Ruß

Ruß

Aus Ruß und Schmutz starr’ ich nur noch in sonnige Weiten,Straßen, prall von der Sonne, lebendig vom wandernden Wind;Wiesen blühn göttlich im Licht, die leuchtenden Himmel sindBlaues Lachen, weiße Wolken über die dunklen Wälder gleiten. Draußen, da atmet die Welt Licht ein und haucht Odem zurück,Auf dem die Lerchen zu trunkenen Liedern werden.Ich weiß eine Buche im Felde, wer die sieht, der hat Glück!Den sticht nicht die Glut aus flammenden Feuerherden! Und ich weiß einen See, der ewig jung im…

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Der Mai ist gekommen …

Der Mai ist gekommen …

Es sprießt, wohin das Auge schaut, wenn man genau hinschaut. Denn manche Bäume lassen sich Zeit. Ihnen ist es offensichtlich noch zu kalt. Am Teich geht es sehr lebendig und zum Teil auch laut zu, wenn die Elternpaare ihre Kleinen ausführen und sorgsam bewachen.

Sally Rooney, Normale Menschen

Sally Rooney, Normale Menschen

„Nach Gespräche mit Freunden“ ist dies der zweite Roman der 1991 geborenen Sally Rooney. Es geht um Marianne und Connell, die in die gleiche Schule und die gleiche Klasse gehen, sonst aber wenig Gemeinsamkeiten aufweisen, weder im Hinblick auf ihre soziale Herkunft – Connells Mutter putzt bei Mariannes Mutter – noch von ihren sonstigen Interessen her: Marianne steht auf der gesellschaftlichen Leiter es Ortes oben, hat aber keine Freund*innen, ist viel allein, wird eher gemobbt, ist auf jeden Fall Außenseiterin,…

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Wesenskern

Wesenskern

Ist dir’s in deiner Ecke zu eng, so schüttle ab alles, was dich beengt, wandre, werde, was du werden magst und kannst – wenn nur dein Ich, deine Persönlichkeit, der Kern deines Wesens zur Erblühung kommt. (Friedrich Lienhard)

Das Leben verstehen

Das Leben verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,dann wird es werden wie ein Fest.Und lass dir jeden Tag geschehenso wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehensich viele Blüten schenken lässt. Sie aufzusammeln und zu sparen,das kommt dem Kind nicht in den Sinn.Es löst sie leise aus den Haaren,drin sie so gern gefangen waren,und hält den lieben jungen Jahrennach neuen seine Hände hin. (Rainer Maria Rilke)