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Kategorie: Rezensionen

Magdalen Nabb, Tod einer Verrückten

Magdalen Nabb, Tod einer Verrückten

Manchmal sind Mängelexemplare für mich günstige Gelegenheiten, mich auf mir unbekannte (Krimi-) Autoren einzulassen. Magdalen Nabb kannte ich bisher nicht und Guarnaccias sechster Fall ist mein erster Krimi, den ich von ihr gelesen habe. Der Krimi beginnt relativ ruhig und behäbig wie auch Guarnaccia (fast) nichts aus der Ruhe bringen kann. Der Leser lernt die spätere Tote – von allen die Verrückte genannt – noch zu ihren Lebzeiten kennen. Sie hat offensichtlichen einen Putzfimmel, den sie in der Öffentlichkeit auslebt, indem sie…

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37 Grad heute: Abgetaucht

37 Grad heute: Abgetaucht

Tina Soliman arbeitet als Dokumantarin und Regisseurin u.a. für die ZDF Reihe „37 Grad“, heute mit dem Thema „Abgetaucht“, Termin: 22.15. Thematisiert wird der plötzliche Kontaktabbruch zwischen einst nahestehenden Personen, das können auch Freunde, Geschwister sein. Ob die heutige Sendung eine Verfilmung  ihres Buches „Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen“ ist, weiß ich nicht. Näheres ist zu finden auf der entsprechen-den Seite des ZDF.

Anne Nübel-Orthen, Auf tauben Sohlen unterwegs

Anne Nübel-Orthen, Auf tauben Sohlen unterwegs

Beim Lesen Buches „Auf tauben Sohlen unterwegs. Mit Multipler Sklerose auf der Reise zum wahren Selbst“ musste ich an den erstaunten Ausruf einer Bekannten denken, die zur Zeit von Sogyal Rinpoche „Das Tibetanische Buch vom Leben und Sterben“ liest, weil sie sich mit dem Thema Tod auseinandersetzt: „Ich wusste gar nicht, dass Tod soviel mit Leben zu tun hat!“ In Anne Nübel-Orthens Buch geht es natürlich immer um ihre MS Krankheit, die man bei ihr kurz nach der Ausbildung zur…

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Zart besaitet – Last oder Gabe?

Zart besaitet – Last oder Gabe?

Heute beschäftigt sich Andrea Lieblang in der Sendung „Lebenszeichen“ mit dem Thema der Hochsensibilität. Die wenigsten Hochsensiblen werden ihre Sensibilität von Anfang an als Gabe oder gar als Gnade bezeichnen. Zu lange haben sie darunter gelitten, sind damit angeeckt, so viel anders zu sein als ihre Mitmenschen, ihre Andersartigkeit nicht erklären zu können, aber so oft dafür ausgelacht, ausgegrenzt zu werden: Mimose, Kräutchen-Rühr-mich nicht an, sind noch die freundlicheren Varianten, die man zu hören bekommt. Problem vieler Hochsensibler ist, die…

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George Simenon, Brief an meine Mutter

George Simenon, Brief an meine Mutter

Den „Brief an meine Mutter“  hat George Simenon dreieinhalb Jahre nach dem Tod der Mutter begonnen. Es ist der Versuch, die zu verstehen, die er Zeit seines Lebens nicht verstanden hat, da der Faden zwischen ihnen nur ein dünner gewesen ist. Der Brief zeichnet, ausgehend von seinen Gedanken am Sterbebett der Mutter, ihren kargen Lebensweg auf, der geprägt war vom enorm starken Willen, unabhängig zu sein und fürs Alter vorgesorgt zu haben. Sie hat sich von ganz unten hochgearbeitet. Jede kleine Freude war für…

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Ian Ranking, Ein kaltes Herz

Ian Ranking, Ein kaltes Herz

Gravy arbeitet als Aushilfe auf dem Friedhof, ist nicht sehr helle, aber hilfsbereit. So hat er kein Problem, für seinen Freund Benjy, der eines Tages blutüberströmt auf dem Friedhof auftaucht, eine Pistole zu verstecken. Was passiert ist, kann Benjy Gravy dann nicht mehr beantworten und was er mit der Tasche voller Geld tun soll, ebenfalls nicht. So macht sich Gravy auf die Suche nach einer Antwort für das Unverständliche – kindlich froh, Benjys Wagen fahren zu können, später dann sogar…

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George Simenon, Der große Bob

George Simenon, Der große Bob

Der große Bob wie der allseits beliebte, weil stets gut gelaunte, Robert Dandurand genannt wird, bricht an einem sonnigen Junitag zum Hechtangeln auf und kehrt nicht mehr zurück. Er ist ertrunken. Seine Frau und Freunde rätseln, ob es ein Unfall oder Selbstmord gewesen ist. Seltsam haben es nur alle gefunden, dass sich Bob seit einiger Zeit fürs Angeln interessierte und sogar – ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten – morgens sehr früh aufgestanden ist. Der Arzt Charles Coindreau – Ich-Erzähler dieses Romans –…

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Joan Didion, Blaue Stunden

Joan Didion, Blaue Stunden

„Das Jahr magischen Denkens“ von Joan Didion  ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Es ist Ausdruck ihrer die Trauerarbeit nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, für mich in mancher Hinsicht  nachvollziehbar, gleichzeitig literarisch faszi-nierend. In „Blaue Stunden“ setzt sich Didion mit dem Tod ihrer Adoptivtochter auseinander, die kurze Zeit nach dem Tod ihres Vaters stirbt. Didion wählt für die Aufzeichnungen den Hochzeitstag ihrer Tochter am 26.Juli 2003 als Beginn. Immer wieder im Verlauf der „Blauen Stunden“ werden die weißen Pfauen vor…

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Uraufführung Ruhrfestspiele Recklinghausen: Max Frisch, Antwort aus der Stille

Uraufführung Ruhrfestspiele Recklinghausen: Max Frisch, Antwort aus der Stille

Die Erzählung „Antwort aus der Stille “ wird bei den diesjährigen Ruhrfestspielen als Theaterstück uraufgeführt und zwar als Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin. Grund genug, diese Erzählung zu lesen, zumal ich schon als Schülerin Frisch gern im Unterricht gelesen habe. Es geht um einen jungen Mann, der sich die Frage stellt, wozu man lebt. Alles, nur kein gewöhnliches Leben will er leben. Doch bisher hat er noch nichts Außergewöhnliches erlebt, so dass bei ihm das Gefühl aufkommt, eigentlich noch nicht…

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Hanns-Josef Ortheil, Die Erfindung des Lebens

Hanns-Josef Ortheil, Die Erfindung des Lebens

„Jetzt ist geschehen, woran ich nicht mehr zu glauben gewagt habe, ich habe mich aus eigener Kraft aus einer schlimmen Lage befreit.“ – ein Satz von Johannes, dem Ich-Erzähler dieses Entwicklungsromans am Ende seiner Geschichte. Es ist eine außer-gewöhnliche Sozialisation, die Johannes, ein Nachkriegskind, durchlebt, zum Teil erleidet. Er ist das einzige (noch lebende) Kind seiner Eltern. Von den anderen vier Geschwistern erfährt er erst viel später und empfindet diese Nachricht als heilsam, da er sich nun in Gesellschaft weiß,…

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