Einsamkeit

Einsamkeit

 „Aber vielleicht sind das gerade die Stunden, wo die Einsamkeit wächst; denn ihr Wachsen ist schmerzhaft wie das Wachsen der Knaben und traurig wie der Anfang der Frühlinge. Aber das darf Sie nicht irre machen. Was not tut, ist doch nur dieses: Einsamkeit, große innere Einsamkeit. Insich-Gehen und stundenlang niemandem begegnen, – das muß man erreichen können. Einsam sein, wie man als Kind einsam war, als die Erwachsenen umhergingen, mit Dingen verflochten, die wichtig und groß schienen, weil die Großen so geschäftigt aussahen und weil man von ihrem Tun nichts begriff.“

(Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter)

6 Gedanken zu „Einsamkeit

  1. Er spricht so voller Überzeugung und aus innerer Notwendigkeit: Man muss ihm jedes Wort glauben.
    Schöner Text – schönes Bild!
    Lieben Heutegruss,
    Brigitte

  2. einsam. alleinsam. bin ich denn einsam, wenn ich allein bin? was Rilke vom kind schreibt – ja, daran kann ich mich erinnern. „als die erwachsenen umhergingen, in dinge verflochten“ – wie wahr. immer kamen sie mir ein wenig fremd vor, wenn sie so waren. aber mich störte es gar nicht so, war froh, wenn ich so meine sachen machen konnte;-)…
    lieber gruß
    Sylvia

  3. Immer genieße ich das Alleinsein. Ruhe, vielleicht etwas schöne Musik, dazu tänzeln, ab und zu Krümel mit der Hand vom Tisch fegen und in den Hof streuen, in deinem und anderen Blogs lesen und viele wunderbare Fotos anschauen…wenn dann jemand kommt und Hektik verbreitet, ach nein, lieber nicht…
    Gruß von Sonja

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