Montag, 13. August 2018 | Kategorie: Fotos, Rezensionen, Rezensionen-Kalender | Kommentare (2)

Juchu, die ersten Kalender sind da!! Nach dem kleinen Schreck und der Überraschung, dass es schon wieder so weit fortgeschritten im Jahr ist, überwiegt dann doch die Vorfreude auf die verschiedenen Kalender. Die Büchergilde hat einen wunderschönen Wandkalender herausgebracht:"NOMEN EST OMEN. WOHER DIE MONATE IHRE NAMEN HABEN" (Copyright, Anna Gusella, Collection Büchergilde) Jeder Monat hat ein Blatt im Format 31,3 x 58,8 cm zur Verfügung. In kleinen rot-blau gehaltenen Texten kann man zu jedem Monat die verschiedenen, zum Teil noch gebräuchlichen Namen kennenlernen, die Herkunft der Namen lesen, die auf die Römer zurückgeht, aber auch erfahren, was der jeweilige Monat an ...weiterlesen...


Sonntag, 12. August 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

Der Himmel hat eine Träne geweint, Die hat sich ins Meer verlieren gemeint. Die Muschel kam und schloss sie ein: Du sollst nun meine Perle sein. Du sollst nicht vor den Wogen zagen, Ich will hindurch dich ruhig tragen. O du mein Schmerz, du meine Lust, Du Himmelsträn in meiner Brust! Gib, Himmel, daß ich in reinem Gemüte Den reinsten deiner Tropfen hüte. (Friedrich Rückert) weiterlesen...


Samstag, 11. August 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Wir trugen Trauer um die Mutter, die im Herbst gestorben war, und verbrachten den ganzen Winter allein auf dem Land, Katja, Sonja und ich. ... Gegen Ende des Winters hatte dieses Gefühl von Melancholie, Einsamkeit und schierer Langeweile solche Ausmaße angenommen, daß ich mein Zimmer nicht mehr verließ, das Klavier nicht mehr öffnete und kein Buch mehr zur Hand nahm." So beginnt der Roman "Familienglück" von Lev Tolstoj, geschrieben aus der Ich-Perspektive der noch sehr jungen Maša, die sich in ihren sehr viel älteren Vormund Sergej Michajlyc verliebt und hofft, ihn heiraten zu können, obwohl dieser glaubt, das Thema "Liebe" schon ...weiterlesen...


Freitag, 10. August 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (4)

Ich liebe es, Postkarten zu schreiben und zu bekommen. Die, die hier aus der weiten oder nahen Welt zu mir ins Haus kommen, finden Platz an meiner Küchenzarge. Ein Silvesterritual ist es, in Dankbarkeit die Postkarten abzunehmen und den weißen Rahmen für die freizumachen, die im dann kommenden Jahr hier eintrudeln. Die gerade angekommenen stehen zunächst auf meinem Küchentisch und wandern dann an die Zarge, wenn der Postbote nächste bringt: weiterlesen...


Donnerstag, 9. August 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Für Schönheit starb ich - und war kaum Zurechtgerückt im Grab Als Einer der für Wahrheit starb Ins Nebenzimmer kam - Er fragt sanft "Für was starbst du?" "Für Schönheit", sagte ich - "Und ich - für Wahrheit - wir sind Brüder - Denn Die sind Eins und gleich" - So redeten wir, blutsverwandt - Und Wand an Wand des Nachts - Bis Moos zu unsern Lippen stieg - Auf unsern Namen wuchs - (Emily Dickinson) weiterlesen...


Mittwoch, 8. August 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du gehst. Und der Asphalt ist plötzlich nass und plötzlich ist das Grün der Bäume neu und ein Geruch wie von ganz frischem Heu schlägt dir in dein Gesicht, das heiß und blass auf diesen Regen wohl gewartet hat. Die Gräser, welche staubig, müd und matt sich bis zur Erde haben hingebeugt, sehen beglückt die Schwalbe, welche nahe fleugt, und scheinen plötzlich stolz zu sein. Du aber gehst. Gehst einsam und allein und weißt nicht, sollst du lachen oder weinen. Und hier und da sind Sonnenstrahlen, welche scheinen, als ginge sie der Regen gar nichts an. (Selma Meerbaum-Eisinger) weiterlesen...


Dienstag, 7. August 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Es gibt eine Stille, in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen. (Adalbert Stifter) weiterlesen...


Montag, 6. August 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (6)

Der Bauer gräbt Kartoffeln aus, Frühkartoffelernte, direkt hinterm Haus - Viel Staub wird aufgewirbelt. Doch wir sind netterweise vorher darauf aufmerksam gemacht worden, so dass Fenster und Türen geschlossen sein konnten. die Mutter kocht sie fein zu Haus', sie gibt ein Stückchen Butter d'rauf und's Kindchen ißt sie alle auf. Habe mir mein Mittagessen anschließend zusammengesammelt. Erinnerungen an Kindheitstage wurden wach. Als Kind durfte ich bei der Kartoffelernte mithelfen. Die heutigen Rodungsmaschinen existierten noch nicht. Anschließend gab's als Belohnung Feuerkartoffeln, dafür war es mir dann noch zu staubig, zu heiß draußen - die Feuergefahr zu groß. weiterlesen...


Sonntag, 5. August 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Wickle die Hand in das Tuch und dann tauche sie Ein ins bekrönte Gesträuch, und so kühn, daß es knirscht In dem Dickicht zelluloidener Dornen. Die Rose gepflückt ohne Schere! Sieh dich nur vor, daß die Blüten nicht alle zerfallen - Rosiger Kehricht - Musselin - Salomons Blütenblatt - Wildling, für das Sorbet nicht zu brauchen, Weder Aromen noch Öl gibt's aus ihm. (Ossip Mandelstamm, Armenien, Armenien, Posa, Notizbuch, Gedichte 1930-1933) weiterlesen...


Sonntag, 5. August 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Betrachte drei Dinge. Wisse, woher du kamst und wohin du gehst und vor wem du dich zu verantworten hast." Diese drei "Dinge" können den Menschen im Sinne Martin Bubers auf seinen Weg bringen, aus seinem Leben einen Weg machen. Dieser Weg beginnt mit der Erkenntnis, dass sich der Mensch oft vor sich selbst versteckt: "Um der Verantwortung für das gelebte Leben zu entgehen, wird das Dasein zu einem Versteckapparat ausgebaut." Für Martin Buber ist es in erster Linie ein sich Verstecken vor Gott, letztendlich aber ein sich Verstecken vor sich selbst mit der Konsequenz, die Verantwortung für das eigenen Leben nicht zu ...weiterlesen...