Freitag, 3. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

Wie mache ich aus einer Wohnung meine Wohnung? Diese Frage stellt sich vor, während und nach einem Umzug oder auch bei einer anstehenden Renovierung. Mit welchen Farben, Farbmischungen, welchen Materialien kann ich Harmonie erreichen, wie das nicht mehr so ansehnliche Sofa aufpeppen, wenn das Budget für ein neues nicht reicht? Mit welchen Pflanzen kann ich Akzente setzen? Wohin mit den sich im Lauf eines Lebens angesammelten Erb- und Sammlerstücken? Wo finden Katze oder Hund ihren Platz? Dieser ansehnlich gestaltete Band enthält zahlreiche Vorschläge in Bild und Wort (in englischer Sprache), an denen man sich orientieren kann, um zu eigenen Umsetzungslösungen zu ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Mai 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"Eintausend Namen für Freude" ist eine Art Dialog zwischen Byron Katie und Laotses Tao Te King, quasi zwischen Meister und Meisterin, wenn man der Definition von Stephen Mitchell in seinem Vorwort zu diesem Buch folgen will: "Der Meister hat nichts Mystisches oder Überhebliches an sich. Er (oder sie) ist einfach ein Mensch, der die Wirklichkeit von seinen Gedanken über die Wirklichkeit zu unterscheiden weiß. ... Er ist wie alle anderen Menschen, nur glaubt er nicht mehr, dass die Dinge in diesem Augenblick anders sein sollten, als sie sind. Deshalb fühlt er sich unabhängig von den Umständen auf der Welt zu Hause, ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Herkunft" ist ein modern erzählter, stark autobiografischer Roman über ein uraltes, aber immer noch bzw. wieder sehr aktuelles Thema. Wie soll man die Frage nach der Herkunft beantworten? "Das Land, in dem ich geboren wurde, gibt es nicht mehr. Solange es das Land noch gab, begriff ich mich als Jugoslawe. Wie meine Eltern, die aus einer serbischen (Vater) bzw. einer bosniakisch-muslimischen Familie stammten (Mutter). Ich war ein Kind des Vielvölkerstaates, Ertrag und Bekenntnis zweier einander zugeneigter Menschen, die der jugoslawische Melting Pot befreit hatte von den Zwängen unterschiedlicher Herkunft und Religion." Der gesamte Roman ist der Versuch einer Antwort. "Komplexe Frage! ...weiterlesen...


Dienstag, 23. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses schmale Bändchen ist kein Krimi, wie vielleicht der Titel vermuten lassen könnte. Es wird aus der Sicht des Sohnes, der als Ich-Erzähler vorkommt, von einer - autobiografisch gefärbten - schwierigen Vater-Sohn-Beziehung erzählt: "Einmal schrieb ich in mein Heft über dich: Die Geschichte seines Lebens erzählen heißt, die Geschichte meiner Abwesenheit schreiben." Schon lange ist der Sohn aus dem Haus, Kontakt kaum vorhanden, schon früher redete der Vater nicht: "Letzen Monat habe ich dich in der kleinen Stadt im Norden besucht, wo du jetzt wohnst. ... Ich hatte dich einige Monate nicht gesehen - es ist lange her. Als du die ...weiterlesen...


Freitag, 19. April 2019 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Ein Wetter zum Eierlegen - wie man hier sagt. Das kommt dem Osterhasen sicherlich entgegen und den Kindern Ostern auch, denn das Wetter soll in den nächsten Tagen so bleiben. Das heißt aber auch: den Gartenschlauch nutzen und Blumen etc. wässern. weiterlesen...


Mittwoch, 17. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Selten stimme ich den Bewertungen auf dem Klappentext eines Buches zu. Dieses Mal schon: "Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit - ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-Vergessen-Können." Der Prolog führt den Leser sehr komprimiert in den gesamten Inhalt dieses vielschichtigen Romans ein: "Zu der Zeit, als diese Geschichte über mich hereinbrach, lebte ich unter Geistern. Manche davon hatte ich selbst gerufen, andere waren ohne mein Zutun in mein Leben getreten. Wieder andere hatte ich aus Worten geformt und, so ...weiterlesen...


Montag, 15. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

"In Filmen wirkt das immer ganz einfach mit dem Tod und dem Sterben und dieser ganzen Trauersache, sagt sie. Ich kenn mich da nicht so aus, sagt Robert. Also erstens mal stirbt fast nie jemand. Wenn einer stirbt, dann geht es schnell, dann ist es eher der Tod, der wichtig ist, so als Fakt, weniger die Trauersache. Dann stehen alle anderen Figuren am Grab, zum Beispiel, und heulen und sind traurig, und später geht es dann um was anderes, dann passiert auch schon das Nächste, keine Ahnung, eine Explosion oder ein Bankraub oder so. Na ja, sagt Robert. Sind ja auch ...weiterlesen...


Mittwoch, 10. April 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (5)

Zunächst hab‘ ich mit großem Erstaunen festgestellt, dass der Duden Verlag nicht nur den Duden in all seinen Varianten herausgibt, sondern auch andere Bücher. Das war mir echt neu. Nun gut, man lernt immer noch dazu ;) Stutzt ihr auch ab und zu bei Begriffen, die ihr - neuerdings auch wieder Politiker - benutzt, und fragt euch, ob die überhaupt noch verwendet werden sollten oder eher aus dem "Wörterbuch des Unmenschen" stammen - so der Titel eines längst vergriffenen Buches - und daher nicht mehr zu benutzen sind? Mit Matthias Heines "Verbrannte Wörter" haben wir die Möglichkeit zu überprüfen: "Wo wir noch ...weiterlesen...


Donnerstag, 28. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Wenn Heimat nicht mehr Heimat sein kann, weil sie zerstört ist, weil man sie verlassen musste oder auch "nur" wollte, um das eigene Leben zu retten, was bleibt dann (noch)? "Literatur ist eine Heimat, die umso wichtiger ist, wenn andere Heimaten verschwinden oder zerstört werden. Wer sie als seinen oder ihren Ort gefunden hat, weiß, wie stark, mutig, umsichtig und traurig wir in ihr und durch sie sein können. Sich dort zu begegnen, scheint mir eine der besten Möglichkeiten, um miteinander zu sprechen und Gehör zu schaffen" Dieses Zitat von Nora Bossong beschreibt, worum es bei diesem literarischen Projekt geht: Um literarische ...weiterlesen...


Montag, 25. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

"Wohin wir gehen" erzählt in mosaikartigen Bildern, leise, still, den Leser stets nötigend, zwischen den Zeilen zu lesen - von den verwirrenden, oft verzweigten Wegen zweier "Freundinnenpaare verschiedener Generationen" durch verschiedene soziale Systeme, geprägt von schwierigen politischen Umwälzungen im 20 Jahrhundert. Chronologisch, aber im Wechsel, erhält der Leser Einblick in das Alltagsleben dieser Freundinnen, das in hohem Maße geprägt ist durch die politischen Wirren und Katastrophen des 20. Jahrhunderts in Tschechien, der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR, und im zunächst noch geteilten Berlin. Dies hat mehrfach erzwungene Abschiede zur Folge, aber auch freiwillige, politisch motivierte und berufsbedingten Abschiede, die bis ...weiterlesen...