Oliver Unger, Endlich ehrlich zu mir selbst

Oliver Unger, Endlich ehrlich zu mir selbst

Wer wollte nicht ehrlich zu sich selbst sein? Authentisch sich selbst gegenüber und im Kontakt mit anderen? Der Autor zeigt gut lesbar und nachvollziehbar auf, was einen daran hindert, es tatsächlich auch umzusetzen. Es sind die eigenen, oft unbewussten Glaubenssätze, die man früh gelernt und ungefragt übernommen hat. Er erklärt ihre Entstehung  und die Auswirkungen aufs tägliche Leben. Bin ich der Typ „Kamel“, „Hase“, „Ameise“ oder „Löwe“ und reagierte oft automatisch, sozusagen auf „Knopfdruck“ als dieser Typ, wenn ich durchs Leben gehe? Woran merke ich, ob ich authentisch handele oder ob ich nur re-agiere? Was verraten mir die kleinen Wörtchen „eigentlich“, „aber“ oder „man“? Und: Wie schaffe ich es, zunehmend authentischer zu werden und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen?
Dass Glück und Erfüllung nicht erst Ergebnis am Ende des Weges sind, sondern bereits am Wegesrand warten, glaubt man dem Autor, vor allem wenn man in seinem ganz persönlichen Nachwort seinen Weg vom „diplomatischen Dienstleister-Sein zur Authentizität“ liest.
Mir hat das Buch einiges an neuen, alten Einsichten gebracht und ich werde es sicher nicht im Bücherregal ablegen, sondern immer mal wieder zur Hand nehmen.

Oliver Unger, Endlich ehrlich zu mir selbst. Den Ballast erdrückender Glaubenssätze abwerfen und wieder authentisch leben, Obersdorf 2009, 166 S., ISBN 978-3-89385-584-1

2 Gedanken zu „Oliver Unger, Endlich ehrlich zu mir selbst

  1. klingt beachtenswert!
    finde es merkwürdig, wenn jemand von intensiven gefühlen so erzählt: ja, man wollte das nicht so wahrhaben, man kam….
    früher durfte „man“ niemals sich selbst an die erste stelle setzen- davon kommt auch noch die vermeidung- heute ist manchmal viel zu viel ICH. das ist wieder ein anderes ding…

  2. Der Satz: Da kann man nichts machen, bedeutet meist, da will ich nichts machen,ändern. Hinter „man“ kann „man“ sich so gut verstecken und nur wenigen fällt’s auf.

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