Franz Schubert, Die Winterreise

Franz Schubert, Die Winterreise

Die Winterreise von Schubert nach Texten von Wilhelm Müller sind im Gegensatz zu den damals üblichen Wanderliedern eher innere Monologe eines Protagonisten, der sich als Fremder in der Welt fühlt und heimatlos umherirrt. Die Lieder bringen daher Gefühlslandschaften zu Gehör: Einsamkeit, Gefühl der Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit und zunehmender Todessehnsucht, typische Themen der Romantik.

IRRLICHT
In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin:
Wie ich einen Ausgang finde?
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das irre Gehen,
’s führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, unsre Leiden,
Alles eines Irrlichts Spiel.

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind ich ruhig mich hinab –
Jeder Strom wird’s Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch sein Grab.

Der Liederabend mit Christian Gerhaher im Konzerthaus Dortmund, am Flügel begleitet von Gerold Huber, hätte ein unglaublicher Hörgenuss sein können, wären da nicht die vielen Besucher, die hörbar nur auf das Ende der jeweiligen Strophe warteten, um mit ihrem Husten-Kontrastprogramm starten zu können. Entsetzlich!!
So schlimm wie in Dortmund habe ich es noch nirgends erlebt. Dazu noch Menschen, die in die Reihen donnern, einem nicht einmal Zeit lassen aufzustehn, sich neben einen setzen und nicht einmal grüßen. Unangenehm.

Gut, dass es eine CD Einspielung gibt, da kann ich dann noch einmal nachhören und mitsummen, ohne andere zu stören ;)
Nur, weshalb fahre ich dann überhaupt noch nach Dortmund?

2 Gedanken zu „Franz Schubert, Die Winterreise

  1. Das ist wirklich schade und schmälert den Hörgenuss erheblich. Ach, diese Schnupfen- Husten und Grippezeit! Sie verträgt sich nur schlecht mit solchen Anlässen…

    Dir liebe, noch erkältungsfreie Grüsse,
    Brigitte

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