Mittwoch, 2. November 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nehmt mir den Stein von meinem Grabe; für mich gibt’s keinen Leichenstein! Ich, der ich nun verklärt mich habe, will doch für euch kein Toter sein! Warum das Weinen und das Klagen, wozu der Gram, das Herzeleid? Was ihr von mir hinausgetragen, war nur das abgelegte Kleid. Ich bin im Geist bei euch geblieben, für den es keine Trennung gibt, und werde euch auch ferner lieben, so, wie ich euch bisher geliebt. Zwar könnt ihr mich jetzt nicht mehr sehen, obgleich ihr mir noch sichtbar seid, doch ist ja weiter nichts geschehen, als: ich bekam ein andres Kleid. Und dieses ...weiterlesen...


Dienstag, 1. November 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Wenn einer starb, den du geliebt hienieden, So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe, Dass ernst und still es sich mit dir ergehe Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden. Da fühlst du bald, dass jener, der geschieden, Lebendig dir im Herzen auferstehe; In Luft und Schatten spürst du seine Nähe, Und aus den Tränen blüht ein tiefer Frieden. Ja, schöner muss der Tote dich begleiten, Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein, Und treuer - denn du hast ihn alle Zeiten. Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten; Und was du ewig liebst, ist ewig dein. (Emanuel Geibel) weiterlesen...


Montag, 31. Oktober 2016 | Kategorie: Alltägliches, Fotos, Gedichte, Zitate | Kommentare (0)

Habe vorige Tage jemanden vom Bahnhof abgeholt. Hatte noch ein wenig Wartezeit. Da fiel mit das Lied "Kommen und Gehen" von Udo Lindenberg ein: Auf dem Bahnsteig des Lebens fahren die Züge ein Die eine steigt aus und die soll's für immer sein Auf dem Bahnsteig des Lebens fahren die Züge wieder los Tränen auf den Schienen die Liebe war so groß ... (Udo Lindenberg, Ein Kommen und Gehen) Und nein: Es war nicht der eine fürs Leben ... weiterlesen...


Sonntag, 30. Oktober 2016 | Kategorie: Fotos | Kommentare (2)

"Langeweile ist die Windstille der Seele." (Friedrich Nietzsche) weiterlesen...


Samstag, 29. Oktober 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün, Reseden und Astern sind im Verblühn, Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht, Der Herbst ist da, das Jahr wird spät. Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht, - Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt! Banne die Sorge, genieße, was frommt, Eh' Stille, Schnee und Winter kommt. (Theodor Fontane) weiterlesen...


Freitag, 28. Oktober 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

jeden Tag jede Stunde jede Sekunde des Tages: strahlen, lächeln, freundlich sein unabhängig davon wie es wirklich geht versprechen und nichts einhalten macht ja nichts: Hauptsache: strahlen everybody's darling scheint besser zu sein als in den Spiegel zu schauen und zu spüren wer man wirklich ist und dann auch dazu zu stehen (mona lisa) weiterlesen...


Donnerstag, 27. Oktober 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Die Seele Die Seele ist wie ein Wind, der über die Kräuter weht, wie der Tau, der über die Wiesen träufelt, wie die Regenluft, die wachsen macht. Desgleichen ströme der Mensch Wohlwollen aus auf alle, die da Sehnsucht tragen. Ein Wind sei er, der den Elenden hilft, ein Tau, der die Verlassenen tröstet. Er sei wie die Regenluft, die die Ermatteten aufrichtet und sie mit Liebe erfüllt wie Hungernde. (Hildegard von Bingen) weiterlesen...


Mittwoch, 26. Oktober 2016 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Was nützt es uns, zum Mond reisen zu können, wenn es uns nicht gelingt, den Abgrund zu überwinden, der uns von uns selbst trennt? Dies ist die wichtigste aller Entdeckungsreisen; ohne sie sind alle anderen nicht nur nutzlos, sondern zerstörerisch. (Thomas Merton) weiterlesen...


Dienstag, 25. Oktober 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Zum ersten Mal in meinem Leben wollte ich mich mit Hingabe langweilen. Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren alles Spekulative zur Langeweile gelesen ... Aber es ist etwas anderes, sich theoretisch mit Langeweile zu beschäftigen, als sich ihr auszusetzen. Kann man sich zur Langeweile entschließen? Ein Leergelassensein von der Welt, das wollte ich erreichen. ... Keine Arbeit, keine Verpflichtung, keine Verantwortung, das war mein Minimalprogramm." Der Ich-Erzähler, ein ehemaliger Archivar, bezieht - inkognito - in seinem von einer ihm gänzlich unbekannten Tante geerbten Haus eine große, leer stehende Wohnung, in der der letzte Mieter, der Schriftsteller Georg Faust, nur ein ...weiterlesen...


Montag, 24. Oktober 2016 | Kategorie: Aufgelesen, Aufgeschnappt | Kommentare (2)

Zur Strafe für meine Autoritätsverachtung hat mich das Schicksal selbst zu einer Autorität gemacht. (Albert Einstein, 1930) weiterlesen...