Samstag, 7. März 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Die blauen Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras hervor; Das sind die lieben Veilchen, Die ich zum Strauß erkor. Ich pflücke sie und denke, Und die Gedanken all, Die mir im Herzen seufzen, Singt laut die Nachtigall. Ja, was ich denke, singt sie Lautschmetternd, dass es schallt; Mein zärtliches Geheimnis Weiß schon der ganze Wald. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Freitag, 6. März 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (5)

unvorhersehbar stand auf einmal die Welt still nichts war mehr wie vorher und doch: ist alles wie immer jeden Morgen bricht ein neuer Tag an Frühling, Sommer, Herbst und Winter wechseln sich ab im Urlaub gehe ich auf unseren Wegen allein in einer veränderten Welt (mona lisa) weiterlesen...


Donnerstag, 5. März 2015 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

In Kunderas Roman "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" sinniert Alain über menschliche Kämpfe in zivilisierten Gesellschaften: "Die Leute können nicht übereinander herfallen, sobald sie sich erblicken. Stattdessen versuchen sie, dem anderen die Schande der Schuld anzuhängen. Es gewinnt der, dem es gelingt, den anderen schuldig zu machen. Es verliert der, der seinen Fehler zugibt." (a.a.O. S. 56f) weiterlesen...


Donnerstag, 5. März 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Es läuft der Frühlingswind Durch kahle Alleen, Seltsame Dinge sind In seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, Wo Weinen war, Und hat sich geschmiegt In zerrüttetes Haar. Er schüttelte nieder Akazienblüten Und kühlte die Glieder, Die atmend glühten. Lippen im Lachen Hat er berührt, Die weichen und wachen Fluren durchspürt. Er glitt durch die Flöte Als schluchzender Schrei, An dämmernder Röte Flog er vorbei. Er flog mit Schweigen Durch flüsternde Zimmer Und löschte im Neigen Der Ampel Schimmer. Es läuft der Frühlingswind Durch kahle Alleen, Seltsame Dinge sind In seinem Wehn. Durch die glatten Kahlen Alleen Treibt sein Wehn Blasse Schatten. Und den Duft, Den er gebracht, Von wo er gekommen Seit gestern Nacht. (Hugo von Hofmannsthal) weiterlesen...


Mittwoch, 4. März 2015 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Im Garten hat das Frühjahr bereits begonnen: Christrosen, Krokusse blühen Hyazinthen-, Tulpenblätterspitzen lugen ein wenig aus der Erde Rosen, Hortensien schlagen aus Vögel sind lautstark zwitschernd auf der Suche nach Nistmöglichkeiten Frühlingsblumen werden gekauft Die Menschen lächeln wieder mehr Die Eissaison ist eröffnet Und ich warte noch auf die Rückkehr der Zugvögel, deren Route sie hoffentlich auch dieses Jahr wieder über mein Haus führt. weiterlesen...


Dienstag, 3. März 2015 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgelesen | Kommentare (0)

Auf die Bedeutung eines Küchentisches habe ich schon einmal in einem Text hingewiesen. In Anna Quindlens Roman "Ein Jahr auf dem Land" kann man eine Esstisch-Hymne lesen, an dem sogar zarte Bande entstehen können: "Im Haus eines alleinlebenden Menschen wird der Esstisch zum Universum, in verschiedene Bezirke unterteilt: einer für die Post, einer für die Arbeit, wenn es denn welche gibt, und ein kleines Fürstentum, das gerade Platz genug für einen Teller, eine Schüssel und eine Gabel bietet. Rebecca musterte ihren Tisch im blassgelben Licht der Lampe und sah ihr Leben in all seiner Einsamkeit vor sich, und als Jim Bates ...weiterlesen...


Dienstag, 3. März 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Die Fotografin Rebecca Winter hat Geldsorgen. Lange hatte sie von den Einnahmen eines ihrer Fotos leben können. Doch sie hat den Zenit ihrer Karriere als Fotografin offensichtlich überschritten. Ihr Name ist nicht mehr in aller Munde. Sie mietet sich in einem kleinen, preiswerten Haus auf dem Lande ein, um ihr teures Appartement in New York zu vermieten, von der Differenz zu leben und noch ihre alten Eltern zu unterstützen. Täglich überprüft sie sorgenvoll ihr Konto, unternimmt Wanderungen - die Kamera immer im Gepäck - in die nähere Umgebung und merkt, dass sie zunehmend kräftiger und ausdauernder wird und sich auch ...weiterlesen...


Montag, 2. März 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (4)

Die Bäume im Ofen lodern. Die Vögel locken am Grill. Die Sonnenschirme vermodern. Im übrigen ist es still. Es stecken die Spargel aus Dosen Die zarten Köpfchen hervor. Bunt ranken sich künstliche Rosen In Faschingsgirlanden empor. Ein Etwas, wie Glockenklingen, Den Oberkellner bewegt, Mir tausend Eier zu bringen, Von Osterstören gelegt. Ein süßer Duft von Havanna Verweht in ringelnder Spur. Ich fühle an meiner Susanna Erwachende neue Natur. Es lohnt sich manchmal, zu lieben, Was kommt, nicht ist oder war. Ein Frühlingsgedicht, geschrieben Im kältesten Februar. ( Joachim Ringelnatz) weiterlesen...


Montag, 2. März 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Das Lesen des Romans zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Er kommt mit einer Leichtigkeit, mit Humor, feiner Ironie, Wortspielen und Neologismen daher, die einen durch den Roman tragen, unterhalten und gute Laune machen. Vier in Paris lebende, ältere Männer - Alain, Ramon, Charles und Caliban - sind allesamt auf der Suche nach guter Laune, nach Aufmerksamkeit und der Frage, worin eigentlich (noch) ihre Bedeutung liegen könne. So unterschiedlich sie sind, eint sie doch die Frage, wie, wo sie fündig werden. Der Ich-Erzähler begleitet sie - jeder ein Kauz für sich - kennt ihre (erotischen) Träume, ihre Sorgen und ...weiterlesen...


Sonntag, 1. März 2015 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein. (Christian Morgenstern) weiterlesen...