Wir ducken uns tief

Wir ducken uns tief

Endloser Regen rinnt und rinnt.

Nebel spannen im Schreiten
zitternde Saiten von Wind zu Wind.

Alle Weiten rauschen heran.

Und die Bäume stapfen ums Haus wie Riesen
und werfen Gewitter herein.

Wir ducken uns tief! Wir krümmen uns klein!

Und unser verschwistertes Hand in Hand
wird grau, wie ein einsamer Strand,
überschwemmt und verwiesen.

(Paul Zech)

6 Gedanken zu „Wir ducken uns tief

  1. Das Gedicht bringt die „Untergangsstimmung“ während eines starken Gewitters (oder anderer Unbill) wunderbar zum Ausdruck.
    Ja, da möchte man sich einfach nur wegducken.
    Lieben Gruss ins Wochenende,
    Brigitte

  2. Wir ducken uns tief, weil es immer etwas in unseren Leben gibt, das uns kleinhalten kann.
    Vieles strömt wohl von außen auf uns ein, als ungemütlich und bedrohlich, nicht nur das Unwetter vor der Haustüre!

    Alte negative Gedankenmuster, oft in der Kindheit anerzogen, halten gut, oft ein Leben lang, wenn, ja wenn wir sie nicht rechtzeitig erkennen … Wenn solche allerdings aufgelöst sind, dann können wir uns wieder als Schöpfer unseres Lebens erleben!

    Auf viel Sonnenschein – nach dem Regen und Nebel!
    Liebe Grüße!

  3. Begrüßen wir darum die „Unwetter“ als Möglichkeit klarer, bewusster und kreativer zu werden ;)
    Sonnige Grüße
    PS: jetzt schaffe ich es gar nicht mehr, bei dir zu kommentieren:(

    1. Das kann ich definitiv auch so sehen, Unwetter sind Chancen für Neues! Es liegt an uns, diese Chancen zu ergreifen oder eben zu lassen.

      Wie ich rundum mitbekomme, ist derzeit das Kommentieren auf mehreren Seiten komplizierter geworden :-(
      Ich habe ebenso meine Schwierigkeiten auf einigen anderen Blogs;
      die Kommentare, die auf meinem Blog landen, muss ich ebenfalls mit vorheriger Anmeldung beantworten. Dann aber klappt es.

      Schade ist das ! Dennoch: Ein herzliches „Dankeschön!“ für Deinen Versuch!

    2. PS: Ich habe soeben bemerkt, dass ohne mein Zutun die Kommentarfunktion – im Moment? – auf meinem Blog unterbunden wird. Das ist nicht in meinem Sinne und auch etwas, auf das ich leider keinen Einfluss habe …

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