Thomas Böhm, Carsten Pfeiffer (Hrsg.) DIE WUNDERKAMMER DER DEUTSCHEN SPRACHE

Thomas Böhm, Carsten Pfeiffer (Hrsg.) DIE WUNDERKAMMER DER DEUTSCHEN SPRACHE

Das ist ja mal ein Buch für SprachliebhaberInnen, Wörterhexen und andere Sprachinteressierte! Eine wahre Schatztruhe, in der man wühlen, über die man staunen, in der man vieles wieder und neu entdecken, kann – wie das bei Schatztruhen so der Fall ist. Vielleicht ja auch noch ein willkommenes Weihnachtsgeschenk.Die Herausgeber nennen das, was sie zusammengetragen und von 2 x Goldstein+Schöfer grafisch orangerotschwarz haben in Szene setzen lassen, nicht Schatztruhe, sondern „Wunderkammer“. Und natürlich erklären sie dieses Wort und Phänomen aus den…

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Gibt es hässliche Wörter?

Gibt es hässliche Wörter?

„‚Missbrauch‘ ist ein hässliches Wort für ein hässliches Vergehen.“ Diesen Satz konnte ich heute in der ZDF Sendung „heute“ um 19:00 hören. Nein! Da regt sich sofort Widerstand in mir. Nicht das Wort ist hässlich, es bezeichnet ein hässliches Vergehen. Darin stimme ich mit dem oben zitierten Satz überein. So könnte man die Reihe fortsetzen und formulieren: Vergewaltigung, Übergriffe, Grenzverletzung, Krieg … sind hässliche Wörter. Nein! Die Worte sind es nicht, sondern die Wirklichkeit, die sie versuchen zu benennen. Inwieweit…

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Simone Frieling, Ich schreibe, also bin ich

Simone Frieling, Ich schreibe, also bin ich

„Cogito ergo sum“ – dieser Grundsatz von René Descartes ist vielen vielleicht geläufig. „Ich schreibe, also bin ich“ geht da sicher noch einen Schritt weiter, denn Schreiben setzt m. E. Denken voraus. In ihrem biografischen Essayband stellt Simone Frieling zehn Schriftstellerinnen unterschiedlichster Couleur vor: Sie beginnt mit Virginia Woolf. Es folgen Katherine Mansfield, Gertrude Stein, Marina Zwetjajewa, Rosa Luxemburg, Natalia Ginzburg, Sylvia Plath, Hannah Arendt, Else Lasker-Schüler und Elisabeth Langgässer. So unterschiedlich die Frauen sind, leben und schreiben, so unterschiedlich…

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Jackie Thomae, Brüder

Jackie Thomae, Brüder

„Brüder“ ist der zweite Roman der als Journalistin und Fernsehautorin arbeitenden Jackie Thomae. Sie erzählt die Geschichte von Mick und Gabriel, zwei Männer in der Mitte ihres Lebens, die Halbbrüder sind, weil sie einen gemeinsamen senegalesischen Vater haben, der zum Studieren in die DDR gekommen war. Weder Nick noch Gabriel kennen ihren Vater, noch wissen sie voneinander. So werden folgerichtig ihre Geschichten auch getrennt voneinander und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Nick lebt in den Neunzigern als zwanzigjähriger „Nachtlebendesperado“ Berlin und…

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