Montag, 4. Mai 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Sonntag, 3. Mai 2015 | Kategorie: Denk-Würdiges | Kommentare (3)

Zufriedenheit stellt sich ein, wenn alles da ist, was ich zum Leben brauche. Ich muss mir dessen allerdings bewusst sein. (© mona lisa) weiterlesen...


Samstag, 2. Mai 2015 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

"Voreiligkeit beruht auf Ungeduld und Hast. Vergesslichkeit beruht darauf, dass man von Anfang an ungeduldig ist, durch seine Gefühle in Verwirrung gerät und somit keine innere Ruhe findet. Beide Schwächen dürften kaum auftreten, wenn man sich stets in Geduld übt, seine Fassung behält und sich auf die im Augenblick anstehende Aufgabe konzentriert.“ (Kamada Ryuko) weiterlesen...


Freitag, 1. Mai 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

So häng ich denn auf krummem Aste und schaukle meine Müdigkeit. Ein Vogel lud mich her zu Gaste, ein Vogelnest ist's, drin ich raste. Wo bin ich doch? Ach, weit! Ach weit! Das weiße Meer liegt eingeschlafen, und purpurn steht ein Segel drauf. Fels, Feigenbäume, Turm und Hafen, Idylle rings, Geblök von Schafen, – Unschuld des Südens, nimm mich auf! Nur Schritt für Schritt – das ist kein Leben, stets Bein vor Bein macht deutsch und schwer. Ich hieß den Wind mich aufwärts heben, ich lernte mit den Vögeln schweben, – nach Süden flog ich übers Meer. Vernunft? Verdrießliches Geschäfte! Das bringt uns allzubald ans Ziel! Im Fliegen lernt ich, was mich äffte, – schon fühl ich Mut ...weiterlesen...


Donnerstag, 30. April 2015 | Kategorie: Aufgelesen, Aufgeschnappt, Zitate | Kommentare (3)

„Es lehrt die Sitte wohl, es sei am schönsten, bei Unglücksfällen möglichst ruhig sich zu verhalten und nicht dem Ausbruche seines Schmerzes sich zu überlassen: denn man könne ja erstens nicht wissen, ob ein Gut oder ein Übel mit dergleichen Zufällen verbunden sei: zweitens komme einem etwas Ersprießliches dabei für die Zukunft nicht heraus, wenn man sie ungeduldig ertrage: drittens sei keiner der menschlichen Verluste eines so großen Aufhebens wert; viertens sei das ewige ‚Ach und Weh’ dem Geistesvermögen hinderlich, was in jenen menschlichen Zufällen augenblicklich zur Hand sein muss. Welchem Geistesvermögen … ? Dem Vermögen … bei einem geschehenen Unfall ...weiterlesen...


Mittwoch, 29. April 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Sie mögen moderne Scheherazaden? Dann lesen Sie Nino Vetris Geschichten, die in Palermo spielen. Es sind grotesk, komisch, ironisch und nicht ganz ernst zu nehmende Alltagsgeschichten, in denen komische Kauze aller Art vorkommen: Das gibt's das Genie, den Flüchtigen, den Alten, einen Wahrsager mit Computer und einen Priester, der seine Schafe beschimpft, statt ihnen die Absolution zu geben: "Glaubt ihr vielleicht, die Tore des Paradieses würden von Jammerlappen und Herdenvieh aufgerissen werden, nur weil ihr nicht gemordet und geraubt und eure Frau nicht verdroschen habt? Ich werde sie euch jedenfalls nicht aufsperren ... Ich würde euch für den Rest eurer Tage ...weiterlesen...


Dienstag, 28. April 2015 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

weiterlesen...


Dienstag, 28. April 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Das Mädchen: Vorüber! Ach vorüber! Geh wilder Knochenmann! Ich bin noch jung, geh Lieber! Und rühre mich nicht an. Der Tod: Gib deine Hand, du schön und zart Gebild! Bin Freund, und komme nicht, zu strafen: Sei gutes Muts! ich bin nicht wild, Sollst sanft in meinen Armen schlafen. (Matthias Claudius) Dieses Gedicht durchzieht wie ein Leitmotiv die Bilder Charlotte Salomons, zu sehen im Kunstmuseum Bochum; eine sinnvolle, sehenswerte Ergänzung zur Ballettaufführung im Musiktheater im Revier. Die Ausstellung ist noch bis zum 25.Mai 2015 zu sehen. Es lohnt sich! weiterlesen...


Montag, 27. April 2015 | Kategorie: Allgemein, Gedichte | Kommentare (2)

Nach dem Verlust der Versteinerung ist Lebendigkeit wieder möglich in allen Facetten: Kreativität Freude Bewegung Flexibilität Wahrnehmung von Schönheit Stille Empathie Liebe Zärtlichkeit Begegnung und Resonanz Dankbarkeit Demut und Bescheidenheit sind wieder möglich und das Wissen dass Leid zum Leben dazugehört (mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 26. April 2015 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

"Mitten in mir geht es gut." Diesen Satz habe ich aus der - wie immer hörenswerten - Sendung Lebenszeichen "Miteinandersein. Vom Wirtschaften mit 'Sozialkapital' "mitgenommen, in der es um Humankapital als Grundlage von gesellschaftlichen Veränderungen geht, hin zu einem freudvolleren Leben im empathischen Miteinander. Empathie wird dort in Anlehnung an den Familientherapeuten Jesper Juul und den Schriftsteller Peter Høeg als die härteste und wichtigste Währung von allen bezeichnet, als eine Kostbarkeit, die sich ohne Schwierigkeiten vermehren lässt. Wiederholung: heute Abend um 22:05 im WDR 5 und - hoffentlich wie immer - nachzulesen im Manuskript der Sendung. weiterlesen...