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Kategorie: Rezensionen

Tor Ulven, Ablösung

Tor Ulven, Ablösung

Uff, zunächst bin ich nicht warm geworden mit diesem Roman. Dennoch konnte ich mich nicht entscheiden, ihn ungelesen an die Seite zu legen. Etwas hat mich daran fasziniert, ohne dass ich es direkt benennen konnte. Und nun bin ich froh, drangeblieben zu sein, ihn komplett gelesen zu haben. Der Roman ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Ich weiß nicht einmal, ob ich ihn angemessen würdigen kann. Doch vielleicht beginne ich mit einem Zitat: Du verstehst nicht, wovon sie eigentlich redet, verstehst…

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Pauline Delabroy-Allard, Es ist Sarah

Pauline Delabroy-Allard, Es ist Sarah

Wer den Roman aufmerksam liest, der ahnt schon zu Beginn, dass die Liebesgeschichte ein tragisches Ende nehmen wird. „In jener feuchten Nacht gelingt es mir nicht, meinen Blick von ihrem nackten Körper zu lösen, von ihrem wächsernen Schädel. Von ihrer Totensilhouette.“ In zwei Kapiteln des nur 180 Seiten langen Romans erzählt die 1988 geborene Pauline Delabroy-Allard wie Sahara, eine in jeder Hinsicht zu „laute“ Violonistin, in das Leben der eher ruhigen, zurückhaltenden Ich-Erzählerin tritt, einer Grundschullehrerin mit vierjähriger Tochter, gerade…

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Andreas Pflüger, Geblendet

Andreas Pflüger, Geblendet

Vorsicht! Suchtgefahr! Bitte mit dem Lesen erst dann beginnen, wenn genug Zeit, ist den gesamten Roman in einem Rutsch zu lesen. Den Leser erwartet Spannung pur! Man legt den Roman vielleicht ab und zu an die Seite, wenn man sich selbst ein wenig erholen, durchatmen muss. Auch im dritten Band um Jenny Aaron, der durch einen Einsatz erblindeten Ermittlerin, geht es wieder um brisante (politische) Einsätze der Abteilung. Jenny Aaron hat sich zum Meditieren zu ihrem Lehrer Kishō in die…

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Peter Wawerzinek, Liebestölpel

Peter Wawerzinek, Liebestölpel

Nach „Rabenliebe“ und „Schluckspecht“ ist nun Peter Wawerzinaks dritter Roman in dem ihm eigenen Stil erschienen. Der Ich-Erzähler auch dieses Romans hat einen Teil seiner Kindheit und Jugend im Heim verbracht, im Kindergarten zunächst gemeinsam mit Mädchen, dann als Schulkind „in unterschiedlichen Räumen getrennt, nach Jungen und Mädchen“. Seine erste „Liebe“ ist Lucretia, der er auf seinem Kinderdreirad hinterherfährt. Mit ihr fühlt er sich verbunden wie „Brüderchen und Schwesterchen“, mit ihr kann er nach der räumlichen Trennung nur noch am…

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Simone Lappert, Der Sprung

Simone Lappert, Der Sprung

Maybe I’m crazyMaybe you’re crazyMaybe we’re crazyPossibly (Gnarls Barkley) Diese Zeilen sind dem Roman als Motto vorangestellt. Und tatsächlich kann man sich als Leser des öfteren die Frage stellen, wer nun „verrückt“ ist. Manu, die junge Frau, die auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses steht und dort mehr als zwanzig Stunden aushält, von immer mehr Leuten begafft, per Handy gefilmt, beschimpft und zum Springen aufgefordert wird oder vielmehr die mehr oder weniger involvierten Personen, die zum Teil aufgrund vorgefertiger Meinungen und…

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Gøhril Gabrielsen, Die Einsamkeit der Seevögel

Gøhril Gabrielsen, Die Einsamkeit der Seevögel

Nur über ihr Satellitentelefon kann die Naturwissenschaftlerin Kontakt zu ihren Liebsten aufnehmen. Allein auf sich gestellt ist sie mitten im Winter für drei Monate nach Finnmark, in die nördlichste Region Norwegens, aufgebrochen, um für ihre Doktorarbeit wissenschaftliche Studien durchzuführen. Sie will den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Seevögelpopulation nachweisen. „Hier ist das Ende der Welt. Danach kommt nichts mehr. Ein endloses Meer grenzt an Klippen und Berge, zwei Extreme, die unaufhörlich miteinander ringen, bei ruhigem Wetter wie bei Sturm. ……

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Joachim Schnerf, Wir waren eine gute Erfindung

Joachim Schnerf, Wir waren eine gute Erfindung

Mir gefällt der Titel des Originals „Cette nuit“ besser, also heute abend. Denn es geht in diesem kleinen, intensiven, leisen Roman um die bevorstehende Nacht des jüdischen Sederabends, der jährliche Pessachfest einleitet, stets mit der Frage: „Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten, von der vorherigen und den kommenden, von den vergangenen Frühjahren und den bevorstehenden Osterfesten?“ So wird und soll alles wie immer sein. Und doch wird alles anders sein, denn Sarah, Salomons Frau, ist vor kurzem an…

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Hertha Pauli, Jugend nachher

Hertha Pauli, Jugend nachher

„ICH MÖCHTE SCHREIEN. Aber das tut man nicht in Amerika, wie ich in der kurzen Zeit meines Hierseins bereits gelernt habe. Hier lächelt man – Keep smiling – und auf die Frage, wie es geht, antwortet man noch im Sterben: ‚Danke fein.‘ Mir kann freilich nichts passieren, denn ich war schon tot. Also, lächle ich zu allem, was das Leben noch bietet, und sage ohne weiteres: ‚Fein.’“ Welch ein Romananfang! Die, die des öfteren schreien möchte und sicher auch allen…

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Sissel Gran, Ich verlasse dich, weil ich leben will

Sissel Gran, Ich verlasse dich, weil ich leben will

„Was passiert … , wenn das Band, das zwei Menschen verbindet, mehr und mehr zerfasert? Wenn eine Seite sich vor Einsamkeit krank fühlt, traurig und leer, resigniert und fast ohne Hoffnung ist?“ „Ich habe mir die Aufgabe gestellt, die Ausbrechenden in Ruhe zu Wort kommen zu lassen. Das bedeutet, ihrem Empfindungen Glauben zu schenken und zu versuchen, sie aus ihrem Inneren heraus und unabhängig von der Situation der verlassenen Personen zu verstehen. „ Sissel Gran ist langjährige Psychologin und erfahrene…

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Selma Lagerlöf, Roberta Bergmann, Herrn Arnes Schatz

Selma Lagerlöf, Roberta Bergmann, Herrn Arnes Schatz

„Herrn Arnes Schatz“ ist eine der Neuerscheinungen des Kunstanstifter Verlages in diesem Herbst. Es ist eine von Roberta Bergmann bebilderte Ausgabe der bereits 1904 erschienen Erzählung von Selma Lagerlöf, der schwedischen Schriftstellerin, die als erste Frau den „Nobelpreis für Literatur“ bekommen hat. „Herrn Arnes Schatz“ erzählt die Geschichte eines mörderischen Raubüberfalls im 16. Jahrhundert in Bohusland, bei dem der Schatz Herrn Arnes, Pfarrer von Solberga, geraubt, sämtliche Bewohner und Gäste des Pfarrhofes ermordet und das Gebäude in Flammen gesetzt werden….

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