Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten

Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten

Das Handke-Stück „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“, Regie Tiit Ojasoo & Ene-Liis Semper, eine Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg und den Ruhrfestspielen Recklinghausen, dauerte – ohne Pause – zweieinviertel Stunden, in denen pausenlos Menschen unterschiedlichster Art über die Bühne gingen, schritten, liefen, tanzten, schlichen, mit und ohne Kleidung, verschiedensten Reqisiten und Fortbewegungsmitteln. Eigentlich war die gesamte Menschheit – angefangen bei Adam und Eva – mit ihrer Geschichte vorhanden, mit allen kulturellen, sozialen, religiösen Weltanschauungen, ihren Gemeinsamkeiten und…

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David Foster Wallace, Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache

David Foster Wallace, Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache

„Ich nehme jetzt seit, mal überlegen, rund einem Jahr Antidepressiva, und ich würde mal sagen, da kann ich ganz gut einschätzen, wie die so sind. Sie sind eigentlich ganz okay, aber so, wie es okay wäre, auf einem anderen Planeten zu leben, wo es warm und gemütlich ist und Essen und frisches Wasser gibt: Es wäre okay, aber es wäre natürlich nicht die gute alte Erde. Ich war jetzt fast ein Jahr nicht mehr auf der Erde, weil es mir…

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Kathrin Weßling, Drüberleben

Kathrin Weßling, Drüberleben

„Leben ist sinnlos.“ „Es blieb nur dieser eine Satz, den das Unaussprechliche sich selbst beschreibend einem Mantra gleich wiederholte. Leben ist sinnlos.“ Aber wie geht Leben, wenn Leben sinnlos ist, aber leben will? Ida Schaumann ist depressiv, weiß das auch, denn sie lebt schon länger damit, dass ihr das eigene Leben – sehenden Auges – entgleitet. „Du weißt ja, dass du deine Mitte nicht findest. Du weißt ja, dass, wenn du sie suchst, dir die Dinge entgleiten, die Versuche einer…

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Ruhrschnellweg?!

Ruhrschnellweg?!

Hat der „Ruhrschnellweg“ je seinem Namen alle Ehre gemacht? Heute jedenfalls nicht. „Ruhrschleichweg“ wäre der passendere Name, von einem Stau in den nächsten, durchschnittliche Geschwindigkeit: 25 km/h nee, daran ist nicht primär der Streik bei der Bahn verantwortlich nachmittags ist das (fast) immer der Fall, jedenfalls immer, wenn ich unterwegs bin.

Nino Vetri, Mamas wunderbares Herz

Nino Vetri, Mamas wunderbares Herz

Sie mögen moderne Scheherazaden? Dann lesen Sie Nino Vetris Geschichten, die in Palermo spielen. Es sind grotesk, komisch, ironisch und nicht ganz ernst zu nehmende Alltagsgeschichten, in denen komische Kauze aller Art vorkommen: Das gibt’s das Genie, den Flüchtigen, den Alten, einen Wahrsager mit Computer und einen Priester, der seine Schafe beschimpft, statt ihnen die Absolution zu geben: „Glaubt ihr vielleicht, die Tore des Paradieses würden von Jammerlappen und Herdenvieh aufgerissen werden, nur weil ihr nicht gemordet und geraubt und…

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