecke „gesichtslos“ bleibt. Hesse beschreibt aus der…